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Golfplatz im Nirgendwo: Und der Staat „stiftet“ den Airport

Els darf ums „Green Jacket“ spielen, Angela „trifft“ Sergio, ein „Wunderball“ ist abgestürzt. Die Weihnachtsausgabe der Back Nine.

Der Staat spendet den Airport zum Golfplatz im Nirgendwo.
Der Staat spendet den Airport zum Golfplatz im Nirgendwo.

Der Steuerzahler als Golf-Sponsor: Mike Keiser ist Golfplatz-Unternehmer und Visionär, lässt gern an entlegenen Orten großartige Kurse aus der Feder besonderer Designer entstehen. Bandon Dunes in Oregon ist so ein grandioses Ensemble, David McLay Kidd, Tom Doak sowie Ben Crenshaw und Bill Coore „verewigten“ sich hier, das Resort brachte den amerikanischen Nordwesten auf die Golflandkarte, lange bevor Chambers Bay diese Ecke durch die US Open 2015 in den Fokus rückte.

Mit dem Sand Valley Resort im Nirgendwo von Wisconsin hat Keiser jetzt ein weiteres Juwel realisiert, auch hier war das kongeniale Duo Coore/Crenshaw am Werk. Die Abgeschiedenheit der Plätze ist dabei durchaus bewusst gewählt, das Land dürfte günstig sein und die lokalen Behörden gewiss erfreut über eine golftouristische Aufwertung ihrer „Terra Incognita“. Keiser hat daraus ein Motto gemacht: „Build it and they will come!“ Der Platz muss nur richtig gut und spektakulär genug sein, dann ist es egal, wo er liegt, die Leute werden ihn spielen wollen. Und zur Not hilft der smarte Unternehmer etwas nach, damit die Anreise nicht allzu umständlich ausfällt.

In Wisconsin jedenfalls hat das von den Republikanern kontrollierte Finanzkomitee überraschend vier Millionen Dollar für den Ausbau des örtlichen Flughafens Alexander Field genehmigt, obwohl dieser Posten im ursprünglichen Budget von Senator Scott Walker nicht vorgesehen war. Wie „AP“ notierte, gab es zuvor eine 25.000-Dollar-Spende von Keiser an die konservative Partei des Bundesstaats, nachdem zuvor seit 2012 bereits 40.000 Dollar gestiftet worden waren. Kleiner Einsatz, große Wirkung – und ein Schelm, wer böses dabei denkt. Auch wenn natürlich alle Seiten versichern, es sei kein Keiser- sondern ein Sand-Valley-Airport. Andererseits: Wer von uns wünscht sich nicht ein golffreundliches Gemeinwesen...

Masters als Weihnachtsgeschenk für Els

Merry Christmas: Ein Geschenk ganz besonderer Art lag beim vierfachen Majorsieger Ernie Els unterm Tannenbaum. Der 48-jährige Südafrikaner wurde vom Augusta National Golf Club zum Masters 2018 eingeladen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn mit Els‘ 23. Start in Georgia vergangenes Jahr ist das fünfjährige „Freispiel“ für den British-Open-Sieg 2012 ausgelaufen. Per Twitter bedankte sich „The Big Easy“ denn auch für ein großartiges Weihnachtsgeschenk:


Ehepaar Garcia glänzt als Football-Team

Eingespieltes Duo: Was für ein Jahr für Sergio Garcia und Angela Akins! Master-Sieg, Heirat, Schwangerschaft – mehr geht kaum. Vor Weihnachten bewies das Paar im Mercedes-Benz Superdome zu New Orleans auch beim American Football seine Harmonie. Nach dem Spiel der heimischen Saints gegen die New York Jets betätigte sich Akins auf dem Rasen als Passgeberin für „Receiver“ Garcia. Die werdende Mutter ist allerdings erblich vorbelastet, denn ihr Vater Marty Akins war ein erfolgreicher College-Quarterback.


Ein Logo für die Party-16

Signet: Die 16 im TPC Scottsdale ist längst ein Symbol für überbordende Stimmung auf dem Golfplatz, alljährlich geht während der Waste Management Phoenix Open auf dem Par 3 mit seinen Tribünen von Abschlag bis Grün die Post ab. Da verwundert es fast, dass das Party-Loch erst jetzt sein eigenes Logo bekommen hat. Es zeigt schlicht die von stilisierten Rängen umrahmte Nummer 16, die nun laut „Golf Digest“ das erste Golfloch mit eigenem Markenzeichen ist.

European Senior Tour mit Titelsponsor

Neue Wege: Das Titelsponsoring hält Einzug im Golfsport, und es geht natürlich nicht um die von je her lukrativ verkauften Turniernamen, sondern um eine ganze Liga. Die European Senior Tour heißt ab 2018 Staysure Tour, der Vertrag mit Großbritanniens führendem Reiseversicherer wurde auf zehn Jahre abgeschlossen. Gleichzeitig erhält der Ü50-Circuit mit der Staysure PGA Seniors Championship u. a. ein neues Flaggschiff-Turnier, dessen Dotierung bei rund 450.000 Euro liegt.

Trump als Sportpersönlichkeit 2017

Fragwürdige Ehrung: Es klingt fast wie ein schlechter Scherz zum Jahresende, aber das „Sports Business Journal“ (SBJ) hat US-Präsident Donald Trump tatsächlich zur einflussreichsten Sportpersönlichkeit 2017 ernannt. Die Begründung liest sich entsprechend krude: „The Donald habe mit seiner „wütenden und lauten Rhetorik so viel Einfluss auf das Sportgeschehen genommen wie niemand anderes in diesem Jahr“. Na dann... SBJ gehört übrigens zum amerikanischen Medienunternehmen „Advance Publications“ (New York) der Familie Newhouse, das zu den fünfzig größten privat geführten Unternehmen in den USA zählt. Kein Kommentar.

Fünf auf einen Streich

Lochspiel: Ans tapfere Schneiderlein der Gebrüder Grimm, das bekanntlich „Siebene auf einen Streich“ erledigt hat, kommt Joshua Kelley von „holein1trickshots“ zwar nicht heran. Aber fünf Bälle mit einem Putt zu versenken, ist wahrlich auch nicht schlecht. Was angesichts solcher „Zauberschläge“ immer wieder bleibt, ist die Frage nach der Anzahl der Versuche bis zum gewünschten Ergebnis…

 

Tag friends that 5 putt👇🏼 #TeamHiTS @holein1trickshots

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Wunderball hat ausgeflogen

Abgestürzt: 1977 brachte die Firma Polara Golf in den USA den „sich selbst korrigierenden Golfball“ auf den Markt, es war damals eine kleine Sensation. Die Kugel flog durch eine spezielle Gestaltung der Dimples angeblich besonders geradeaus und sollte Hooks wie Slices zu 75 Prozent eliminieren. Natürlich wurde das „Wunderding“ von den Golf-Instanzen umgehend für illegal erklärt. Dennoch erfreute sich der „Ultimate Straight XS“ – wenig überraschend – bei Amateuren größter Beliebtheit. Als 2010 nach einem Besitzerwechsel die Produktion wieder aufgenommen wurde (knapp 30 Euro fürs Dutzend), bracht die Webseite unter dem Ansturm der Interessenten zusammen. Jetzt hat sich‘s „straight“ ausgeflogen: Das Mutterunternehmen Aero-X-Golf meldete in Virginia Konkurs an.

Wenn der Trickshot zum „Beer Pong“ wird

Zum Schluss: Ziemlich cool, was die beiden hier auf der Range inszenieren, wenn er aus ihrem Trickshot-Versuch einen „Beer Pong“ mit Golfball macht und sich auf seinen Erfolg in extrem lässiger Weise einen tiefen Schluck gönnt. In diesem Sinne: Kommen Sie gut ins neue Jahr!

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Michael F. Basche
Michael F. Basche - Freier Autor für Golf Post

Als Journalist, Golfbetriebsmanager und notorischer Zu-Kurz-Putter ist Michael F. Basche auf vielfache Weise dem Golf verfallen. Nach Jahren als Tageszeitungs-Sportredakteur und im PR- und Marketinggeschäft berät er heute u. a. Golfclubs in Fragen der Corporate Identity. Und widmet sich schreibend den vielfältigen Facetten des Großartigsten aller Spiele.
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