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European Tour: Deutsches Trio verabschiedet sich in Frankreich

Während das Turnier für Martin Kaymer, Marcel Siem und Maximilian Kieffer früh beendet ist, führt ein Schwede die Open de France an.

European Tour Open de France 2018 Ergebnisse Tag 2 Martin Kaymer Maximilian Kieffer Marcel Siem
Die Runden vor dem Wochenende in Frankreich liefen für die drei Deutschen gänzlich entgegen ihrer Vorstellungen. (Foto: Getty)

Mit der Open de France bietet sich den Profis auf der European Tour die letzte Gelegenheit, auf dem europäischen Festland noch Plätze im Teilnehmerfeld für die kommende Open Championship in drei Wochen zu ergattern. Die finalen Ergänzungen werden nämlich die Irish Open und die Scottish Open mit sich bringen, bei denen sich die Stars außerdem schon einmal für den Linksplatz im schottischen Carnoustie warm spielen können.

Den Open-Startplatz im Blick hat auf jeden Fall der Schwede Marcus Kinhult, der das Turnier nach 36 Loch in spektakulärer Manier anführt. Er ist nämlich der erste Spieler seit Beginn der betreffenden Aufzeichnungen im Jahr 2000, der mit vier Bogey in Folge in ein Turnier startete und dann nach 36 Löchern führte. Zu verdanken hat er dies einer phänomenalen 65, der bisher besten Runde des Turniers.



Ausruhen kann sich der 21-jährige European-Tour-Rookie, der sich im vergangenen Jahr von der Challenge Tour aus auf deren "große Schwester" gespielt hatte, auf seinen zwei Schlägen Vorsprung allerdings nicht, denn mit vier Schlägen unter Par liegt hinter ihm der Engländer Chris Wood auf der Lauer, dicht gefolgt vom Weltranglistenfünften Jon Rahm, der sich mit dem Waliser Bradley Dredge den dritten Platz teilt.

Auch im Golf: Frühes Aus für die Deutschen

Nicht nur in Russland, auch in Frankreich ist den deutschen Spielern das Glück nicht hold. Auch am zweiten Tag der Open de France zeigte der Ryder-Cup-Platz 2018 den dem deutschen Trio die Zähne. Als einziger aus dem Trio keine Sorgen um den Open-Startplatz machen muss sich Martin Kaymer, denn dieser hat seinen Platz im Feld bereits sicher. Nach seinem geteilten zweiten Platz bei der BMW International Open im heimischen Rheinland hätte er allerdings nur allzu gerne an seine Leistung im Gut Lärchenhof angeknüpft - immerhin will er sich mit guter Performance beim europäischen Ryder-Cup-Kapitän Thomas Björn (der selbst mit +16 das Wochenende weit verfehlte) als Captains Pick empfehlen, da hätte sich besonders ein gutes Ergebnis am entsprechenden Schauplatz für den Toren Paris als nützlich erwiesen.

Dies gelang dem Mettmanner allerdings ebenso wenig wie seinen Landsmännern Maximilian Kieffer und Marcel Siem. Kaymer lieferte mit einer 77 zum Auftakt und einer 76 in Runde zwei gar die schwächste deutsche Performance und verpasste mit elf Schlägen unter Par sang- und klanglos den Cut. Nur zwei Schläge besser kam Kieffer, der sich beim Heimspiel in Deutschland während der letzten Runde aus dem Kampf um den Sieg verabschiedet hatte, aber immerhin noch geteilter Zwölfter geworden war, ins Clubhaus. Somit ereilte ihn dasselbe Schicksal, während Siem trotz einer 77er Auftaktrunde zwar zunächst tapfer kämpfte, auf der Back Nine allerdings ein Bogey nach dem anderen fing und es letztendlich ebenfalls nicht ins Wochenende schaffte. Damit verbucht er bereits seinen fünften verpassten Cut in Folge auf der European Tour.

Aus deutschsprachiger Sicht als einziger Hoffnungsträger verbleibt damit der Österreicher Matthias Schwab. Mit seiner 72er Runde blieb der 23-Jährige knapp im Cut und wird sich an den kommenden beiden Tagen daran versuchen, das Feld von hinten aufzurollen.



Justin Thomas mit solidem Auftritt beim Gastspiel auf der European Tour

Der Weltranglistenzweite Justin Thomas ist für gewöhnlich in den Vereinigten Staaten auf der PGA Tour anzutreffen. Für die Open de France, ein durch die Rolex Series für europäische Verhältnisse sehr hoch dotiertes Turnier, zieht es ihn aber wie schon einige seiner Landsmänner zu einem Gastspiel auf der European Tour. Hier macht er bis dato eine gute Figur und hätte sich mit seinen drei Birdies nah an die Spitze gespielt, hätte er sich nicht am 17. Loch auf den letzten Metern seiner Runde noch ein Doppelbogey gefangen. So wurde es letztendlich die zweite 70er Runde in Folge. Als geteilter Fünfter ist er allerdings nach wie vor im Spiel, wenn es am Wochenende um den Sieg geht - unter anderem dank Momenten wie diesem:

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