Golf auf Gran Canaria - wo Golfurlauber voll auf ihre Kosten kommen
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Golf auf Gran Canaria – wo Golfurlauber voll auf ihre Kosten kommen

Golf auf Gran Canaria hat seinen Preis, ist aber ein vergnügliches Erlebnis - wenn man weiß, wo man spielen sollte.

Golf auf Gran Canaria ist eine Mischung aus Parkland Golf im Innland und spektakulären Panoramen an der Küste. (Foto: Golf Post)
Golf auf Gran Canaria ist eine Mischung aus Parkland Golf im Innland und spektakulären Panoramen an der Küste. (Foto: Golf Post)

Gran Canaria ist kein Geheimtipp, weder für "gewöhnliche Touristen" noch für Golfer. Doch auch wenn sich die Besucher der Kanaren-Insel zahlreich an den Stränden und in den Bars tummeln, ist die drittgrößte der sieben Eilande vor der afrikanischen Küste eine Bank und garantiert eine erholsame Zeit. Das ist nicht zuletzt den sieben Golfplätzen auf Gran Canaria zu verdanken.

Vier von ihnen liegen im Süden der Insel, drei im Nordosten. Im spärlich bewohnten Westen der Insel, der außerdem bislang auch vom Tourismus verschont geblieben ist, sucht man vergeblich nach Golfplätzen. Im Süden Gran Canarias, wo Partyvolk (Playa del Ingles) und ruhesuchende Besucher (Meloneras) nur durch einige Kilometer Dünenlandschaft getrennt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, sind die Golfclubs grüne Oasen in karger Landschaft. Im Norden hingegen ist das Land viel grüner, was am Gebirge in der Mitte der Insel liegt, welches bei stetem Wind von Norden den Regen aufhält. Gleichzeitig macht dies das Wetter auf der Südhälfte bei angenehmen Temperaturen aber auch so stabil wie an kaum einem anderen Urlaubsort.

Golf im Süden Gran Canarias

Lopesan Meloneras Golf

Die 18-Loch-Anlage Lopesan Meloneras Golf liegt unweit der Touristenhochburgen um Maspalomas, bietet aber im Gegensatz zum Playa del Ingles, dem Ballermann Gran Canarias Ruhe und Entspannung. Während die ersten Neun im Landesinneren liegen und den Blick auf das Gebirge im Zentrum der Insel freigeben, führt Sie die Back Nine größtenteils unmittelbar am Meer entlang. Der Platzzustand ist hervorragend, sollten Sie im Sommer hier spielen, kann es sein, dass man den Platz hier und da auf die Hauptsaison, den Winter, vorbereitet - was den Spielbetrieb aber in keiner Weise einschränkt. Große Grüns und breite Fairways machen die Urlaubsrunde zu einem lustvollen Vergnügen. Auf den zweiten Neun die Konzentration zu halten ist ob der wunderschönen Landschaft und malerischen Aussichten die eigentliche Schwierigkeit - wer auf der Front Nine schon am Score gearbeitet hat, ist hier im Vorteil.

Im Winter (1. Oktober - 30. April), der Hauptsaison auf Gran Canaria, kostet das 18-Loch-Greenfee 137 Euro. In der Nebensaison (1. Mai - 30. September) sinkt der Preis auf 80 Euro. Ein Cart schlägt mit 20 Euro zu Buche, hat aber auch ein GPS-System an Bord, das Entfernungen misst und die Spielbahnen erklärt. Ein fahrbarer Untersatz zumindest für das Bag ist auf dem 2006 eröffneten Par-71 in jedem Fall zu empfehlen, denn es geht auf und ab.


Anfi Tauro Golf

Ein weiteres Highlight auf Gran Canaria ist Anfi Tauro Golf ein Stück weiter westlich als Lopesan Meloneras Golf. Erst 2007 eröffnet ist der Par-72-Kurs der jüngste Platz der Insel. Entworfen wurde er von den Designern von Hagge, Smelek und Baril, die unter anderem auch für das Layout im Doral Country Club in Florida verantwortlich waren. Der Pflegezustand im hügligen Gelände ist nicht zu beanstanden und die Aussicht aufs Meer spektakulär. Mehr noch als im Lopesan Meloneras Golf hat man sich an der Punte del Tablero mit der Natur arangiert und die Bahnen in die Landschaft integriert. Das Greenfee liegt zwischen 80 (Sommer) und 120 Euro (Winter). Hinzurechnen muss man allerdings die Gebühren für ein Cart, denn zu Fuß will man sich dieses Gelände nicht antun - schon gar nicht im Urlaub.TAnfi Tauro Golf auf Gran Canaria. (Foto: Twitter.com/@ZanardelliGolf) Anfi Tauro Golf auf Gran Canaria. (Foto: Twitter.com/@ZanardelliGolf)



Salobre Golf & Resort

Das Salobre Golf & Resort beherbergt zwei Plätze, den Old Course, der 2000 eröffnet wurde und damit noch gar nicht so alt ist, und den New Course, der acht Jahre später hinzukam. Die 36-Loch-Anlage ist die einzige ihrer Art auf Gran Canaria. Der Old Course ist mit rund 6.100 Metern zwar ca. 400 Meter länger als der New Course, spielt sich als Par-71 aber deutlich länger als der "Neue", der ein Par-72 ist. Wie überall im Süden der Insel ist das Gelände hügelig und von Schluchten durchzogen. Das macht auch Salobre Golf & Resort zu einem Urlaubserlebnis mit bleibenden Erinnerungen. Das Greenfee bewegt sich im Winter zwischen 100 bis 120 Euro, in der Nebensaison müssen Sie 56 bis 67 Euro berappen.

Das Salobre Golf&Resort im Überblick. (Foto: Twitter.com/@SalobreGolfGC)

Das Salobre Golf&Resort im Überblick. (Foto: Twitter.com/@SalobreGolfGC)

Maspalomas Golf

Direkt hinter der bereits erwähnten Dünenlandschaft, die Partywütige und Erholungssuchende voneinander trennt, liegt Maspalomas Golf. Die überraschend flachen Spielbahnen erstrecken sich als Par-73 über knapp 6.400 Meter. Das Layout ist nicht besonders einfallsreich zu nennen, die Bahnen ziehen sich breit und gerade durch die Landschaft, die hier im Vergleich zu anderen Kursen eher unspektakulär ist. Für eine 18-Loch-Runde werden in den Wintermonaten 109 bis 118 Euro verlangt, 65 Euro in der Nebensaison.

Golf im Norden Gran Canarias

Real Club de Golf Las Palmas (Bandama Golf)

Der Real Club de Golf Las Palmas ist der älteste Golfclub Spaniens und wurde bereits 1891 gegründet. Leider spührt man das hier und da auch in den Räumen des Clubhauses, die einer Überholung durchaus bedürften. Der Platz liegt dafür fantastisch - auf einem Hochplateau vor Las Palmas, der Hauptstadt Gran Canarias. Gleichzeitig ist die Lage auch die Erklärung für den kurzen Par-71-Kurs, der selbst von den hinteren Tees keine 6.000 Meter misst. Gäste sind von Montag bis Freitag willkommen, an Wochenenden ist der Platz Mitgliedern vorbehalten.
Der Real Club de Golf auf Gran Canaria vom Pico de Bandama aus gesehen. (Foto: Golf Post) Der Real Club de Golf auf Gran Canaria vom Pico de Bandama aus gesehen. (Foto: Golf Post)

El Cortijo Club de Campo

Ebenfalls im Nordosten Gran Canarias liegt El Cortijo Club de Campo, der seit 1999 Einheimische und Golfreisende empfängt. Das hügelige Gelände, charakteristisch für die gesamte Vulkaninsel, prägt auch diesen Golfplatz. Unweit von Las Palmas warten von den hinteren Herrenabschlägen gut 6.300 Meter darauf in 72 Schlägen bewältigt zu werden. Gäste sind hier jederzeit willkommen, das Greenfee liegt in den Wintermonaten bei 100 Euro, zwischen Mai und September bei rund der Hälfte.

Las Palmeras Golf Club

Der nördlichste Club auf Gran Canaria ist der Las Palmeras Golf Club. Der 2006 eröffnete Par-3-Kurs ist zwar sehr kurz, nur zwei Löcher sind länger als 100 Meter, doch dafür ist der Platz durchaus eine Herausforderung. Schräge Fairways, tiefe Bunker und einige Wasserhindernisse machen nicht getroffene Grüns zu einer echten Herausforderung. Der Spaß, der durchaus dem Eisenspiel zuträglich ist, kostet 25 Euro Greenfee pro Person, Meerblick an einigen Stellen inklusive.Las Palmeras Golf, der Par-3-Kurs im Norden Gran Canarias. (Foto: Twitter.com/@LP_GOLF) Las Palmeras Golf, der Par-3-Kurs im Norden Gran Canarias. (Foto: Twitter.com/@LP_GOLF)



Die Empfehlung der Golf Post Redaktion

Mit den Plätzen im Süden machen Sie grundsätzlich nichts verkehrt. Als Favoriten sind hier in jedem Fall Lopesan Meloneras Golf, Anfi Tauro Golf und das Salobre Golf & Resort zu nennen. Zwar muss man hier während der Hauptsaison recht tief in die Tasche greifen, doch viele Hotels bieten Pakete mit Rabatten aufs Greenfee. Die Plätze im Norden sind etwas in die Jahre gekommen, doch auch auf ihnen findet man das, was den Golfsport auf Gran Canaria zu einem Highlight macht - malerische Panoramen und beeindruckende Natur.

Sightseeing und Ausflüge auf Gran Canaria

Neben zahlreichen Golfrunden bieten sich auf Gran Canaria viele weitere Aktivitäten an. Während man in den Sommermonaten vorrangig einige Delphinarten wenige Kilometer vor der Küste beobachten kann, ziehen im Winter, wenn das Wasser kühler ist, auch Wale an der Insel vorbei. Diese lassen sich von großen und kleinen Ausflugsschiffen hervorragend beobachten. Auch das Landesinnere sollte man nicht auslassen. Ob zu Fuß auf Wanderungen oder im (gemieteten) Cabrio über einsame Bergstraßen, lassen sich im Gebirge in der Mitte Gran Canarias viele malerische Bergdörfer entdecken. Auch der Höchste Punkt der Insel, der Pico da las Nieves, bietet einen atemberaubenden Rundumblick über die ganze Insel.

Entlang der Südküste liegen zahlreiche Ortschaften direkt am Meer, die trotz zahlreicher Bettenburgen in den Ausläufern der Bergzüge größtenteils ihre eigene Identität bewahrt haben und Abwechslung bieten. Hervorragend erkunden kann man alle oder mehrere von ihnen entlang der Küstenstraße GC-500. Hier findet man auch noch Obstplantagen in Familienbesitz, die mit sonnenverwöhnten Mangos und anderen Leckerein aufwarten. Ein "must-see" ist selbstverständlich die Hauptstadt der Insel, Las Palmas de Gran Canaria. Ob in der Altstadt mit seiner großen Kathedrale, am Strand oder den neueren Vierteln, hier findet man vom Kunstmuseum bis zum Street-Food-Festival für jeden das Richtige. Einen "Geheimtipp" gibt's dann doch noch: Die Höhlen von Barranco de Guayadeque. In spektakulärer Gebirgslandschaft finden Sie hier zahlreiche Höhlen, die früher tatsächlich bewohnt waren. Heute sind einige von ihnen zu Restaurants umgewandelt worden und bieten abseits der Touristenströme für kleines Geld vorzügliche Speisen. Das Guayadeque-Museum informiert zudem über die ursprünglichen Lebensgewohnheiten der Talbewohner. Am Ende des Tals erwartet Sie ein traumhafter Ausblick gen Süden.

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