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Hole-in-One: Der Traum eines jeden Golfers

Das Hole-in-One ist der wohl legendärste Schlag im Golfsport. Die Wahrscheinlichkeit den Ball vom Abschlag aus einzulochen ist jedoch verschwindend gering.

Gregory Bourdy freut sich über sein Hole-in-One bei dem Commercial Bank Qatar Masters. (Foto: Getty)
Gregory Bourdy freut sich über sein Hole-in-One bei dem Commercial Bank Qatar Masters. (Foto: Getty)

Wer träumt nicht davon? Man geht mit selbstbewussten Schritten zum Abschlag, legt sich den Ball zurecht und befördert die Kugel mit einem gekonnten Schlag direkt ins Loch. Doch die Wahrscheinlichkeit, ein Hole-in-One zu erzielen, ist, aus Sicht eines Amateurs, verschwindend gering. Und auch für Profis ist der direkte Abschlag in das Loch eine Seltenheit. Einem Amateur aus England gelangen nichtsdestotrotz drei Holes-in-One am gleichen Loch innerhalb eines Wochenendes.

Hole-in-One ist eine echte Seltenheit

Die Wahrscheinlichkeit für einen Amateur, ein Hole-in-One zu erzielen, beträgt laut dem Online-Portal Golf Digest 12.500 zu 1. In Prozent ausgedrückt sind dies 0,008%. Der Deutsche Golf Verband (DGV) kommt in einer Erhebung aus dem Jahr 2007 zu ähnlichen Zahlen. Insgesamt 437 Holes-in-One wurden in dieser Spielzeit auf etwa 4,8 Millionen gespielten Par-3-Löchern erzielt. Dies bedeutet eine Erfolgsquote von 10.150 zu 1, was prozentual etwas über dem Wert von Golf Digest liegt (0,0098%).

Das Erzielen eines Hole-in-One ist jedoch nicht nur ein unglaubliches Erlebnis für jeden Golfer, sondern auch mit einigen Ritualen verbunden. So bezahlt ein Spieler bei Amateurturnieren üblicherweise eine Runde Getränke für alle Teilnehmer. Auf Profi-Turnieren wird das Erzielen eines Hole-in-One nicht selten mit teuren Sachpreisen wie beispielsweise einer Uhr oder einem Auto belohnt. Aufgrund dieser Regelungen existieren spezielle Hole-in-One-Versicherungen, die sowohl Spieler als auch Veranstalter von Golfturnieren abschließen können. Diese übernehmen im eintretenden Fall die Bewirtung der Gäste im Clubhaus bzw. die Finanzierung der Preise.

Drei Holes-in-One am gleichen Loch

Aufgrund der Seltenheit sind außerdem zahlreiche Geschichten um den legendärsten Schlag im Golf entstanden. Eine Besondere ereignete sich 1974 auf dem Hunstanton Golf Club in England. Dort trat der Spieler Bob Taylor zu den jährlich stattfindenden "Eastern Counties Foursomes" an. Während einer Übungsrunde lochte der Engländer mit einem Eisen 2 ein Hole-in-One auf dem 16. Loch des Platzes aus 173 Metern. Am Morgen des nächsten Tages kam Taylor wieder zur 16. Bahn und verfehlte ein erneutes Hole-in-One lediglich um ein paar Zentimeter.



Doch während der Nachmittagsrunde fand Taylors Ball wieder den direkten Weg in das Loch. Zwei Holes-in-One in zwei Tagen! Was dann passierte ist jedoch noch unglaublicher: Beim späteren Abendessen wurde Taylor eine 250.000 Pfund Wette für 25 Pence Einsatz geboten, sollte dieser ein erneutes Hole-in-One am folgenden Tag spielen. Der Brite lochte tags darauf erneut am 16. Loch. Obwohl er nie etwas von dem Geld gesehen hat, erinnert noch heute eine Gedenktafel auf der Spielbahn an Taylors Leistung im Jahr 1974.

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