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ET: Kieffer eliminiert Lokalmatador und scheidet anschließend aus

In der ersten Runde der KO-Phase zeigt Max Kieffer eine bärenstarke Vorstellung und schaltet Thomas Pieters aus. In Runde zwei ist dann aber Schluss.

Max Kieffer schlägt beim Belgian Knockout auf der European Tour den Lokalmatadoren Thomas Pieters und scheidet im Anschluss unglücklich aus. (Foto: Getty)
Max Kieffer schlägt beim Belgian Knockout auf der European Tour den Lokalmatadoren Thomas Pieters und scheidet im Anschluss unglücklich aus. (Foto: Getty)

Nachdem die ersten beiden Runden des Belgian Knockout noch klassisch im Zählspielformat von Statten gingen, galt es zum Auftakt des dritten Tages im "Zählspiel-Matchplay-Format" über jeweils neun Löcher zu bestehen. Die Auslosung hielt aus deutscher Sicht direkt ein Highlight parat, denn Maximilian Kieffer wurde gegen niemand geringeren als den Lokalmatadoren und Turnierveranstalter Thomas Pieters gelost.

Max Kieffer besteht schwere Prüfung auf der European Tour

Eine enorm schwere Aufgabe für den Düsseldorfer, waren die Sympathien der Zuschauer doch eindeutig auf Seiten ihres Lieblings. Davon jedoch vollkommen unbeeindruckt spielte Kieffer sein Spiel souverän herunter und präsentierte sich in einer ausgezeichneten Form. Direkt an Loch 2 in Führung gehend, musste Kieffer nach vier Löchern auf Even Par zurückstecken. An Loch 13 spielte er "nur" das Bogey und das Match schien wieder ausgeglichen.

Drei Löcher später gelang Kieffer jedoch der Big Point. Pieters konnte nur das Bogey an Loch 16 des Rinkven G&CC notieren und der routinierte Profi aus Düsseldorf nutzte die Chance und lochte zum Birdie. Zwei Schläge Vorsprung galt es auf den letzten beiden Löchern zu verwalten, wobei Kieffer mehr wollte. Nachdem Pieters am vorletzten Loch seinen Abschlag in den Wald schlug und nur querchippen konnte, war Kieffers große Chance gekommen. Das Grün des Par 5 sicher mit dem dritten Schlag angegriffen, lochte er erneut zum Birdie und sicherte sich so vor dem finalen Loch drei Schläge Vorsprung. Das Birdie von Pieters zum Abschluss reichte nicht mehr, da Kieffer das Par souverän lochte und den Sieg somit ins Clubhaus brachte.

Nach der Runde zeigte sich Kieffer im Interview selbstverständlichändlcih mehr als zufrieden und glücklich. Den Turnierveranstalter und Ryder-Cup-Spieler Thomas Pieters auszuschalten sei ein Riesen-Erfolg, der ordentlich Motivation für den weiteren Verlauf des Turniers gebe, so Kieffer. Ihm war auch bewusst, dass er bei diesem Match viele Zuschauer unglücklich machen könnte, was er schließlich auch tat. Doch die Zuschauer rangen Kieffer auch Respekt ab, da sie sehr fair und sportlich auch ihn unterstützten.



Kieffer scheidet nach furiosem Sieg unglücklich aus

Nach seinem beeindruckenden Sieg gegen Thomas Pieters blieb Kieffer kaum Zeit zum Durchatmen. Nur 40 Minuten nach seinem letzten gelochten Putt im ersten KO-Match ging es an Loch 1 des Rinkven G&CC direkt wieder zur Sache. Gegen den aktuell in enorm starker Form aufspielenden Spanier Adrian Otaegui wartete ein heißes Match auf den Düsseldorfer. Kieffer nahm zu Beginn seine Form aus dem ersten Match direkt wieder auf und lochte an Bahn 1 zum Schlaggewinn. Einen Schlag Vorsprung verteidigte der European-Tour-Routinier jedoch nur bis zum dritten Loch. Dort kam sein Schlag ins Grün nicht zum liegen und rollte hinter eben jenes. Den Chip zu lang, wanderte das Bogey auf die Scorekarte. Auf den beiden folgenden Löchern war das Momentum dann vollends beim Spanier, der mit zwei Birdies einen Rückstand in eine Führung verwandelte. Kieffer rettete in dieser Phase zwar zweimal in aller höchster Not, ohne jedoch Druck aufbauen zu können.



Das Blatt wendete sich dann zwar an Loch 7 erneut, als Otaegui nur das Bogey spielen konnte, doch der Spanier antwortete am vorletzten Loch direkt mit dem Birdie. Dieses vorletzte Loch sollte schließlich auch zum Knackpunkt der Runde werden. Kieffer, der gerade wieder gleichgezogen hatte mit dem Spanier, wollte das Grün des Par 4 mit dem Holz 3 angreifen und fand anstelle des Grüns einen Graben rechts von eben jenem. Dort herausspielend wurde es nur das Par und Otaegui ging erneut in Führung. Der Spanier eröffnete Kieffer zwar am letzten Loch noch einmal die Chance um gleichzuziehen und ein Playoff zu erzwingen, doch der Golf Team Germany Spieler verschob den absolut machbaren Birdie-Putt aus knapp zwei Metern und musste sich geschlagen geben.

Kieffer zeigte sich zurecht gefrustet und enttäuscht im anschließenden Interview und ärgerte sich besonders über zwei, drei Fehlentscheidungen. So sagte Kieffer, dass er einige Male nicht klug genug gespielt habe und damit einige gute Chancen habe liegen lassen. Die Attacke an Loch 8 bewertete er mehr als unglücklich, da er eigentlich ein gutes Gefühl bei dem Schlag gehabt habe, der Ball aber einen schlechten Bounce nach rechts bekommen habe. Abschließend zeigte sich Kieffer dennoch zufrieden mit seinem Spiel und lobte auch den Spanier Otaegui, der, so Kieffer, eine hervorragende Saison bis hierhin spiele.

Publikumsliebling nimmt Niederlage gelassen





Der zweite Deutsche im Wochenende verliert mehr als unglücklich

Fast hätte es neben Max Kieffer auch noch Marcel Schneider in die nächste Runde des Belgian Knockout geschafft. Der Spieler des Golf Team Germany zeigte auf den ersten Neune Löchern des Rinkven G&CC am Samstagmorgen seine beste Vorstellung in der gesamten Woche und führte gegen den Franzosen Thomas Linard lange Zeit. Am drittletzten Loch ereignete sich dann jedoch der Knackpunkt des Matches. Schneider hatte seinen ball auf dem Par 4 sicher Mitte Fairway platziert und witterte eigentlich schon seine Chance, da Linard im First Cut links des Fairways auf die sehr kurz gesteckte Fahne spielen musste.

Linard spielte den Ball hoch aus dem langen Gras und zuerst sah es so aus, dass der Ball links des Grüns im Bunker landen sollte. Es kam jedoch ganz anders und der Franzose erwischte den vielleicht glücklichsten Bounce des gesamten Turniers. Der Ball kam im Vorgrün auf, kickte nach vorne Links und verschwand plötzlich im Loch. Das Eagle war damit gefallen und Schneider lag wie aus dem Nichts einen Schlag zurück. Mit Pars beider Spieler an den letzten beiden Löchern blieb es bei dem Ergebnis von Even Par für Schneider und Linard siegte mit -1 nach neun Löchern.


Schneider zeigte sich dann im anschließenden Interview mit Golf Post verständlicherweise enttäuscht. So unglücklich zu verlieren sei sehr ärgerlich, aber so sei nun einmal auch Golf, so Schneider. Er habe den Ball ebenfalls schon im Bunker gesehen und niemals erwartet, dass der Ball so einen Bounce bekomme. Ärgerlich sei die Niederlage besonders daher, dass er auf diesen neuen Löchern sein bestes Golf diese Woche gespielt habe, so Schneider, der in den nächsten zwei Wochen ein Gastspiel auf der Challenge Tour einlegt, bevor es in Österreich auf der European Tour weitergeht.

Golf Post ist als offizieller Medienpartner des Belgian Knockout die ganze Woche über vor Ort im Rinkven G&CC und berichtet im Web und in der Community rund um die Uhr vom Geschehen.

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