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Erobert Bernd Ritthammer mit diesen Schlägern die ET?

Mit einem fulminanten Sieg zum Saisonabschluss verabschiedet sich Bernd Ritthammer auf die European Tour. Welche Schläger er dort spielen wird, hat er Golf Post im Interview verraten.

Mit seinen Honma-Schlägern ist Bernd Ritthammer ein Exot unter den Profis. (Foto: Golf Post)
Mit seinen Honma-Schlägern ist Bernd Ritthammer ein Exot unter den Profis. (Foto: Golf Post)

Mit drei Saisonsiegen dominierte Bernd Ritthammer die inzwischen abgelaufene Challenge-Tour-Saison. Dem nicht genug hat der deutsche Profigolfer nun seine Tourkarte für die European Tour sicher und wird dort erneut voll angreifen. Welcher Schläger er sich dabei bedient, hat er uns in einem ausführlichen Blick ins Bag verraten.

Honma-Eisen dominieren die Challenge Tour

Der frisch gebackene European-Tour-Spieler verwendet Schläger der Marke Honma. Durch Dietmar Erhardt, der einen Golfshop besitzt, sei Ritthammer zu Honma-Schlägern gekommen. Schon mit zwölf Jahren habe er diese Schläger von Erhardt in die Hände bekommen.

Seitdem spielt Bernd Ritthammer diese Schläger, denn die hätten einfach die beste Qualität. "Wenn ich die Eisen schlage, dann fühlt sich das besser an als bei jedem anderen Eisen, das ich je geschlagen habe" so Ritthammer gegenüber Golf Post. "Ich finde es vom Feedback genial. Es fühlt sich weich an und das mag ich ganz gern."

Holz 3 ist Allzweckwaffe

Beim Driver setzt der 29-Jährige allerdings auf Callaways XR 16-Pro. Auf den Schaft achte er nicht so besonders. "Ich lasse mir von den Jungs, die Ahnung davon haben, einfach einen Schaft einbauen. Wenn er funktioniert, habe ich ihn im Bag." So einfach kann es also sein. Als Schlägerhaube thront der wohl bekannteste Star-Wars-Protgonist auf dem Driver: Yoda.



Das Holz 3 von Honma ist Bernd Ritthammers Allzweckwaffe - ohne geht es nicht. "Braucht jeder. Ich wüsste niemanden, der kein 3er Holz im Bag hätte." Mit einem Loft von 15° und dem gleichen Schaft wie bei seinen Eisen geht es über die Fairways.

Leichte Schläger von Honma für Bernd Ritthammer

Die Honma-Eisen von Bernd Ritthammer. (Foto: Golf Post)

Die Honma-Eisen von Bernd Ritthammer. (Foto: Golf Post)

Bei diesen Eisen verwendet er mit dem Modus 3 relativ leichte Schäfte mit 120 Gramm. Insgesamt spielt Ritthammer relativ leichte Schläger. Der Grund dafür ist schnell erklärt. "Das kommt mir sehr entgegen, weil ich immer wieder Probleme mit dem Handgelenk habe. Mit schweren Schlägern bekommt man da öfter mal Probleme." Auf Honma greift er zurück, weil das Feedback einfach das beste sei, was er bis jetzt kennen gelernt habe.

Mit den Tour World TW 727 V ist Ritthammer sehr zufrieden. Zwar bringt Honma auch normale Blades heraus, doch er bevorzuge Cavity Backs. "Ich habe eigentlich nie volle Blades gespielt - ich bin vielleicht nicht gut genug dafür" berichtet Ritthammer mit einem Lächeln. "Ich finde vom Feedback her ist das genau das Gleiche wie beim Blade."



Bei den Anpassungen begüngt er sich mit den üblichen Einstellungen. Lies und Lofts werden im Fitting angepasst. Eine kleine Besonderheit sind die Remindergriffe, die dazu noch einige Lagen Tape unter sich haben. Die Reminder haben den Vorteil, dass der Spieler direkt merkt, ob er den Schläger korrekt hält. "Ich spiele schon lange diese Remindergriffe, weil ich das Gefühl habe, ich kriege sofort den passenden Griff rein."

"Hammer" - damit sind die Eisen schnell identifizierbar. (Foto: Golf Post)

"Hammer" - damit sind die Wedges schnell identifizierbar. (Foto: Golf Post)

Titleist Wegdes um einen Grad geneigt

Bei den Wedges spielt Ritthammer Titleist Vokey SM6 mit Lofts von 60°, 56° und 52°. Das Besondere: "Die Wegdes sind alle einen Grad heruntergebogen. Ich spiele quasi 59, 55, 51." Dass es sich um Ritthammers Wedges handelt, ist schnell erkannt. Auf den Wegdes ist nämlich der schon längst zum Kult gewordene Ritt-Hammer zu sehen. Durch Ausprobieren sei er bei der BMW International Open vom S Grind zum M Grind übergegangen. "Das hat einfach ein bisschen besser funktioniert bei so kurzen Pitches.

"Der Instinkt hat zu 90 Prozent Recht"

Der Hammer von Bernd Ritthammer. (Foto: Golf Post)

Der Hammer. (Foto: Golf Post)

Natürlich auch durch Ausprobieren aber vor allem durch das Fitting hat sich Ritthammer seinen Caledonia Lineo Putter perfekt einstellen lassen. Für ihn ist das Putten ein wichtiges Element beim Golf. "Wir Spieler sind bei den Driver, Hölzern und Eisen am Fitten, da muss alles perfekt passen. Und dann werden die Putter von der Stange gekauft, obwohl jeder weiß, wie wichtig das Putten ist."





Die Linien auf Ball und Schläger verwende er meist nur bei kurzen Putts mit wenig Break. Wenn es dann zum entscheidenen Putt auf dem Grün aus längerer Distanz kommt, richtet sich Ritthammer meist nach seiner Erfahrung. "Je komplizierter die Situation, desto mehr muss der Instinkt eine Rolle spielen. Aus meiner Erfahrung hat der Instinkt zu 90 Prozent Recht."

Bernd Ritthammers Equipment im Überblick

Driver Callaway, XR 16-Pro (9°)
Fairwayhölzer Honma, Tour World 727 (15°)
Eisen Honma, Tour World Tw 727 V (je nach Platz auch ein Rescue)
Wedges Titleist, Vokey SM6 59°, 55° und 51°
Putter Caledonia, Lineo

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  1. wir sind stolz auf bernd ..wassertrüdinger fans

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