Fairwayholz - Top 5 der Allzweckwaffen im langen Spiel
Aktuell. Unabhängig. Nah.

Fairwayholz – Top 5 der Allzweckwaffen im langen Spiel

Das Anforderungsprofil an ein aktuelles Fairwayholz ist riesig. Vom Tee, vom Fairway oder auch im kurzen Spiel - überall müssen diese Schläger performen.

Die besten fünf Schläger in der Kategorie: Fairwayholz. (Foto: TaylorMade, Titleist, Ping, Callaway, Ping und Mizuno)
Die besten fünf Schläger in der Kategorie: Fairwayholz. (Foto: TaylorMade, Titleist, Ping, Callaway, Ping und Mizuno)

Richtiges Holz findet man schon lange nicht mehr in einem modernen Fairwayholz. Trotzdem zollt man der technischen Entwicklung ihren Tribut und das Holz findet immer noch Einzug - wenn auch nur bei der Namensgebung.

Fairwayholz lediglich als kleiner Driver?

Nein! Das Einsatzgebiet verteilt sich über den ganzen Golfplatz. Longhitter greifen gerne zum Fairwayholz, um mehr Fairways vom Tee zu treffen. Bei anderen hingegen ist das der Transportschläger "Nummer 1". Kreative Kurzspielvirtuosen chippen bzw. putten auch Mal mit einem Holz übers Vorgrün.

Welches Fairwayholz in diesem Jahr besonders überzeugen konnte, können Sie sich in unserer Top 5 des Jahres 2018 durchlesen. Und vielleicht schlummert auch in Ihnen schon bald ein Meister mit dem Fairwayholz.

TaylorMade M3 und M4 Fairwayholz

Die meistgespielten Hölzer auf der PGA Tour stammen von TaylorMade. Da stellt man sich die Frage, woran es liegt. Neben den bezahlten Werbefiguren, die für TaylorMade am Start sind, vertrauen immer mehr Free Agents, also Golfer ohne Ausrüstervertrag, auf die Hölzer der Amerikaner.

Dies ist auch nicht sonderlich überraschend, denn TaylorMade hat mit Innovationen nicht gegeizt. Feedback von den Weltbesten wie Dustin Johnson, Tiger Woods, Jon Rahm, Justin Rose und Rory McIlroy wurden berücksichtigt, sodass man Performance auf Profi-Niveau erwarten kann.

Pro Contra
Zwei Modelle: Wie in der kompletten Serie bietet das M3-Modell weitere Anpassungsmöglichkeiten, die die Flugkurve beeinträchtigen. Das M4 Fairwayholz ist mehr auf Fehlerverzeihung ausgelegt. "Loch" in der Sohle: Schraubt man beim TaylorMade M3 Fairwayholz das Gewicht ganz in die Ecken, entsteht eine Lücke in der Sohle und der Bodenkontakt wird gestört.
Fluted Hosel: Im M4 Holz wurde das Hosel kleiner gebaut und es gab Einkerbungen an diesem, sodass Gewicht gespart wird. Dieses wird für bessere Fehlerverzeihung an anderer Stelle im Holz eingebaut.
Hoher Start, wenig Spin: Diese beiden Attribute sorgen für ordentlich Weite. Durch die Gewichtsverteilung, eine neue Schlagfläche und die Speed Pocket soll die Länge noch zusätzlich gefördert werden.



Titleist TS2 und TS3  Fairwayholz

Intern haben die Verantwortlichen die Abkürzung TS für das Titleist Speed Projekt verwendet. Die neuen Hölzer sind für eine Erhöhung der Geschwindigkeit konstruiert.

Die beiden neuen Hölzer treten in große Fußstapfen, da die Vorgängermodelle bereits für Furore gesorgt haben. Tour erprobt, voller Technologien und schneller sollen die neuen Hölzer sein.

Pro Contra
Active Recoil Channel: Hinter der Schlagfläche befindet sich der Active Recoil Channel, der größer im Vergleich zu den Vorgängermodellen wurde. Dadurch soll der Vorteil (Geschwindigkeit) noch größer ausfallen. Keine Zielhilfe: Auf der Krone ist zwar ein Pfeil, der auf die Mitte deutet, aber die klassischen Grooves, die den SweetSpot anzeigen, gibt es nicht.
Überall etwas abgezwackt: Titleist ist es gelungen, die Krone leichter, die Schlagfläche dünner und die Fehlerverzeihung größer zu konstruieren. All dies führt zu einer besseren Performance
Zwei Modelle: Das TS2 Modell bietet ein wenig Fehlerverzeihung als das TS3 Modell. Außerdem bietet das TS2 eine höher Flugkurve, dadurch kann jeder sich sein Lieblingsholz aussuchen.

Callaway Rogue Fairwayholz

Die erfolgreiche Technologie aus dem Epic Driver, fand dieses Jahr Anwendung im Holz. Zwei Titanstäbe verbinden die Sohle mit der Krone und bieten Stabilität. Deswegen kann sich die Schlagfläche weiter verformen, was zu mehr Geschwindigkeit führen soll.

Geschwindigkeit ist ein zentrales Thema bei diesem Holz. Um noch schneller zu werden, geht man am besten zu denen, die es besser wissen. Deswegen arbeitet Callaway mit dem Flugzeughersteller Boeing zusammen, um mit aerodynamischen Verbesserungen noch ein paar Prozente rauszuholen.

Pro Contra
Traxial-Carbon: Aus diesem Stoff ist die Krone gemacht. Da dieses Material weniger wiegt, als bei früheren Kronen, wird Gewicht eingespart. Dieses Gewicht wird an anderer Stelle für bessere Flugbedingungen verwendet. Höchster Preis: Das Holz hat zum Markteintritt rund 330€ gekostet, was für ein Holz schon sehr viel ist.
Sub-Zero-Variante: Der Schwerpunkt liegt weiter vorne, sodass weniger Spin entsteht. Golfer, die die nötige Geschwindigkeit schon mitbringen, können mit der Sub-Zero-Variante an Länge gewinnen.
Riesige Auswahl: Die verfügbaren Lofts reichen von 13,5° bis 25°, was schon einem Holz 11 entspräche.

Ping G400 Fairwayholz

Maraging Stahl - das hört sich schon irgendwie kraftvoll an. Dieser Stahl wird in der Schlagfläche benutzt, um die Geschwindigkeit zu verbessern. Die Schlagfläche soll sich besser und stärker verformen können und zusätzlich dünn sein, sodass die Bälle mit mehr Speed starten können.

Wer auf den Spuren vom Gefühlsspieler Bubba Watson sein möchte, liegt mit diesem Holz genau richtig. Je nach Anforderungsprofil des Platzes wirft Bubba immer Mal wieder dieses Holz in seine Tasche und packt dann unglaubliche Kurven aus.

Pro Contra
Flachstes Profil: Die Sohle ist extrem flach, was zunächst etwas ungewöhnlich ist. Liegt ein Ball mal nicht ganz so sauber auf der grünen Wiese, ist es deswegen für das Holz kein Problem, weil man einfach unter den Ball kommt. Turbulatoren stören optisch: Natürlich sind die Turbulatoren aus einem guten Grund auf der Krone - die Aerodynamik wird verbessert. Trotzdem fühlen sich manche davon gestört.
Drei Modelle: Neben dem Standard-Modell gibt es noch zwei weitere Hölzer. Das SFT Fairwayholz bietet bessere Toleranz gegenüber Fehlern, das Stretch-Modell ist eine Art "Mini-Driver" mit etwas größerem Kopf und weniger Loft. Ideal für Golfer, die damit den Driver ersetzen wollen.
Unterschiedliche Grooves: Von Holz zu Holz unterscheiden sich die Grooves, dass für die jeweiligen Loftzahlen optimale Spinverhältnisse ermöglicht werden können.



Mizuno GT180 und ST180 Fairwayholz

Lange Zeit wurden Hölzer von Mizuno nur belächelt. Bei den Eisen Top, in anderen Kategorien Flop war der gängige Gedankengang. Das dieses Vorurteil nicht mehr stimmt, zeigen die neuen Hölzer eindrucksvoll.

Um eine Technologie aus den Laufschuhen in einen Golfschläger zu übertragen braucht es viel Vorstellungskraft, trotzdem hat Mizuno genau das getan. In den Schuhen soll die wellenförmige Sohle den Aufprall des Schrittes dämpfen und dann mit Kraft wieder zurückgeben, wie eine Feder. Genau dieses Konzept, wenn auch leicht abgewandelt, gibt es auch in den Fairwayhölzern.

Pro Contra
Wave Technologie: Die Wellen liegen in der Sohle der Hölzer und fungieren ähnlich, wie bei den Laufschuhen. Trifft der Ball auf die Schlagfläche ziehen sich die Wellen zusammen und kommen mit Kraft wieder zurückgeschnellt - der Ball wird schneller. Sound: Noch nicht ganz gelungen soll der Sound sein, der immer Mal wieder bemängelt wurde. Trotzdem ist dies natürlich Ansichtssache und bei jedem unterschiedlich.
Zwei Modelle verfügbar: Das GT180 Fairwayholz setzt auf individuelle Anpassungsmöglichkeiten, während man mit dem ST180 mehr Fehlerverzeihung erhält.
Tiefes Blau auf der Krone: Entgegen dem einheitlichem Schwarz/Grau/Karbon-Look, das heutzutage fast alle Hölzer besitzen, stechen die Mizuno Schläger mit einem kräftigen, für Mizuno typischen, Blau heraus.


Werde jetzt Teil der besten Golf-Community Europas und profitiere von exklusiven Vorteilen, spannenden Events und aufregenden Aktionen in der Golf Post Community!
Noch keine Kommentare Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab