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Callaway Chrome Soft X – ein Star im Produkttest

Mit dem Callaway Chrome Soft X haben die Golfball-Ingenieure Callaways einen weichen Ball auf Tour-Niveau erstellt. Wir durften das neue Spielgerät testen.

Der Callaway Chrome Soft X überzeugte uns auf ganzer Linie im Golf Post Produkttest. (Foto: Golf Post)
Der Callaway Chrome Soft X überzeugte uns auf ganzer Linie im Golf Post Produkttest. (Foto: Golf Post)

Die Versprechungen, die mit diesem Ball einhergingen waren riesengroß, denn man hatte sich bei Callaway viel vorgenommen. Der Callaway Chrome Soft X soll als sportlichere Alternative zum Standardmodell (Chrome Soft) dienen, ein weiches Schlaggefühl vermitteln, den nötigen Spin besitzen, eine haltbare Schale haben und und und. Selbstverständlich haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, all diese Versprechungen genauestens zu überprüfen.

Der erste Eindruck zählt

Als das Päckchen mit den Bällen ankam, ging es natürlich direkt ans Auspacken. Die Verpackung sieht futuristisch modern aus, denn mit dem silbrig, grauem Hauptbestandteil und den vereinzelten Farbklecksen in rot und weiß, ist das Design schon Mal ansprechend. Vielleicht wurde die Verpackung in Anlehnung an den Namen (Chrome) gewählt, das würde die Farbe begründen.

Bei den Golfbällen liegt jedoch keine auffällige Farbe vor, außer der roten Zahl. Trotzdem gibt es den Callaway Chrome Soft X auch in der Truvis-Version oder in neon-gelb für diejenigen, die es bunt mögen. Auffällig ist auch, dass die Dimple sechseckig angeordnet sind. Da viele Golfer, um sich auf den Grüns zurechtzufinden, die gedachte Puttlinie mit dem Ball legen, haben wir auch den Schriftzug genauer untersucht. Dieser zeigt sich schlicht und mit Pfeilen in beiden Seiten.

Beeindruckendes Gefühl von Anfang an

Nun aber zum ersten Test auf dem Golfplatz, denn dort muss der Ball letztendlich performen. Auf dem Putting-Grün bestätigte sich direkt das angepriesene sehr weiche Gefühl. Danach haben wir mit ein paar Pitches und Chips rund ums Grün auch schon den Spin bemerken können, denn die Bälle bissen recht flott und das bei den kurzen Schlägen und Bewegungen.

Der erste Eindruck stimmte also, deswegen ging es desto gespannter an Tee 1, wo der Callaway Chrome Soft X mit dem Holz 3 auf die Reise geschickt wurde. Ein Volltreffer, der direkt lossauste, auf dem Fairway landete und noch einige Meter rollte. Der Schlag ins Grün folgte mit einem Wedge, das auf dem Grün landete und ein wenig auf der Stelle tänzelte.

Auf dem Grün konnte man das Ausmaß des Spins gut erkennen, denn der Ball lag rund 50 cm vor der eigenen Pitch-Marke – ein Traum für jeden Backspin-Fanatiker. Ähnlich ging es dann Loch für Loch weiter und wir konnten weitere Eindrücke sammeln.

Kaum Abnutzung, selbst nach langen Runden

Nach den ersten 18 Loch gab es einen prüfenden Blick auf die Schale des Balles, um zu testen, wie stark diese in Mitleidenschaft gezogen wurde. Überraschenderweise für 18 Loch mit vielen Wedge-Schlägen sah die Schale noch sehr gut aus. Vereinzelte Abreibungen und minimale Kratzer konnten wir bei sehr genauem Hinsehen erkennen, aber der Ball kann ohne Probleme weitere 18 Löcher durchhalten, wenn er nicht in einem der vielen nach Bällen hungernden Roughs verschwindet.

In diversen weiteren Runden auf dem Heimatplatz, dem 9-Loch Par-3 Kurs des Heimatplatzes, bei Proberunden und unter Turnierbedingungen der DGL kam der Ball zum Einsatz. Das gesammelte Feedback bestätigte die ersten Eindrücke. Unser Highlight sind immer noch kleine Pitches und Chips, denn diese stoppen sehr schnell und zuverlässig. Das Gefühl bei diesen Schlägen ist sehr angenehm und sehr weich, sodass es sich fast anfühlt als würde man gegen einen Flummi schlagen.

Ein kleines Manko ist jedoch das Feedback, das der Ball gibt. Bei vollen Schlägen fühlt sich der Ball genau so weich an, sodass man immer das Gefühl hat, dass man den Ball glatt in der Mitte getroffen hat. Haut dieser jedoch mit einem miesen Slice auf die andere Spielbahn, weil man den Ball nicht mittig getroffen hat, bemerkt man das nicht schon am Schlag, sondern erst, wenn man den Ball vom Ziel weg abdriften sieht.

Von der Länge sind wir positiv überrascht, denn von einem solch weichen Ball erwartet man nicht unbedingt die Spitzenweiten. Trotzdem punktet der Chrome Soft vom Tee, denn volle Schläge mit Hölzern und Driving Eisen fliegen nicht nur weit, sondern rollen auch gut aus. Bei den kürzeren Eisen punktet der Ball mit durchschnittlicher Länge und viel Spin.

Callaway Chrome Soft X – absoluter Gewinner des Produkttestes

Callaway-Chrome-Soft-X-BewertungIm Gesamturteil schneidet der Callaway Chrome Soft X bestens ab. Die Länge ist für einen Performance-Ball sehr gut und der Spin steht der Länge in nichts nach. Beim Gefühl punktet diese Murmel mit sehr weichem Treffmoment und auf den Grüns mit noch softeren Touch. Die Schale ist sehr belastbar und hält lange durch, sodass wir sehr zu Frieden mit diesem Ball sind. Eine Kampfansage an alle Hersteller von Callaway im Premium-Golfballsegment!


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