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European Championships: Deutsche Teams verpassen das Halbfinale

Team Germany II mit Leticia Ras-Anderica und Isi Gabsa verpasst nur knapp die Chance auf eine Medaille. Britinnen dominieren.

Olivia Cowen verpasst mit Karolin Lampert das Halbfinale der European Championships im Golf. (Foto: Getty)
Olivia Cowen verpasst mit Karolin Lampert das Halbfinale der European Championships im Golf. (Foto: Getty)

Bei den derzeit in Glasgow, Schottland, und Berlin stattfindenen Europameisterschaften vieler Olympischer Disziplinen wird im Gleneagles Golf Club gleichzeitig auch die EM der Golfer als Teamwettbewerb ausgetragen. Dabei spielten je 16 Damen- und Herrenmannschaft in je vier Gruppen zu vier Teams die Gruppenersten aus. Nur diese qualifizierten sich für die am Sonntag stattfindenden Halbfinals.

Während bei den Damen zwei Teams aus Deutschland die Gruppenphase im Matchplay-Modus bestritten, fanden sich bei den deutschen Herren nicht einmal zwei Pros, die als deutsche Vertretung bei der EM in Glasgow angetreten wären. So waren Leticia Ras-Anderica mit Isi Gabsa und Olivia Cowen mit Karolin Lampert als Germany I und II unterwegs. Auf eine Teilnahme am Mixed-Wettbewerb musste der Deutsche Golf Verband in Ermangelung männlicher Golfer verzichten.

Germany II verpasst Semifinale der European Championships knapp

So war es unter anderem an Leticia Ras-Anderica und Isi Gabsa, die deutsche Fahne hochzuhalten und das gelang dem Duo ordentlich, auch wenn es schlussendlich nicht zum Einzug ins Halbfinale reichte. Gegen die Teams aus Belgien (5&3) und Spanien (1up) zeigten die Mitglieder des Golf Team Germany starke Vorstellung und trugen den Sieg davon. Gegen das favorisierte Team Großbritannien 1 setzte es allerdings eine deutliche Niederlage. Laura Davies und Georgia Hall, die erst vor Kurzem mit der Women's British Open ihr erstes Major gewann, schlugen die deutschen LET-Spielerinnen deutlich mit 4&3. Immerhin belegte Team Germany II in Gruppe A mit vier Punkten den zweiten Platz.

Sieg- und punktlos ging hingegen Deutschland I nach drei Matches von dem Kurs, auf dem 2014 der Ryder Cup stattfand. Olivia Cowen und Karolin Lampert hatten gegen das Team aus Schweden sowie Frankreich I und Frankreich II kein Fortune. Zumindest gegen Frankriech II gestaltete sich das Match lange offen, doch am Ende ging auch das letzte der drei Duelle für die deutschen Proetten mit 1down verloren. In Gruppe B zieht Frankreich II mit Justine Dreher und Manon Molle nach zwei Siegen und einem geteilten Match ins Halbfinale ein. In Gruppe C qualifiziert sich Großbritannien 3 (Michele Thomson, Meghan Maclaren), in Gruppe D siegte Schweden 3 (Cajsa Persson, Linda Wessberg).

Island steht überraschend im Halbfinale

Bei den Herren sorgte Island für die größte Überraschung. In Gruppe D setzten sich Birgir Hafthorsson und Axel Boasson gegen die Mannschaften aus Belgien, Italien 1 und Norwegen durch. In Gruppe A siegte Spanien 2 (Santiago Tarrio Ben, David Borda), Gruppe B gewann Italien 2 (Francesco Laporta, Alessandro Tadini) und Gruppe C ging an Spanien 1 (Pedro Oriol, Scott Fernandez). Die Halbfinals des sehr schwach besetzten Herren-Wettbewerbs werden am Sonntag ausgetragen, anschließend finden die Duelle um die Medaillen statt.

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2 LESER-KOMMENTARE Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. „Dornröschen“ DGV.

    Das Verhalten des DGV zu den derzeit stattfindenen European Champion Chips ist als äußerst desaströs zu bezeichenen und ist aus Sicht des Golfsportes und der dem DGV angeschlossenen Verbände und Clubs, als annähernd einer Unverschämtheit nahe, zu bezeichenen.
    Bei der schwierigen Wettbewerbssituation des Golfsports in der Gesellschaft und der Sportlandschaft in Deutschland ist der DGV nicht in der Lage 4 adäquat spielstarke Herren, ja nicht einmal 2 solche, für diesen Wettbewerb zu motivieren. Bei 8 Erstbundesligisten und 16 Zweitbundesligisten wahrlich nicht vorstellbar. Es sei denn, die Herren geniessen lieber ihren heimatlichen Wohlfühlstatus als geförderte „Club-Stars“ in Deutschland und haben Angst sich einem länderübergreifenden, international und medial viel beachteten Wettbewerb zu stellen. Einem Wettbewerb mit wochenlanger medialer Präsenz und Aufmerksamkeit. Einer selbst über die Medien spürbaren Begeisterung der Beteiligten und Zuschauermassen an den Veranstaltungsorten.
    Eine solcherart werbewirksame Veranstaltung derart stiefmütterlich zu behandeln, es gar, wie bei den teilnehmenden deutschen Damen, es mehr oder weniger der Eigeninititive bzw. Clubinitiative von Wenigen zu überlassen, ist eine schallende Marketing Ohrfeige gegenüber allen DGV Mitgliedern. Es braucht dringend eines Umdenkens der Golfvorderen. Golf ist ein weltweit angesehener und hochattraktiver Sport und keine Veranstaltung einer geschlossenen, wenn auch als „ehrenwert“ sich betrachtenden Gesellschaft. Der Golfsport erhält durch die Aufnahme in die olympische Familie die verdiente Aufmerksamkeit und mediale Werbung. Der DGV schlägt diese dargebotene Hand – man mag beinahe sagen – durch arrogante Nichtwahrnehmung aus. Wo ist etwa ein Vertreter des DGV aus dem Bereich Marketing in diesen Tagen. Sicher nicht in Glasgow, um in und aus Gesprächen mit anderen Länderbeteiligten Erfahrungen auszutauchen. Dornröschen „Deutsches Golf“ möchte wach geküsst werden und ruft beständig nach einem Prinzen. Dann mag man doch zunächst einfach mal die selbst über Jahrzehnte errichtete und gepflegte Dornenhecke schneiden/beseitigen.

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