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Golfbag: So kriegen Sie Ihre Schläger am besten über die Runde

Das Golfbag bietet weit mehr als nur den Schlägern während der Runde eine Heimat. Welche Bag-Arten es gibt und welche Entscheidungen beim Kauf zu treffen sind.

Golfbag Geschichte Tragebag Trolley Reisecover
Das passende Golfbag ist wichtig, um entspannt über die Runde zu kommen. (Foto: Getty)

Im Gegensatz zu den Profis haben Amateure meist keinen Caddie, der das Bag für sie trägt, aber ein Trolley oder Golfcart kann den Transport des Equipments über die Runde erleichtern. Dabei beherbergt das Golfbag oft weit mehr als nur den Schlägersatz - Scorekarte, Bälle, Tees, Verpflegung und noch einiges mehr wollen verstaut werden. Dabei waren die Anfänge des Golfbags recht spartanisch.

Geschichte und Entwicklung des Golfbag

Die Wurzeln des Golfspiels gehen zurück bis ins Schottland des 15. Jahrhunderts. Das Grundprinzip des Spiels war es zu diesen Zeiten noch, mit einem Stock oder Schläger Kieselsteine durch die Dünen zu befördern. Damals wurden die Schläger noch mit Kordel zusammengebunden, um von den Spielern getragen werden zu können. Lange war das Spielen ohne Golfbag gängige Praxis - die ersten Taschen zum Schlägertransport kamen erst Ende des 19. Jahrhunderts in Mode.

Die ersten Golfbags bestanden aus Segeltuch, waren an den Enden mit Metall verstärkt. Die Öffnung für die Schläger war mit einem Durchmesser von nicht einmal zwölf Zentimeter - etwa so groß wie die eines heutigen Pencilbags. Nach dem zweiten Weltkrieg begann sich das Spiel über neun Löcher zu etablieren, das mehr Schläger erforderte als die ursprüngliche Variante. Da mehr Schläger freilich auch mehr Gewicht mit sich brachten, mussten die Bags aber nicht nur größer, sondern auch leichter werden. Das bis dahin populär gewordene Leder wich also gewichtsärmeren Materialien wie Nylon oder Plastik.

Mit der Entwicklung des Golfcarts in den 1950er Jahren veränderte sich auch die Beschaffenheit der Golfbags. Zum einen gab es bald Cartbags, die speziell für den Schlägertransport mittels eines Carts vorgesehen waren, zum anderen wurden für den Fall, dass doch mal kein Cart zur Verfügung stand, die Tragebags entscheidend weiterentwickelt - sie wurden mit Tragevorrichtungen und Standfüßen versehen, wie sie auch heutige Tragebags noch besitzen.




Die Gretchenfrage: Tragen, fahren oder ziehen?

Für welche Runde ist welches Golfbag günstig? Bis heute ist die Frage nach der Art des Schlägertransports eine, die entscheidend für die Auswahl des Golfbags ist. Wer am liebsten mit einem Golfcart auf die Runde geht, sollte sich ein entsprechendes Cartbag zulegen, alle anderen müssen sich entscheiden, ob sie ihr Bag lieber tragen oder ziehen wollen.

Wer nicht gerne sein Golfbag über 18 Löcher mit sich herumträgt, dem bieten Trolleys eine bequeme Alternative. Die meisten Modelle lassen sich leicht verstauen und am Golfplatz angekommen schnell auseinander falten. Auf Rollen lässt sich das Golfbag wesentlich leichter transportieren, allerdings sollte hier auf die Etikette geachtet werden - so führt zum Beispiel am längeren Weg, um das Grün zu umgehen, kein Weg vorbei und im Winter ist der Gebrauch von Trolleys oft verboten. Wer es noch bequemer haben will als mit dem manuellen Trolley, der greift auf den Elektro-Trolley zurück. Für die Verwendung mit dem Trolley empfiehlt sich ebenfalls ein Cartbag.

Tourbag, Pencilbag - verschiedene Golfbag-Variationen

Allerdings beschränkt sich die Auswahl beim Bag-Kauf nicht auf Cartbag und Tragebag (oder auch Carrybag). So gibt es neben dem gewöhnlichen Carrybag auch noch das geräumigere Tourbag, das bei den Profis vom Caddie getragen wird. Die meisten Amateure empfinden es als zu groß und zu schwer, einige aber präferieren es wegen des zusätzlichen Stauraums. Im Gegensatz zu anderen Carrybags besitzen Tourbags nur einen breiten Trageriemen und sind häufig nicht mit Trolleys kompatibel.

Das genaue Gegenteil vom großen Tourbag ist das besonders kleine Pencilbag. Darin finden nicht so viele Schläger Platz wie in einem durchschnittlichen Carrybag, aber für ein paar Löcher zwischendurch oder eine Golfreise ist es genau deshalb ideal - für Flugreisen sollte allerdings zusätzlich ein Travelcover angeschafft werden, damit dem Equipment auch ganz sicher nichts passiert.



Ein oft genutztes Zwischending in Sachen Größe und Komfort ist das gewöhnliche Standbag. Auch hierbei handelt es sich um ein Carrybag, allerdings besitzt es Füße, die dafür sorgen, dass das Bag nicht auf dem Boden abgelegt werden muss, sondern so aufgestellt werden kann, dass auch das Entnehmen der Schläger bequem möglich ist. Egal aber, ob es letztlich ein Standbag, Pencilbag, Tourbag oder Cartbag wird - wichtig ist vor allem, dass es den eigenen Bedürfnissen während der Runde gerecht wird.

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