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Golf in USA wächst: Vor allem dank TopGolf und am Golfsimulator

Sergio Garcias Anstoß, Days Schlappe, John Dalys Show sowie andere tolle Schüsse. Dazu Rory McIlroys Schrein und „vergolfte“ Puffer. Die Back Nine.

So kann ein Golfsimulator aussehen. Dieser steht in England. (Foto: Getty)
So kann ein Golfsimulator aussehen. Dieser steht in England. (Foto: Getty)

Die schlechte Nachricht zuerst: In den USA spielen nur noch 23,8 Millionen Menschen regelmäßig Golf, 1,2 Prozent weniger als noch 2015.

So steht es im Jahresbericht 2016 der „National Golf Foundation“ (NGF), die als Marktforschungs- und Consulting-Unternehmen eine Auge auf die Golf-Entwicklung in Amerika hat. Das ist kein schönes Ergebnis, trotz der statistischen Fehlerquote von plus-minus 900.000 Golfern.

Also hat die NGF ihr Erhebungsspektrum erweitert, um wenigstens irgendwo was Positives zu finden und zog neben der „Green-Grass“-Sparte erstmals die „Off-Course“-Beteiligung in ihre Untersuchung ein, also die Aktivitäten auf der Range und am Simulator.

Und schon klingen die Zahlen viel rosiger: Demnach gab‘s 2016 in den USA 2,5 Millionen Anfänger, 14 Prozent mehr als im Vorjahr und noch nie so viele, seit Tiger Woods angeblich den Golf-Boom schürte. Gestiegen ist damit auch die Zahl derer, die Golf als bevorzugtes Hobby ansehen oder zumindest zu ihren wichtigen Freizeitbeschäftigung zählen, auf 11,3 Millionen nämlich.



Insgesamt notierte die NGF 20 Millionen „Off-Course“-Golfer und führt das vor allem auf die neue Generation von Ranges zurück, wie sie mit hohem Unterhaltungswert vor allem von TopGolf betrieben werden. 8,2 Millionen dieser „Off-Course“-Golfer freilich haben noch nie ein echtes Fairway betreten. So hübscht man Statistiken auf…

Garcia schießt spanischen „Clasico“ an

Ehren-„Kicker“: Masters-Champion Sergio Garcia hat gestern – natürlich im „Green Jacket“ – den zeremoniellen Anstoß beim spanischen „Clasico“, dem Fußball-Gipfeltreffen zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, übernommen.

Das war dem Real-Fan von Club-Präsident Florentino Perez versprochen worden, sobald Garcia sein erstes Major gewinnt. Außerdem erhielt der 37-Jährige die lebenslange Ehrenmitgliedschaft bei den königlichen Madrilenen. „Barca“ gewann im Bernabéu-Stadion mit 3:2.



18-Jähriger lässt Jason Day kurz

Ausgedrived: Da kommst man als Weltranglistendritter und ausgewiesener Longhitter zu einer Golf-Clinic für den Nachwuchs in den Sage Valley Golf Club nach South Carolina und wird von einem 18-jährigen Schlaks in kurzen Hosen beim Long-Drive-Wettbewerb geschlagen. Nun, immerhin war es der amtierende US-Junior-Amateur-Champion Min Woo Lee, der da Jason Day kurz ließ. Kommentar des Australiers: „Du hast mich geknackt!“


John Daly: Drive von der Bierdose

John Daly wie nur John Daly ist: In Myrtle Beach/South Carolina beweist „The Wild Thing“ sich mal wieder als schräger Vogel und Unikum. Barfuss und mit Zigarette im Mund feuert Daly einen Ball von einer Bierdose ab und schafft es dann noch, den Doseninhalt vor dem restlosen Auslaufen ins Gras zu bewahren…





„Rorys Room“ im Heimatclub von McIlroy

Schrein: Der Holywood Golf Club nahe Belfast, wo der frisch verheiratete Rory McIlroy das Golfspielen erlernte, hat zu Ehren seines berühmten Mitglieds eine „Andenken-Ecke“ eingerichtet. In „Rorys Room“ werden Trophäen, Plaketten, Schläger oder etwa sein Ryder-Cup-Bag aus der bisherigen, so erfolgreichen Karriere des Nordiren gezeigt.

Birdie als Schlagverlust

Bad Bounce: Bei der United Leasing & Finance Championship auf der Web.com-Tour trifft Jimmy Gunn mit seinem zweiten Schlag per Wedge den Flaggenstock auf dem zwölften Grün des Victoria National GC in Evansville/Indiana, der Ball fällt zum Eagle ins Loch – und springt wieder heraus. Da wird das Birdie zum Schlagverlust…

Mit fast 100 eine 85er Runde

Spätes Glück: Im Marin Country Club von Novato/Kalifornien hat der 99-jährige C.D. Madsen nach 58 Jahren als Club-Mitglied vergangene Woche sein erstes Ass erzielt. Auf der knapp 99 Meter langen Par-3-16 nahm Madsen dafür ein Eisen 6. Noch bemerkenswerter aber ist: Der Fast-100-Jährige spielte an diesem Tag eine 85er Runde.

Golfball-Spuren in Kartoffel-Rösti

Fremdkörper: Der US-Lebensmittelkonzern McCain Foods hat am Freitag eine Rückrufaktion für zwei Sorten tiefgefrorener Kartoffel-Rösti gestartet – weil die amerikanische Puffer-Variante Spuren von Golfball-Materialien enthalten könnte. Wie die Ballreste ins Essen gekommen sind, ist unklar. McCain gab an, die Kunststoff-Fragmente könnten beim Ernten der Kartoffeln mit eingesammelt worden sein.

231 Meter mit dem Minigolf-Putter

Zum Schluss: Justin Thomas greift für „Golf Digest“ am Abschlag zu verschiedenen Schlaggeräten. Sogar mit einem Kinder-Holz bringt es der Longhitter und dreifache Saisonsieger auf 225 Meter. Imponierend sind auch die Zahlen fürs Tennisracket oder den Spaten. Und dann greift Thomas zum Minigolf-Putter. Das Ergebnis nach einem sehenswert perfekten Schwung: 231 Meter, Wahnsinn!

 

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