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Golfregeln: Die gelbe Gefahr – Das frontale Wasserhindernis

Wer die Regeln in einem frontalen Wasserhindernis nicht kennt, fängt sich schnell zusätzliche Strafschläge ein. So verhindern Sie es!

Frontale Wasserhindernisse sind durch gelbe Markierungen gekennzeichnet. (Foto: Getty)
Frontale Wasserhindernisse sind durch gelbe Markierungen gekennzeichnet. (Foto: Getty)


Golfregeln: Frontales Wasserhindernis

Frontale Wasserhindernisse sind auf dem Golfplatz durch gelbe Pfosten oder gelbe Linien markiert. Wie in allen Hindernissen, gelten auch in frontalen Wasserhindernissen besondere Regeln, die zum Tragen kommen, sobald der Ball im Hindernis zur Ruhe gekommen ist. Es gibt drei Optionen nach einem Schlag in ein frontales Wasserhindernis fortzufahren.

Nur eine davon ist straffrei. Diese lässt sich jedoch nur umsetzen, wenn der Ball zwar die Grenze des Hindernisses überquert hat, aber nicht im Wasser liegt (oder in sehr niedrigem Wasser). Dann kann der Ball gespielt werden wie er liegt. Dabei ist zu beachten, dass man den Schläger weder im Hindernis aufsetzen darf, noch Probeschwünge mit Bodenkontakt machen darf. Eine Nichtbeachtung dieser Regel hat zwei Strafschläge zur Folge (Beim Ausführen des eigentlichen Schlages darf der Schläger natürlich den Boden berühren). Auch das Entfernen von losen, hinderlichen Naturstoffen (Blätter, Äste, etc.) wird mit zwei Strafschlägen geahndet.

Strafschläge durch Bälle im frontalen Wasserhindernis

Ist der Ball im Wasser gelandet, verbleiben zwei Möglichkeiten, die jedoch beide einen zusätzlichen Strafschlag bedeuten. Man kann sich einerseits den Kreuzungspunkt von Ball und Hindernis suchen und auf der Verlängerung der Linie des Punktes zur Fahne nach hinten gehen. Auf dieser Linie lässt man den Ball dann an einer geeigneten Stelle fallen und spielt von da aus weiter. Die andere Variante ist der Schlag- und Distanzverlust. Das heißt, man geht an jene Stelle zurück, von der aus man den Ball ins Wasser geschlagen hat und versucht sein Glück erneut.


Offizieller Regeltext 13-4: Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen

Sofern nicht in den Regeln vorgesehen, darf der Spieler, bevor er einen Schlag nach einem Ball macht, der in einem Hindernis ist (gleich ob Bunker oder Wasserhindernis) oder der in einem Hindernis aufgenommen wurde und darin fallen gelassen oder hingelegt werden darf, nicht die Beschaffenheit des Hindernisses oder eines gleichartigen Hindernisses prüfen, den Boden im Hindernis oder Wasser im Wasserhindernis mit seiner Hand oder einem Schläger berühren oder einen losen hinderlichen Naturstoff berühren oder bewegen, der im Hindernis liegt oder es berührt.



Erläuterungen zum offiziellen Regeltext des DGV

Ist ein Wasserhindernis mit gelben Pfählen oder Linien gekennzeichnet, so handelt es sich um ein „normales" (umgangssprachlich „frontales") Wasserhindernis. Neben der Möglichkeit, den Ball zu spielen wie er liegt, hat der Spieler noch zwei Optionen aus den Regeln 26-1a und 26-1b, sein Spiel fortzusetzen.

Silas Wagner - Golf Post Regelexperte

Silas Wagner begann mit 15 Jahren im Familienurlaub mit dem Golfsport. Sofort war er Feuer und Flamme und verbrachte fortan seine Freizeit auf dem Golfplatz. 2001 begann Silas Wagner seine Ausbildung zum PGA Teaching Professional im Golf & Country Club Hohwachter Bucht, die er drei Jahre später abschloss. Seit 2012 ist der 35-Jährige Pro im Golfclub Sieben-Berge Rheden. Auf Golf Post und YouTube erklärt Silas Wagner die Regeln des Golfspiels und berichtet von seinen Golfreisen.

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