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Hybrid und Rescue – der Kaufberater mit allen Informationen

Das Hybrid oder Rescue sind mittlerweile in fast jedem Golfbag zu finden. Sie helfen vor allen Dingen die längeren Eisen zu ersetzen. Ein Kaufratgeber. 

Hybrids und Rescues retten Ihnen in der einen oder anderen Spielsituation auf dem Golfplatz das Leben. (Foto: Mizuno/Titleist/Cleveland/Callaway/Ping)
Hybrids und Rescues retten Ihnen in der einen oder anderen Spielsituation auf dem Golfplatz das Leben. (Foto: Mizuno/Titleist/Cleveland/Callaway/Ping)

Wenn Sie "Hybrid" im Wörterbuch nachschlagen, werden Sie lesen: "Etwas, das aus der Kombination zweier verschiedener Dinge entsteht." Und, um die Überraschung vorweg zu nehmen, genau das ist ein Hybrid-Golfschläger: Eine Kombination aus Fairwayholz und langem Eisen.

Über Jahrzehnte hatten Golfer mit ihren Fairwayhölzern und langen Eisen zu kämpfen, beispielsweise beim Versuch das Grün aus tiefem Rough zu treffen oder den Ball nach einem weiten Schlag schnell auf dem Grün zum Stoppen zu bringen. Die Not ist die Mutter der Erfindung, also begannen die Hersteller mit der Einführung des Hybrids diese Nische zu füllen.

Mittlerweile liefern viele Firmen ihre Eisensätze vom Eisen 5 bis Pitching Wedge aus, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, die Lücke zwischen dem Eisen 5 und dem Fairwayholz mit ein, zwei oder mehr Hybriden zu füllen. Vom Aussehen und von der Leistungsfähigkeit können sich die vielen verschiedenen Hybrid-Schläger auf dem Markt signifikant unterscheiden, basierend auf dem Ziel-Golfer, für den sie gemacht sind

Im Folgenden finden Sie ausführliche Informationen, was ein Hybrid ist und wie man das richtige für sich findet.



Hybrid - Eine Erleichterung auf dem Platz

Die geläufigste Version eines Hybrids ist der "wood-style club", also ein Schläger, der am ehesten einem Holz ähnelt. Manchmal findet man diesen Schläger auch unter der Bezeichnung "Rescue", was auf das den Namen des ersten Modells dieser Art von TaylorMade im Jahre 2002 zurückzuführen ist.

Der lange, hohle Schlägerkopf macht es einfacher sich mit dem Hybrid aus schwierigen Lagen zu befreien, als mit etwa dem Fairwayholz oder dem langen Eisen. Durch die schmalere und kleinere Schlagfläche ist das Risiko kleiner, dass sich der Schläger im hohen Gras verkantet oder hängen bleibt. Deshalb produzieren Hybride einen besseren Kontakt zwischen Schläger und Ball in schwierigeren Lagen, als es ein konventionelles Fairwayholz oder langes Eisen könnte.

Ping i25 Hybrid

Generell bringen Hybriden durch das spezielle Schlägerkopf-Design weniger Spin auf den Ball als ein Fairwayholz, aber mehr Spin als ein langes Eisen. Das bedeutet konkret, dass Schläge ins Grün mit dem Hybrid eher stoppen, als das Äquivalent mit dem langen Eisen. Für Spieler mit durchschnittlichen Schwunggeschwindigkeiten bieten Hybriden im Endeffekt meist bessere Resultate als Eisen.

Das Design des Schlägerkopfes ist außerdem auf bestimmte Balllagen rund ums Grün ausgelegt. Wegen der höheren Fehlerverzeihbarkeit als bei einem Eisen sind Schläge aus dem Rough, Semi-Rough oder von den Mähkanten leichter zu kontrollieren und Richtung Loch zu bringen.



Loft

Weil Hybriden im Wesentlichen die langen Eisen ersetzen, orientieren sich die Loft-Zahlen in der Regel an den Loft-Zahlen der langen Eisen, die an ihrer Stelle im Bag waren.

Die meisten Hybriden haben Loft-Zahlen zwischen 18 und 27 Grad, manche werden sogar mit noch höheren Loft-Werten hergestellt, um die mittleren Eisen zu ersetzen zu können.

Es ist wichtig zu wissen, dass zum Beispiel ein 21 Grad Hybrid nicht die gleiche Schlaglänge produziert wie ein 21 Grad Fairwayholz oder ein langes 21 Grad Eisen. Allerdings liegen Hybriden durch die Größe und Bauart des Schlägerkopfes, sowie die Länge des Schaftes, meist eher im Weitenbereich des langen Eisens, als des Fairwayholzes.

Schaft





Ein anderer wichtiger Einfluss auf die Schlagweite sind Länge und Art des Schaftes. Die Mehrheit der Hybriden wird mit einem Graphitschaft ausgeliefert, um Gewicht zu reduzieren und Weite zu ermöglichen.

Eines der Geheimnisse dieses "utility club" ist die Schaftlänge. Im Gegensatz zum Fairwayholz ist das Hybrid kürzer, ähnelt in seiner Länge viel eher einem langen Eisen. Normalerweise sind Hybriden ungefähr vier bis sieben Zentimeter kürzer als Fairwayhölzer mit dem gleichen Loft.

Der Grund für diesen Längenunterschied liegt auf der Hand: Je kürzer der Schläger, desto mehr Kontrolle liefert er über den Schlag.

Einstellbarkeit

Wie Driver und Fairwayhölzer bieten heutzutage auch einige Hybriden die Möglichkeit, bestimmte Einstellungen direkt am Schläger zu verändern. Meistens handelt es sich dabei um die Variierbarkeit des Lofts, mit einer Spannweite von etwa drei bis fünf Grad, um die gewünschte Distanz oder Flugbahn ermöglichen zu können.

Wilson FG Tour M3 Hybrid

Manche Schläger ermöglichen desweiteren die Schlagflächenneigung zu verändern, um die Möglichkeit zu eröffnen das Schlägerblatt beim Ansprechen geöffnet, neutral oder geschlossen an den Ball zu stellen. Mittlerweile gibt es auch Varianten, bei denen man das Gewicht im Schlägerkopf verändern kann, um das "Centre of Gravity" des Schlägers, und damit im Endeffekt den Spin, zu beeinflussen.

Driving Iron

Die Idee hinter dem Driving-, oder auch Utility-, Iron, ist selbsterklärend: Es ist ein Eisen, das primär beim Abschlag zum Gebrauch kommt. Es produziert einen flachen Ballflug mit wenig Spin, der speziell zum Spiel von Golfern im niedrigen Handicapbereich oder Tour-Spielern passt.

Titleist 712U

Design

Ein Driving Iron ist typischerweise eine größere, fehlerverzeihendere Version eines langen Eisens. Es gibt Driving Irons sowohl im Cavity Back Design, wie auch Konstruktionen mit hohlen Schlägerköpfen. Die Form des Schlägerkopfes und dessen Bauart machen einen nur wenig spinnenden Ball möglich, wodurch die Schlagweite größer wird als bei einem normalen Eisen. Durch den flacheren Abflugwinkel wird der Ball länger ausrollen und präziser die Richtung halten als bei einem "wood-style" Hybrid.

Aus diesem Grund eignen sich Driving Irons vor allem auf harten Links-Plätzen oder kürzeren, engen Golfplätzen, bei denen der Fokus auf Präzision vom Tee liegt, und nicht ausschließlich auf Weite. Um den Ball weich ins Grün zu spielen und schnell zu stoppen, eignen sich diese Schläger nicht.

Loft

Die meisten Driving Irons haben eine Loft-Spanne von etwa 16 bis 22 Grad, womit sie im Bereich der traditionellen Eisen 1, 2 oder 3 liegen. Mittlerweile sind auch die ersten Driving Irons als Eisen-4- oder Eisen-5-Modell erschienen.

Schaft

Im Gegensatz zu den Hybriden wird der größte Teil der Driving Irons mit Stahlschaft und Standard-Flex fabriziert. Das liegt daran, dass Stahl durch seine Materialeigenschaften weniger Flex und damit weniger Streuung zulässt. Die härteren, steiferen Eigenschaften von Stahl erfordern auf der anderen Seite ein gewisses Level an Schwunggeschwindigkeit, bieten dafür aber größere Präzision.

Hybrid oder Driving Iron?

Da die modernen Driver und Fairwayhölzer immer besser werden, während sich bei den Eisen oft auf Konstanz und Fehlerverzeihbarkeit konzentriert wird, entsteht bei vielen Spielern eine Lücke zwischen den Schlägern. Wie also diese Lücke füllen, brauchen Sie ein Driving Iron oder ein Hybrid?


Letztenendes kommt es darauf an, wo und wann Sie den Schläger zu nutzen gedenken.

Wollen Sie einen Schläger, mit dem Sie in erster Linie vom Abschlag spielen wollen und sich dabei wohlfühlen, den Ball etwas flacher, dafür aber präziser zu schlagen, werden Sie mit einem Driving Iron gut bedient sein. Spieler mit einer hohen Schwunggeschwindigkeit könnten auch bei langen Schlägen ins Grün zum Driving Iron greifen, da sie genug Geschwindigkeit auf den Ball kriegen, um ihn auf dem Grün zu stoppen.

Wenn Sie nach einem Schläger suchen, der leichter zu handhaben ist als ein langes Eisen und der benutzt werden kann um auf das Grün zu kommen und in bestimmten Situation um das Grün herum hilfreich ist, dann sind Sie mit einem Hybrid besser beraten.

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