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BMW International Open: Martin Kaymer gibt den Sieg kurz vor Schluss aus der Hand

Das Finale der BMW International Open bietet Dramatik pur - am Ende siegt Matt Wallace. Martin Kaymer wird ein Chip zum Verhängnis.

Matt Wallace (re.) gewinnt die BMW International Open 2018. (Foto: Getty)
Matt Wallace (re.) gewinnt die BMW International Open 2018. (Foto: Getty)

Das Finale der BMW International Open 2018 im Golfclub Gut Lärchenhof vor den Toren Kölns hätte spannender kaum sein können. Gleich mehrere Fabelrunden wurden am letzten Tag ins Clubhaus gebracht und auch die deutschen Spieler Martin Kaymer und Maximilian Kieffer gingen mit einer glänzenden Ausgangsposition in das Finale der letzten Ausgabe in Köln. Am Ende musste Martin Kaymer sich jedoch geschlagen geben, während Maximilian Kieffer schon früh aus dem Titelrennen ausschied.

Martin Kaymer chippt sich bei BMW International Open um den Sieg

Es sah beim Finale der BMW International Open 2018 lange Zeit so aus, als ob Martin Kaymer nach 2008 sein Heimturnier tatsächlich wieder gewinnen könnte. Am Ende waren es jedoch zwei Chips aus kürzester Distanz, die ihn den Sieg kosteten. An Loch 17 angekommen, lag Kaymer nur noch einen Schlag hinter dem Führenden und platzierte den Ball perfekt Mitte Fairway knapp 30 Meter von der Fahne entfernt. Auf dem kurzen Par 4 musste also "nur" ein guter Chip an die Fahne her, um gleichzuziehen. Was dann jedoch folgte war eine mittelschwere Katastrophe für alle deutschen Fans.

Kaymer traf den Ball dünn an der Innenseite der Schlagfläche, sodass er über das Grün ins hohe Gras rollte. Der neuerliche Chip aus diesem wurde zu lang und Kaymer konnte das Par nicht mehr retten. Das Bogey beförderte den 33-Jährigen zurück auf acht Schläge unter Par. Das Hole-Out-Eagle an Loch 18 gelang ihm schließlich nicht mehr, sodass Kaymer dem Engländer Matt Wallace am Ende den Sieg überlassen musste. Kaymer beendete das Turnier aber dennoch mit einem Birdie an Loch 18 und sorgte für Jubelstürme bei den begeisterten Fans, die den Grand Stand in ein Fahnenmeer verwandelten.

Im Interview nach der Finalrunde freute sich Martin Kaymer, dass die Woche ein super Erlebnis gewesen sei, das noch besser hätte werden können. Seinen Chip an Loch 17 bewertete er mehr als ehrlich als "scheußlichen Schlag" und sprach gar von einem "Blackout zur falschen Zeit". Dies passiere jedoch im Sport einfach immer mal wieder und so freue er sich vielmehr über das Birdie zum Abschluss, so Kaymer.



Thanks Cologne and well done Matt Wallace.#BMWInternationalOpen #DRIVENBYPASSION #EuropeanTour pic.twitter.com/qL6jtarFu0

— Martin Kaymer (@MKaymer59) June 24, 2018

Matt Wallace gewinnt die BMW International Open 2018 mit Fabelrunde

Während Martin Kaymer im Finale "nur" eine 68er Runde spielte, machte es der Engländer Matt Wallace wesentlich besser und krönte ich ob dieser Leistung in Runde 4 auch zum verdienten Sieger der BMW International Open 2018. Wallace hielt sich über die gesamten 18 Loch schadlos und notierte sieben Birdies. Gerade auf seiner Back Nine verdiente sich der Engländer mit fünf der sieben Schlaggewinne den Sieg. Die 65 zum Anschluss ist gleichzeitig auch die drittbeste Runde des Tages und war für Wallace der Schlüssel zum Sieg.



Max Kieffer gibt Siegchance früh aus der Hand

Es hätte sein erster Sieg auf der European Tour werden können und das ausgerechnet bei seinem Heimturnier. Max Kieffer, der aus Düsseldorf stammt, hatte sich für die Finalrunde, in die er als geteilter Führender mit Martin Kaymer an seiner Seite startete, so viel vorgenommen, doch schon nach dem ersten Loch war die Jagd nach dem Titel Geschichte. Kieffer startete mit einem extrem unglücklichen Doppelbogey, bei dem er das Grün zunächst lang verfehlte und dann schlecht chippte.

Damit fiel Kieffer direkt auf drei Schläge unter Par zurück und an Bahn 3 nahm das Schicksal seinen Lauf. Auf dem Par 5 wollte der European-Tour-Spieler sein Doppelbogey ausgleichen, doch anstatt dieses "Birdie-Loch" zu nutzen, wanderte ein weiterer Schlagverlust auf die Scorekarte. Kieffer fand mit dem zweiten Schlag den Bunker und aus diesem konnte er sich nur mehr schlecht als recht befreien. Das Bogey war die Folge und im weiteren Verlauf der Runde erholte sich Kieffer von diesen beiden frühen Rückschlägen nicht mehr. Am Ende stand eine Finalrunde mit 72 Schlägen zu Buche, was ob der niedrigen Ergebnisse an der Spitze zu wenig war.

Im anschließenden Rundeninterview machte Kieffer auch die ersten beiden Löcher als Knackpunkt aus. So bezeichnete der 27-Jährige das Bogey an Loch 3 als "gefühltes Doppelbogey" und gestand, dass es einen Knick ins Spiel brachte, von dem er sich so nicht mehr erholen hatte können. Die Stimmung rund um seinen Flight mit Martin Kaymer bezeichnete Kieffer dennoch als "beeindruckend und super" und er freute sich über seine Birdies zum Ende der Runde.

Thorbjörn Olesen spielt fast Platzrekord

Der Däne Thorbjörn Olesen, der erst kürzlich die Italian Open gewann rehabilitierte sich am Finaltag von seiner fatalen 77er Runde am Moving Day. Dem Dänen gelang das Kunststück ganze 16 (!) Schläge besser zu spielen als noch am Tag zuvor und auch der Platzrekord geriet kurzzeitig in Gefahr. Olesen lochte Birdie um Birdie und spielte besonders auf seiner Back Nine furioses Golf. Die Runde erinnerte ein wenig an Tommy Fleetwoods famose Finalrunde bei der US Open in der Woche zuvor. Am Ende verpasste Olesen den Platzrekord um nur einen Schlag und unterschrieb eine blitzsaubere 61er Runde. Damit lag der Däne lange in Führung, doch am Ende reichte es nicht mehr, da weitere Spieler tief scoren konnten.

Thorbjörn Olesens Finalrunde bei der BMW International Open 2018 war außergewöhnlich. (Foto: Golf Post)

Thorbjörn Olesens Finalrunde bei der BMW International Open 2018 war außergewöhnlich. (Foto: Golf Post)





Nicolai von Dellingshausen mit bestem Ergebnis auf European Tour

Auch wenn Nicolai von Dellingshausen mit dem Sieg bei der BMW International Open nichts zu tun hatte, zeigte der junge Rheinländer eine ordentliche Vorstellung und belegt nach einer 69er Runde (-3) am Finaltag den 16. Rang. Es war erst der zweite Start auf der European Tour für den 25-Jährigen in seiner eineinhalbjährigen Karriere als Profigolfer. So war er dann auch recht zufrieden mit sich und der Welt: "Es war eine gute Woche, auch wenn ich es ergebnisunabhängig betrachte."

"Eine tolle Erfahrung", sei es gewesen, im Gut Lärchenhof auf der European Tour mitzuspielen. "Ich hatte total viel Spaß und habe viel gelernt." Auf Nachfrage, was er denn in dieser Turnierwoche "gelernt" habe, sagte von Dellingshausen: "Ich habe viel Motivation mitgenommen und möchte immer hier auf der European Tour mitspielen. Geduld zu haben, auch wenn ich Nervosität verspühre - und das habe ich heute morgen - einfach bei mir bleiben und nicht zu viel aufs Leaderboard schauen. Auch das Spielen vor so vielen Zuschauern war toll. Vielen Dank dafür, dass so viele hier waren."

Als vierter Deutscher im Bunde, der den Cut überstanden hatte, zeigt Jonas Kölbing eine solide Vorstellung. Vorrangig ist Kölbing auf der Pro Golf Tour unterwegs, auch für die Challenge Tour besitzt er keine volle Karte. So sollte sein geteilter 59. Platz auf der European Tour ein ordentlicher Motivationsschub für den 33-Jährigen sein. Auf der vierten Runde seiner vierten BMW International Open brachte er eine 74 ins Clubhaus, was sein Gesamtergebnis auf vier über Par nach oben schraubte.


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