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Deutsche Golf Liga: Entscheidung in Mannheim mit dem letzten Putt

Der amtierende deutsche Meister vom GC Hubbelrath überragt im Frankfurter GC und auch die amtierenden Meisterinnen vom GC St. Leon Rot überzeugen.

Auch der zweite Spieltag der Deutschen Golf Liga hatte viel Spannung und erstklassiges Golf zu bieten. (Fotos: DGV, Christopher Tiess)
Auch der zweite Spieltag der Deutschen Golf Liga hatte viel Spannung und erstklassiges Golf zu bieten. (Fotos: DGV, Christopher Tiess)

Am 2. Spieltag der KRAMSKI Deutschen Golf Liga (DGL) presented by Audi (26./27. Mai) untermauerte der amtierende Deutsche Meister vom GC Hubbelrath in der Nordstaffel der Herren beeindruckend seinen Anspruch auf die Teilnahme am Final Four. Dagegen war es im Süden bei den Herren richtig spannend. Mit dem buchstäblich letzten Putt sicherte sich der Stuttgarter GC Solitude den Tagessieg. In der Damenstaffel Süd legten die Deutschen Meisterinnen vom GC St. Leon-Rot einen Start-Ziel-Sieg hin, während die Damen des G&LC Berlin-Wannsee im Norden zum Tagessieg stürmten.

1. Bundesliga Süd – Herren: Spannung bis zum Schluss

Nach einem durchwachsenen Start in den 2. Spieltag der DGL, startete das Team des Stuttgarter GC Solitude eine Aufholjagd, die mit einem echten Krimi-Finish endete. Während der Stuttgarter Jonas Kugel noch zwei Löcher zu spielen hatte, legte Marc Alexander Hammer für den GC Mannheim-Viernheim in der vorletzten Gruppe seine Annäherung am Fahnenstock der 18 zum sicheren Birdie ab, was Gleichstand bei -24 mit Stuttgart bedeutet hätte. Es kam anders, weil: „Ich habe den Jubel der Zuschauer auf der Terrasse gehört, da war mein Ball auf dem 17. Grün schon unterwegs“, schilderte Jonas Kugel die Szene – und die hatte es in sich. Kugels Ball rollte aus sechs Metern downhill Richtung Loch – und fiel. Birdie. Wieder Jubel, nur diesmal auf der anderen Seite. Solitude lag bei -25 und damit wieder allein in Front. Nun war klar, dass ein Par auf der 18 zum Tagessieg reichen würde. Kugel machte es spannend, traf mit Schlag zwei das Grün, ließ seinen Putt aber zu kurz. Noch ein Meter fehlte zum Sieg für Stuttgart. Kugel behielt die Nerven, stopfte den Ball und jubelte.

„Ich bin mächtig stolz auf meine Jungs. Am Samstag ist es nicht wirklich gut für uns gelaufen, aber am Sonntag haben alle Gas gegeben und sich die fünf Punkte auf jeden Fall verdient“, kommentierte ein überglücklicher Peter Wolfenstetter den Triumph seiner Stuttgarter.

1. Bundesliga Süd – Damen: St. Leon-Rot unangefochten vorn

Von Beginn an machten die Damen des GC St. Leon-Rot deutlich, wer am Ende die fünf Punkte für den Tagessieg im Frankfurter GC mitnehmen würde. Die Spielerinnen von Trainer Pascal Proske legten schon in den Vierern am Samstag den Grundstein für ihren Erfolg. In den Einzeln zeigten die College-Studentin Laura Kowohl mit 67 Schlägen bei vier unter Par ebenso wie Karolin Lampert mit 68 Schlägen (-3), wie wichtig sie für das Team sind. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Karolin Lampert nach ihrer dreiwöchigen USA-Tour Lust, Zeit und Energie gefunden hat, bei uns mitzuspielen. Die neue Teamkonstellation funktioniert gut, auch wenn wir heute noch gesehen haben, dass weiteres Potenzial drin ist. Ich bin sehr stolz auf die Mädels“, sagte Proske. Die vier Punkte des Zweitplatzierten sicherte sich der GC am Reichswald. Die Spielerinnen von Coach Daniel Lord überholten die Konkurrenz am Sonntag nach einer fulminanten Aufholjagd: „Die Mädels haben viel Teamgeist und Zusammenhalt gezeigt. Moni Hartl hat trotz der kurzfristigen Anreise mit Jetlag Biss gezeigt. Rachael Taylor zeigte ihre Klasse und die Erfahrung, die sie als Proette mitbringt“, so Lord.



1. Bundesliga Nord – Herren: GC Hubbelrath mit großem Vorsprung

Der überraschende Tabellenführer der Nordstaffel der Herren, GC Hösel, begann auch am zweiten Spieltag stark und lag nach den Vierern erneut vorn. Doch dann zeigte der Serienmeister GC Hubbelrath seine ganze Klasse und sicherte sich nach einer wahren Hitzeschlacht im Frankfurter GC den Sieg mit einem riesigen Vorsprung von 25 Schlägen vor Hösel. Dabei lieferten Julian Baumeister und Max Herter jeweils mit einer 66 (-5) und Tourspieler Nicolai von Dellingshausen sowie Florian Schmiedel mit einer 67 (-4) ganz starke Leistungen ab. Das sah auch der Trainer des amtierenden Meisters, Roland Becker, so: „Wir haben heute den Tag gehabt, den man sich eigentlich jede Woche wünscht, aber eben nicht jede Woche bekommt. Wir hatten viele tiefe Scores, so dass ich niemanden herausheben will. So darf es gerne weiter laufen.“

Dass der GC Hösel erneut positiv von sich reden machte, freute vor allem Trainer Christian Niesing, der aber auch kritisch mit der Leistung seiner Schützlinge umging: „Die Einzel waren wirklich nicht so gut. Wir hatten drei hohe Scores. Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir nach zwei Spieltagen neun Punkte haben, hätte ich das sofort unterschrieben. Sensationell! Das Saisonziel Klassenerhalt bleibt trotzdem erstmal.“ Den Schlag des Tages machte allerdings ein Spieler des Hamburger GC, der nach einem verpatzten Start in den Vierern noch auf dem vierten Platz landete. Niklas Adank lochte auf der Bahn 11 mit dem Abschlag zum Hole in one ein.

1. Bundesliga Nord – Damen: Tagessieg für G&LC Berlin-Wannsee

Mit ganz starken Einzelergebnissen (-2, 0, 0, +1, +2) traten die Damen des G&LC Berlin-Wannsee in Mülheim an der Ruhr auf und nahmen die Punkte für den Tagessieg mit in die Hauptstadt. Zweiter wurden die Spielerinnen vom Hamburger GC Falkenstein, die nach den Vierern noch geführt hatten. Die entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Berlinerinnen sah Coach Mario Hansch in der Ausgeglichenheit seines Kaders: „Jede in unserem Team kann Tagesbeste sein. Natürlich haben wir unsere Leistungsträgerinnen. Aber auch jene, die nicht immer im Rampenlicht stehen, können Runden mit zwei unter Par spielen – und das ist fantastisch.“ Johanna Wollenhaupt legte mit einer 70 (-2) den besten Tageswert hin, gefolgt von ihren Teamkolleginnen Alexandra Försterling (72), Anastasia Mickan (72), Tina Fischoeder (73) und Luka Kienbaum (74). Am Ende hatten sie bei +1 drei Schläge Vorsprung auf die Hamburgerinnen (+4).

Text: Deutscher Golf Verband

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