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Bewegliche und unbewegliche Hemmnisse – Droppen oder zurücklegen?

Regel 24 gehört zu den unübersichtlichsten. Hemmnisse stellen viele Golfer vor Probleme. Was Sie dürfen und was nicht, erklärt Silas Wagner.

Bunkerharken gehören zu den beweglichen Hemmnissen. (Foto: Golf Post)
Bunkerharken gehören zu den beweglichen Hemmnissen. (Foto: Golf Post)


Golfregeln: Regel 24 - Hemmnisse

Regel 24 gehört wohl zu denjenigen Statuten im Golfspiel, die am meisten Unsicherheit auslösen. Nicht nur, dass in bewegliche und unbewegliche Hemmnisse unterschieden wird, es gelten auch noch unterschiedliche Regeln für beide. Hinzu kommt, dass je nach Fall gedropt oder zurückgelegt werden muss. Haben Sie den Durchblick? Wie unterscheidet man überhaupt bewegliche und unbewegliche Hemnisse? Laut den Golfregeln ist ein Hemmnis "ein bewegliches Hemmnis, wenn es ohne übermäßige Anstrengung, ohne unangemessene Verzögerung des Spiels und ohne etwas zu beschädigen bewegt werden kann. Anderenfalls ist es ein unbewegliches Hemmnis."

Bewegliche Hemmnisse

Bewegliche Hemmnisse können zum Beispiel Bunkerharken oder Wegmarkierungen sein. Grundsätzlich gilt, dass Sie straflose Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen, wenn ihr Spiel von einem beweglichen Hemmnis behindert wird. Dabei müssen Sie unterscheiden, ob ihr Ball auf oder in einem beweglichen Hemnis liegt oder nicht. Sollte ihr Ball beispielsweise an einer Bunkerharke liegen, dürfen Sie diese entfernen. Bewegt sich dabei Ihr Ball, müssen Sie ihn zurücklegen - am besten markieren Sie ihn also vorher.

Hat ihr Ball keinen Kontakt zur Spielfläche, liegt als auf oder in einem beweglichen Hemmnis, dürfen Sie den Ball aufheben. Entfernen Sie anschließend das bewegliche Hemmnis und droppen Sie den Ball so nah wie möglich an der Stelle, an der er zuvor lag (auf dem Grün zurücklegen!). Erhalten Sie eine straflose Erleichterung aufgrund eines beweglichen Hemmnisses, dürfen Sie Ihren Ball reinigen.

Unbewegliche Hemmnisse

Straffreie Erleichterung erhalten Sie auch, wenn ihr Ball auf oder in einem unbeweglichen Hemmnis liegt, Ihre Standposition oder der Raum Ihres beabsichtigten Schwungs durch das unbewegliche Hemmnis beeinträchtigt werden. Um den nötigen Abstand zum unbeweglichen Hemmnis zu prüfen, der nötig ist, um den Raum des beabsichtigten Schwungs zu ermitteln, müssen Probeschläge mit dem Schläger ausgeführt werden, mit dem dann auch der eigentliche Schlag ausgeführt werden soll (wollen Sie mit einem Wedge schlagen, ist der Abstand zum Hemmnis logischerweise kleiner als mit einem Holz). Wasserhindernisse sind von der straffreien Erleichterung ausgenommen, auch wenn sie durch ein Hemmnis zusätzlich gestört sind.
Alle weiteren Regeln zum unbeweglichen Hemmnis erklärt Ihnen Silas Wagner im Video.



Silas Wagner - Golf Post Regelexperte

Silas Wagner begann mit 15 Jahren im Familienurlaub mit dem Golfsport. Sofort war er Feuer und Flamme und verbrachte fortan seine Freizeit auf dem Golfplatz. 2001 begann Silas Wagner seine Ausbildung zum PGA Teaching Professional im Golf & Country Club Hohwachter Bucht, die er drei Jahre später abschloss. Seit 2012 ist der 35-Jährige Pro im Golfclub Sieben-Berge Rheden. Auf Golf Post und YouTube erklärt Silas Wagner die Regeln des Golfspiels und berichtet von seinen Golfreisen.

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