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Golf – ein teurer Sport? – Womit Einsteiger rechnen müssen

Equipment, Mitgliedschaftgebühr, etc. - da kommt schnell einiges zusammen. Doch es geht auch günstig, gerade für Einsteiger.

Wer mit dem Golfsport beginnen will, sollte sich über die Kosten im Klaren sein. (Foto: Getty)
Wer mit dem Golfsport beginnen will, sollte sich über die Kosten im Klaren sein. (Foto: Getty)


Für die Beantwortung der Frage kann es keine allgemeine Gültigkeit geben, da die Beurteilungskriterien zwischen Golfern und Nicht-Golfern stark abweichen. Zudem hat die Intensität, wie der Sport betrieben wird, mitunter einen starken Einfluss auf den Kostenfaktor.

Der klassische Golfer und die Alternativen

Um Golf als organisierten Sport (in einem Club und nicht Crossgolf oder ähnliches) spielen zu können, ist im Allgemeinen die Erlangung der Platzreife Voraussetzung. Hier schwanken die Preise je nach Umfang der verschiedenen Angebote erkennbar. Doch um neue Mitglieder gewinnen zu können, bieten Golfclubs oft Kompaktkurse im Bereich von 250-300 Euro an, wobei das Material zum Spielen zur Verfügung gestellt und somit erst später eine Investition in das Equipment notwendig wird.

Nach erfolgreichem Ablegen der Platzreifeprüfung in Theorie und Praxis stellt sich die Frage, wie es weiter geht. In den meisten Fällen wird eine klassische Mitgliedschaft in einem anerkannten Golfclub angestrebt. Gerade hier sind extreme Preisunterschiede auszumachen. Dies liegt zum Teil an den zunehmend differenzierten Mitgliedschaftsmodellen, die sich den unterschiedlichen Lebenssituationen anpassen und z.B. auf Auszubildende, Familien, Einsteiger oder Wenigspieler abzielen. Doch die Standardmitgliedschaft für ein Jahresspielrecht wird durchschnittlich bei ca. 1.500 Euro liegen. Für Einsteigertarife, die oft für das erste bzw. das zweite Jahr angeboten werden, können Rabatte zwischen 30-50 Prozent erzielt werden, sodass der Beitrag für den Start in die golferische Karriere durchaus im dreistelligen Bereich liegen kann. Ergänzend zu den Jahresbeiträgen erheben manche Clubs sogenannte Investitionsumlagen oder verlangen Aufnahmegebühren. Gerade in den elitäreren Clubs, die sich eine bestimmte Mitgliedsklientel wünschen, sind diese Kostenfaktoren Standard und können mitunter im fünfstelligen Bereich liegen.

Alternativen zur Club-Mitgliedschaft

Spätestens bei solchen Summen stellt sich die Frage nach weniger kostenintensiven Alternativen. Ein beliebtes Mittel ist der Abschluss einer Fernmitgliedschaft. Dabei werden in der Regel zwischen 100-200 Euro pro Jahr verlangt, um in einem meist sehr entfernt gelegenen Golfclub als aktives Mitglied geführt zu werden. Der Nachteil einer solchen Mitgliedsvariante liegt in der Tatsache, dass beim Bespielen der Golfplätze in der Region jeweils ein Greenfee bezahlt werden muss. Dennoch kann es für Wenigspieler ein interessantes Konstrukt sein, da tendenziell mehr unterschiedliche Plätze bespielt werden und dies bekanntlich ein reizvoller Aspekt des Golfspiels ist. Eine kostentechnisch ähnlich gelagerte Variante bietet sich in der Mitgliedschaft von freien Vereinigungen, wie z.B. der VcG. Die vor einigen Jahren in vielen klassischen Clubs noch merklich bestehenden Vorbehalte gegenüber solchen angeschlossenen Spielern sind nur noch selten zu beobachten. Im Gegenteil, mittlerweile sind sie gern gesehene Greenfee-Gäste.



Eine weitere preissensible Möglichkeit ist das Spielen auf öffentlichen Plätzen. Hier bedarf es sogar oft keiner Platzreife oder bestehender Golfplätze. Diese Option des einfachen Zugangs wird in Zukunft sicherlich weiter ausgebaut.

Das Equipment

Bezüglich des Materials sowie der Kleidung bestehen unter Nicht-Golfern sicherlich noch große Vorurteile bzw. falsche Vorstellungen, was für das Golfspiel investiert werden muss. Wer bezüglich seiner Ausrüstung Sparsamkeit groß schreibt, kann sich für unter 500 Euro komplett ausstatten. Und dies nicht zu Lasten einer fragwürdigen Qualität oder kurzen Lebensdauer. Auf der anderen Seite sind in der Skala nach oben, fast keine Grenzen gesetzt. Allein das jährlich neu erscheinende Driver-Modell seiner Lieblingsmarke schlägt locker mit 400-500 Euro zu Buche. Wer dann noch den neuesten modischen Trends folgt, liegt schnell im hohen dreistelligen Bereich. Ein weiterer Kostenfaktor, der schnell mit hohen Summen in Verbindung steht, sind Golfreisen. Dieser Aspekt ist allerdings auch sehr individuell und demnach nicht zu verallgemeinern.

Nicht billig, aber im Vergleich bezahlbar

Obwohl die Möglichkeiten Golf zu erlernen und zu spielen immer vielfältiger sowie günstiger werden, der Zugang sich deutlich erleichtert hat, ist Golf bezogen auf die absoluten Beträge eindeutig ein teurer Sport. Dies relativiert sich jedoch, wenn die große Zeit, mit der der Sport oft betrieben wird, einbezogen wird. Nicht wenige verbringen gefühlt Ihre gesamte Freizeit mit dem Schlagen nach dem kleinen, weißen Ball, so dass sich ein fiktiv errechneter Stundensatz nicht hinter den Kosten anderer Sportarten verstecken muss. Und dabei sind nicht zwingend Segeln, Reiten und Wintersport gemeint. Erweiternd zum Verständnis für die Aufwendungen im Golfsport sollten auch die Instandhaltungs- und Pflegebudgets der einzelnen Clubs nicht unerwähnt bleiben. Nicht selten fallen allein für das Greenkeeping mittlere sechsstellige Beträge an. Hinzu kommen Personal- und Energiekosten sowie meistens eine Pacht oder Abtragung für das Areal. Diese Umstände lassen erkennen, warum eine reguläre Jahresspielgebühr nicht im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich liegen kann.



Dennoch ist zu erkennen, wer Golf in Deutschland ausprobieren bzw. spielen möchte, kann dies für deutlich unter 1.000 Euro tun. Es muss nicht immer der neueste Schlägersatz sein und bei tendenziell geringer Spielintensität kann eine Fernmitgliedschaft oder eine freie Anbindung kostensparend sein. Allerdings ist dieser Kostenrahmen mit steigender Spielhäufigkeit nicht zu halten und eine reguläre Mitgliedschaft in einem klassischen Golfclub bleibt in der Regel unausweichlich.

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