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Trainingstipp mit Frank: Der lange Bunkerschlag

Ist der Bunker lang, muss der Ball weit fliegen. Doch wie dosiert man den Bunkerschlag am besten? Frank Adamowicz weiß, wie's geht.

Macht man einen Bunkerschlag, kann man die Länge gut durch den Treffmoment bestimmen. (Foto: Screenshot)
Macht man einen Bunkerschlag, kann man die Länge gut durch den Treffmoment bestimmen. (Foto: Screenshot)


So gelingt der lange Bunkerschlag

Eine Situation, die man häufig antrifft: Der Ball liegt im Bunker, man hat aber noch einige Meter Sand vor sich bis zum Grün. Das heißt, der Ball muss erst einmal eine ganze Strecke im Flug zurücklegen, ehe er aufkommen darf. Doch wie dosiert man seine Kraft richtig, damit man nicht zu kurz bleibt, oder über das Ziel hinausschießt?

Frank Adamowicz erklärt es: "Was den Schlag so schwer macht, sind zwei Dinge. Kommt man zu früh in den Sand, bleibt der Ball im Bunker hängen. Habe ich gar keinen Sand dabei, geht der Ball hinter das Grün. Den Schläger aufzumachen, hilft in diesem Fall auch nichts." Also trifft man den Ball bei einem Bunkerschlag mit größerer Distanz am besten mit neutraler Schlagfläche. Der Treffmoment hängt dabei von der Länge des Schlages ab. Je größer die zu überwindende Distanz ist, desto direkter muss man den Ball treffen. In unserem Video sind es circa 30 Meter vom Ball bis zur Fahne. Der Golf Post Experte entscheidet sich dazu, ungefähr zwei Zentimeter vor dem Ball mit dem Schläger in den Sand einzudringen.

Unter Umständen empfiehlt es sich sogar, rät der ehemalige Nationaltrainer Adamowicz, nicht auf das typische Sand-Wedge zurückzugreifen, sondern den nächstlängeren Schläger zu wählen. Ob dies das Gap-Wedge oder Pitching-Wedge ist, hängt ganz von Ihrem Bag ab. "Zwei Dinge", darauf weist Adamowicz unabhängig von der Schlägerwahl hin, "muss der Ball schaffen: Fluglänge und Spin". Denn je nach dem wie viel Grün man zum Anspielen hat, muss der Ball schnell liegen bleiben.

Frank Adamowicz - ehem. Nationaltrainer und Golf Post Experte

Frank Adamowicz ist Trainer in St.Leon-Rot. Als Bundestrainer hat er Strukturen im DGV gelegt und später als Mannschaftstrainer Frankfurt und danach St.Leon-Rot zum Serienmeister bei den Deutschen Meisterschaften geführt.

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