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Steffen Bents, Fully Qualified PGA Professional

Steffen Bents ist Fully Qualified PGA Professional und arbeitet als Head Pro im Golfclub Gut Berge Gevelsberg/Wetter e.V. Er besitzt die höchste Gradierung der PGA (G1) und war lange Vorstandsmitglied des Verbandes in Nordrhein-Westfalen. Sie erreichen Steffen Bents über seine Website www.bentsgolf.de

„Füße wie ein Schneepflug“ – Was bei Bergablagen hilft

Steht man über dem Ball, ist die Gefahr eines dünnen Kontaktes sehr hoch. Steffen Bents weiß, wie man das verhindert. Zum Beispiel mit einem kleinen Trick vom Skifahren.

Hanglagen bergab bergen viele Gefahren in sich. (Foto: Getty)
Hanglagen bergab bergen viele Gefahren in sich. (Foto: Getty)

Im zweiten Teil des Hanglagentrainings beschäftige ich mich mit den Hanglagen über dem Ball stehend und bergab. Beide Hanglagen kommen Spieler mit einem steileren Eintreffwinkel entgegen. Spieler mit einem flacheren Eintreffwinkel haben häufiger Probleme mit diesen Lagen. Erneut beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit der modernen Handlagen Anpassung.

Hanglagen bergab

(Foto: Steffen Bents)

(Foto: Steffen Bents)

Um sich in der Bergablage für eine sinnvolle Schlägerwahl zu entscheiden, ist es wichtig zu wissen, dass grundsätzlich mit einer flacheren Flugbahn des Balles zu rechnen ist. Je nach eigener Bewegungsstruktur kann der Ball zudem etwas rechts vom Ziel landen. Eine Anpassung der Ausrichtung ist daher notwendig. Um einen sauberen Ballkontakt zu erzielen, sollte je nach Stärke des Gefälles der Ball rechts der Mitte des Standes positioniert werden. Um beide Füße gleichmäßiger belasten zu können, zieht man bei der modernen Anpassung den rechten Fuß (Bergfuß) zurück, um Hüfte und Schultern lotgerecht positionieren zu können. Eine schaufelnde oder löffelnde Bewegung, um den Ball in die Luft zu bekommen, ist zu vermeiden. Die Vorstellung einer Abwärtsbewegung entlang der Hanglage ist daher ratsam.

Über dem Ball stehend

(Foto: Steffen Bents)

(Foto: Steffen Bents)

In dieser Hanglage ist eine Anpassung zwingend notwendig, um einen guten Golfschlag produzieren zu können. Da der Ball deutlich tiefer als die Füße liegt, ist der häufigste Fehlschlag ein getoppter oder dünner Ballkontakt. Da der Ball in dieser Hanglage gerne mal rechts startet und noch weiter rechts abdreht, ist die Ausrichtung links vom Ziel erforderlich. In der Haltung ist die deutlich tiefere Lage des Balles gut durch einen breiteren Stand auszugleichen. Um eine bessere Balance zu erreichen, ist es ratsam, die Füße in eine Schneepflug-Position, ähnlich dem Bremsvorgang beim Skifahren, zu bringen.

Wie in allen Hanglagen bietet sich eine ruhigere und kontrollierte Geschwindigkeit an, um so gut wie möglich das Gleichgewicht halten zu können. Bei dieser Hanglage bietet sich zudem ein längerer Schläger an.



Alle Hanglagenanpassungen beziehen sich auf einen Rechtshänder. Spiegelverkehrt kann dies ein Linkshänder aber genau so gut anwenden.

Viel Spaß beim Ausprobieren
Ihr Steffen Bents

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