Empfehlung von PGA und USGA belegt: Weg mit Gender-Tees am Abschlag!
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Empfehlung von PGA und USGA belegt: Weg mit Gender-Tees am Abschlag!

Kehrseite von „Beef“, Ausrutscher von Rose, wandelbare Karre, Abräumer Molinari und ein Pitch an den Christbaum. Die Back Nine.

Schluss mit den Damen- und Herrenabschlägen. Das belegt eine Empfehlung der PGA und USGA. (Foto: Getty)
Schluss mit den Damen- und Herrenabschlägen. Das belegt eine Empfehlung der PGA und USGA. (Foto: Getty)

Es ist die Zeit der guten Vorsätze! Was man sich auch in Sachen Golf nicht alles vornimmt fürs neue Jahr: In der dunklen Jahreszeit nicht auf dem Sofa zu rosten, das Putten viel mehr zu üben, nicht aufs Ergebnis zu schielen und sich zu ärgern, sondern auf dem Platz einfach nur Spaß zu haben und damit letztlich besser zu spielen. Ein wichtiges Ziel wäre vielleicht zudem, konsequent die richtige Tee-Box zu wählen; eine nämlich, die zur Spielstärke passt. Oder anders: …wenn das Ego Richtung Gelb oder gar Weiß zerrt, während die Länge der Drives mittlerweile oder generell gerade mal für Blau reicht.

Gerade kursiert in den sozialen Netzwerken wieder eine Empfehlungstabelle der PGA of America und der USGA, die zwar aus dem Jahr 2011 stammt, aber von zeitloser Gültigkeit ist. Darin wird unter dem Aufruf „Tee it forward“ aufgelistet, welche Platzdistanz zu welcher Abschlagslänge (beides in Yards) passt, um „mehr Spaß auf dem Platz haben und vielleicht etwas schneller zu spielen“. So taugen Ausmaße von über 6.000 Metern allenfalls für Sportkameraden, die 250-Meter-Granaten abfeuern können. Für den Durchschnitts-Drive von maximal 180 Metern reicht eine 18-Loch-Distanz von maximal 5.000 Metern. Also, einfach nur den richtigen Abschlag wählen.

"Guidelines for Selecting Tees" der NGCOA. (Foto: National Golf Course Owners Association)

Gute Golfplätze bieten genau dafür die entsprechenden Auswahl. Zum Thema passt allerdings auch, dass die blöden Gender-Tees endlich weg müssen. Im britischen Mutterland des Spiels haben etliche Clubs schon längst Herren-, Damen, Senioren etc. abgeschafft und ihre Abschläge für unterschiedliche Spielstärken oder auch bloß Tagesform und - laune einfach nur nach den jeweiligen Distanzen benannt. Es lässt sich halt leichter die 4.000-Meter-Teebox wählen, statt sich für diese kommode, Spielspaß und Erfolgserlebnisse versprechende Platzlänge aufs Damen- oder Senioren-Tee schleichen zu müssen…

„Beef“ zieht blank

Blank gezogen: Eigentlich gehört diese Meldung an den Schluss der Back Nine. Denn was uns Andrew „Beef“ Johnston (links) da in seiner Verlobungs-Euphorie aus dem Urlaub mit Jodie Valencia und Freunden auf Barbados vermittelt, ist quasi das Letzte, augenzwinkernd gemeint, sozusagen die Kehrseite der Medaille. Oder wie jemand in den Kommentaren sehr zweideutig passend schrieb: „Where is the Beef?“ Jetzt wissen wir genau, wo. Den Autor treibt freilich eher die Sorge um, wie es mit Johnstons Fähigkeit bestellt ist, den Kopf über Wasser zu halten, wenn sich dieser Bart einmal vollgesogen hat…



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Team Langer auf der Range

Wenn der Vater mit der Tochter! Noch etwas Nachschlag von der PNC Father/Son Challenge, weil das Video-Material sehenswert ist: Die PGA Tour Champions haben Bernhard Langer und seine Tochter Jackie Langer John auf der Driving Range des Ritz Carlton Golf Club in Orlando/Florida „erwischt“. Und zwischendurch gibt‘s von Daddy noch ein paar Korrekturen. Am Ende belegte das Duo den 16. Platz.

Miserable Schlussrunde: Rose verpasst Koepka

Knapp daneben ist auch vorbei: Es hätte bloß eines geteilten 16. Platzes bedurft, um Brooks Koepka auf dem Weltranglisten-Platz an der Sonne wieder abzulösen; und an normalen Tagen erledigt Justin Rose so ‘was wahrscheinlich mit links. Doch dieser Finaltag beim Indonesian Masters im Royale Jakarta Golf Club war kein normaler, allein schon wegen des stürmischen Winds. Titelverteidiger Rose ging als geteilter Vierter auf die Schlussrunde, eröffnete mit einem Bogey, legte auf Loch 2 ein Doppel-Bogey nach, notierte auf der 12 ein Triple-Bogey und auf der 12 erneut ein Bogey. Trotz zweier Birdies auf den Schlussbahnen reichte das nur zur 75 und dem geteilten 17. Platz. Es gewann Lokalmatador Poom Saksansin, Henrik Stenson wurde Vierter, und Rose geht als globale Nummer zwei in die Weihnachtspause.



Wenn aus dem Trolley ein Trike wird…

Last (Minute) Christmas: Geschenkestress? Immer noch kein passendes Weihnachtspräsent für den Lieblingsgolfer gefunden? Vielleicht wäre ja dieser „TurfChopper“ genau das richtige. Das Gefährt kommt als stinknormaler Elektro-Trolley daher, verwandelt sich aber im Handumdrehen in ein Trike. Oder so was ähnliches. Die Preise beginnen ab rund 2.500 Dollar.

Henrik Stenson, der präzise „Iceman“

Länge ist nicht alles: Wir kennen sie bestens, die Longhitter im Golf. Zuvorderst natürlich Dustin Johnson. Oder Jon Rahm, Brooks Koepka und Rory McIlroy, nicht zu vergessen das neue Wunder vom Tee namens Cameron Champ. Sie alle bomben den Ball mit dem Driver auch schon mal über die 400-Yards-Linie (365 Meter) hinaus. Zur Distanz freilich gehören oft auch Streuverluste, und so stellt sich die Frage, wer eigentlich der Präziseste vom Abschlag ist. Hier weist die PGA Tour einen guten Bekannten aus Europa aus: Henrik Stenson führt das diesbezügliche Ranking der Saison 2017/2018 souverän mit 75,19 Prozent getroffenen Fairways an, das ist ein mehr als beachtlicher Wert. Die Plätze hinter dem schwedischen „Iceman“ belegen Ryan Armour (73,58 Prozent) und Chez Reavie (72,24 Prozent).





Mini-Minigolf für den Spaß daheim

Geschenk-Idee, die Zweite: Auch Kleinigkeiten unter‘m Christbaum – siehe „Schmückanleitung“ am Ende dieser Back Nine – machen Freude, zumal wenn es solche Spielereien sind. Die Tipp-Kick-Variante für Golfer gibt es in allerlei Ausführungen (Microgolf, Pit Green etc.) – und übrigens längst auch mit eigenen Wettbewerben –, das Internet hilft bei der Suche nach Bezugsquellen.

Molinari auch bei der BBC vorn

Ehrung über Ehrung: Francesco Molinari erntet weiter die Früchte einer großen Saison. Nach der Auszeichnung als Spieler des Jahres auf der European Tour wurde der 36-jährige Italiener jetzt vom britischen TV-Sender BBC zum „Welt Sport Star des Jahres“ gekürt. Diese Auszeichnung wird bei der traditionell im September stattfindenden Ehrung der BBC-Sportpersönlichkeiten des Jahres an nichtbritische Sportler vergeben. Zuvor wurde Molinari als Championgolfer der British Open von Carnoustie und Ryder-Cup-Held von der European Tour zum lebenslangen Ehrenmitglied ernannt

Wie kommen die Kugeln an den Baum?

Zum Schluss: Die Weihnachtstage nahen; es kommt die Zeit, den Baum zu schmücken. Manche machen das schon am dritten oder vierten Advent, manche erst am Heiligabend. Die einen tun‘s im Kreis der Familie, die anderen unter Zuhilfenahme alkoholischer Getränke. Golfer allerdings schmücken ihren Weihnachtsmann nur und ausschließlich so, wie es uns der Running Deer Golf Club in New Jersey per Video nahe legt. In diesem Sinne eine stressfreie letzte Adventswoche und schöne Feiertage:

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