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BMW International Open: Bernd Wiesberger kratzt an der Top 10

Starke Deutsche und ein starker Österreicher geben in der zweiten Runde ihr Bestes für einen Platz im Wochenende der BMW International Open.

"Ihr seid die nächsten" - Bernd Wiesberger greift in der zweiten Runde der BMW International Open an und richtet seinen Blick auf Henrik Stenson und Sergio Garcia. (Foto: Getty)

In der zweiten Runde der BMW International Open kämpften die Deutschen darum, noch zwei weitere Runden in Eichenried vor Heimpublikum spielen zu dürfen. Insgesamt sechs von ihnen schafften den Sprung ins Wochenende, darunter auch Florian Fritsch und Maximilian Kieffer. Unterdessen sitzt der Doppelspitze eine brandheiße Verfolgergruppe aus Titelverteidiger und Masters-Sieger im Nacken.

Bernd Wiesberger kurz hinter den Top 10

Bernd Wiesberger bewies sich auch in der zweiten Runde in München in Topform. Nach fünf Löchern hatte er bereits drei Schläge gut gemacht und schwang sich ohne Schlagverlust durch seine Runde. Auf den zweiten neun Löchern legte der Österreicher ein viertes Birdie oben drauf und kam mit einer 68er Runde ins Clubhaus. So ebnete er sich den Weg auf den geteilten elften Platz. Ganz leicht so leicht, wie es aussah, war es für Wiesberger aber nicht. Stärker werdender, böiger Wind bereitete den Golfern auf dem Platz Probleme. "Ich hoffe, dass der auch am Nachmittag bleibt, damit wir halbwegs gleichmäßige Bedingungen haben", sagte der 31-Jährige gegenüber Golf Post.

Die beste deutsche Leistung des Vormittags konnte der Amateur Max Schmitt abrufen. Mit fünf Schläge unter Par für den Tag spielte er sich auf den geteilten 32. Platz und konnte sich so sicher auf das Wochenende vorbereiten. Zwar kassierte er zwei Schlagverluste, seine beeindruckenden sieben Birdies zeugen aber von großem Können, das in dem 19-Jährigen schlummert. Übertrumpft wurde er nur von Max Kramer, der mit zwei 70er Runden und einem Eagle eine sehr stabile Leistung zeigte. "Ich habe einen Putt aus zehn Metern gelocht und habe ansonsten den ganzen Tag über nichts gelocht, also habe ich mich da tierisch drüber gefreut", berichtete der Challenge-Tour-Spieler im Interview. So verdiente Kramer sich mit Platz 23 die Position des besten Deutschen nach 36 Löchern.

Flo Fritsch und Max Kieffer sicher im Cut

Maximilian Kieffer toppte in der zweiten Runde seine solide Leistung vom Vortag. Zuerst lief es nicht so gut, auf seinen zweiten neun Löchern drehte er aber kräftig auf. Mit dem Wochenende als Ziel vor Augen habe er zu sich selbst gesagt: "Spiel ruhig weiter, nach der Runde kannst du dich aufregen", erzählte er Golf Post, und das wurde belohnt. Mit drei Birdies hintereinander an den Löchern 5, 6, und 7 spielte Kieffer sich auf zwei Schläge unter Par herunter. Auf T42 lag der 26-Jährige sicher im Cut.

Florian Fritsch befand sich auf dem gleichen Rang. Am Vortag hatte er sich als einer der besten Deutschen platziert, in der zweiten Runde lief es nicht ganz so glatt.  Zwar litt er noch ein wenig unter Morgenmüdigkeit, als er auf seine zweite Runde startete, Fritsch kassierte drei Bogeys auf den ersten sieben Löchern, bevor er so richtig wach wurde. Mit einem Birdie beendete er seine ersten neun Löcher, nach einem weiteren Schlaggewinn lag er immerhin nur bei einen Schlag über Par für den Tag.

Rettung in letzter Minute für Sebastian Heisele

Weniger deutlich war der Sprung in den Cut für Sebastian Heisele. Heisele war auf dem Weg zu einer guten Platzierung, sogar die Top 20 war drin. Auf den letzten Löchern fiel sein Spiel allerdings auseinander. Fünf Schläge verlor er innerhalb von vier Löchern. An der 18 gelang ihm jedoch noch ein Birdie, welches sich als seine Rettung erwies und ihm einen Platz im Wochenende verschaffte. Auf dem geteilten 64. Platz startet er in den Moving Day. Dort platzierte sich auch Nicolai von Dellingshausen.



Martin Kaymer in guter Gesellschaft

Martin Kaymer hingegen schaffte es nicht ins Wochenende. Für den Mettmanner war eine zweite Par-Runde drin, mit der er wie Alexander Knappe und Bernd Ritthammer nur einen Schlag außerhalb des Cuts auf T86 lag. "Ich habe mir ein paar Chancen herausgespielt, hatte ein paar gute Putts", sagte Kaymer, konnte diese auf den Grüns aber nicht immer verwandeln und drückte seine Frustration darüber aus.

Auch Bernd Ritthammer hatte mit den Grüns bei der BMW International Open zu kämpfen. "Es war so, als wäre ein Magnet im Ball und ein Magnet im Loch, aber es waren beides leider die gleichen Pole." Er holte noch mal alles aus sich heraus, letztendlich war es aber nicht genug. IRitthammer gelang es vor der Cutentscheidung zwar, seine 73er Runde vom Donnerstag zu verbessern und er kam mit einer 71er Runde ins Clubhaus. Die beiden Birdies an den Löchern 16 und 18 reichten aber ganz knapp nicht aus, um ihn ins Wochenende zu bringen.


Knappe war vor seinem Start ganz vielversprechend platziert und konnte sich trotz eines Bogeys durch zwei Schlaggewinne lange auch in einer Wochenendposition halten. Eine Bogeyserie aus drei Schlagverlusten brachte ihn jedoch an den Rand des Cuts, ein Doppelbogey an Loch 16 besiegelte dann das Aus. Das Abschlussbirdie konnte diesen Umstand leider auch nicht mehr ändern.



Ähnlich ging es Marcel Siem, der zuerst auf der Front Nine fehlerfrei blieb. Nach dem Turn gelangen ihm sogar drei Birdies, die aber nicht reichten, um seine zuvor gespielte 76 wieder auszugleichen. Zusätzlich nahm er kurz vor Schluss noch ein Doppelbogey mit, danach war nur der geteilte 112 Platz drin. Trotz des Ergebnisses hatte die Runde etwas gutes für den 36-Jährigen: "Es hat ziemlich viel Spaß gemacht heute zu spielen, die Zuschauer waren mega."
Max Rottluff (T129), Hinrich Arkenau (T144) und der Amateur Thomas Rosenmüller (T144) scheiterten ebenfalls am Cut.

Stenson und Garcia machen Druck auf die Spitze

Die Clubhaus-Führung der BMW International Open übernahm der Schwede Joakim Lagergren. Mit 66 Schlägen absolvierte er die zweite Runde und es galt, seine neun Schläge unter Par zu schlagen. Joel Stalter aus Frankreich gelang es, mit dem Skandinavier gleichzuziehen, nur einen Schlag hinter den beiden warten aber Lagergrens Landsmann und Titelverteidiger Henrik Stenson und der Masters-Sieger Sergio Garcia.

Stenson konnte nicht ganz so aufdrehen wie Tags zuvor, es blieb aber auch am Freitag bei nur einem Schlagverlust. Garcia legte auf der Front Nine mit einer Birdieserie vor, deren Effekt aber von zwei Bogeys gedämpft wurde. Sein abschließender Schlaggewinn brachte ihn wieder in die Verfolgerposition auf T3.





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