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Charly Steeb und 4Sports verleihen Profigolf im Norden Aufwind

Charly Steeb ist mitverantwortlich für die Porsche European Open. Golf Post berichtet er von langfristigen Plänen und gewachsener, internationaler Bedeutung.

Charly Steeb feierte große Erfolge als Tennisspieler, nun organisiert er mit der Porsche European Open eins der größten deutschen Golfturniere.
Charly Steeb feierte große Erfolge als Tennisspieler, nun organisiert er mit der Porsche European Open eins der größten deutschen Golfturniere. (Foto: Getty)

Carl-Uwe "Charly" Steeb ist vor allem durch seine erfolgreiche Karriere als Tennisspieler bekannt. 1988 und 1989 gewann der Aalener mit der deutschen Mannschaft den Davis Cup. Inzwischen ist Steeb als erfolgreicher Geschäftsmann für 4Sports tätig, für welche er die Porsche European Open im Green Eagle Golf Club bei Hamburg mitorganisiert. Steeb blickt im exklusiven Interview mit Golf Post dabei ausgesprochen positiv auf die Golfentwicklung in Deutschland und verrät, dass er große Ziele mit der Porsche European Open verfolgt.

Golf Post: Herr Steeb, in diesem Jahr gibt es gleich drei European-Tour-Events in Deutschland. Wie bewerten Sie das Angebot für hiesige Golffans?

Charly Steeb: Das ist definitiv eine tolle Entwicklung. Solche Events sind ein Zeichen, beleben den Markt und bereiten Aufmerksamkeit für den ganzen Golfsport, was wichtig für den Nachwuchs und die Golfclubs allgemein ist.

Golf Post: Sie sind zuständig für eins der jüngeren Turniere im Land. Welchen Stellenwert hat die Porsche European Open nach zwei Jahren in Deutschland?



Steeb: Wenn man so ein neues Turnier entwickelt, dann weiß man anfangs nicht wie es angenommen wird. Letztendlich haben wir mit unserem Titelpartner Porsche das Ziel, das Turnier langfristig in Deutschland zu etablieren. Die ersten zwei Jahre in Bad Griesbrach waren dahingehend gut. Wir hatten dort schon sehr große Zuschauerzahlen. Vor allem die Besetzung der internationalen Spieler sowie die internationale Berichterstattung war zufriedenstellend. Wir können nun den nächsten Schritt machen und nach Hamburg gehen, um das Turnier weiter auszubauen.

Golf Post: Was erwarten Sie konkret vom Wechsel nach Norddeutschland?

Steeb: Wir wollten in die Nähe einer Metropole und da war Hamburg unsere erste Wahl - vor allem mit dem tollen Golfplatz Green Eagle. Ein moderner Platz, auf dem modernes Golf gespielt werden kann. Im Umkreis einer Metropole mit der Golfbegeisterung und dazu noch dem Einzugsgebiet Skandinavien, versprechen wir uns ein Turnier mit deutlich mehr Zuschauern über die Woche aufzubauen. So wollen wir ein Golfhappening und international hochklassiges Golfturnier entwickeln.



Golf Post: Sind die Pläne für die Porsche European Open langfristig gedacht?

Steeb: Die sind definitiv längerfristig. Es ist aber natürlich immer abhängig, wie erfolgreich das Ganze ist.

Golf Post: Wie sehen sie das deutsche Golf aktuell im internationalen Vergleich?





Steeb: Auf jeden Fall hat es an Bedeutung zugenommen. Es hängt jedoch viel davon ab, wie viele Spieler Deutschland auf der European Tour hat und natürlich auch, wie viele Spieler sich neue Tourkarten erspielen, nicht nur in Europa, auch in Amerika. Je mehr dabei sind, desto bedeutender ist das Gesamtpaket im Hinblick auf eigene Turniere oder die Mitgliedergewinnung auf Clubseite. Wichtig ist aber auch, dass unsere Top-Spieler wie Martin Kaymer an der Spitze mitmischen, Titel holen und bei allen großen Events eine Rolle spielen.

Golf Post: Die European Tour hat in dieser Saison hochdotierte Turniere mit prominenten Teilnehmerfeldern unter dem Namen der Rolex Series zusammengefasst. Können Sie sich vorstellen, dass ein deutsches Turnier - vielleicht die Porsche European Open - dafür in Zukunft auch in Frage kommt?

Steeb: Ich kenne keinen Turnierveranstalter, der nicht darüber nachdenkt. Wir werden die erste Saison der Rolex Series genau beobachten und daraus unsere Schlüsse für die weitere Zukunft ziehen. Und das natürlich in enger Abstimmung mit unseren Partnern, allen voran Titelsponsor Porsche.

Golf Post: Auf wen freuen Sie sich im Hinblick auf die Porsche European Open 2017 besonders?

Steeb: Grundsätzlich auf unsere Topspieler. Wir haben es geschafft, einige Spieler die normal auf der European Tour nicht zu sehen sind, bei der Porsche European Open zu präsentieren. Ansonsten freut es mich, die nationalen Spieler zu sehen. Da auch ein paar Junge dabei sind, werde ich alle verfolgen und natürlich interessiert zugucken.

Golf Post: Abschließend wäre noch die Gelegenheit zu einem Appell an die deutschen Golffans. Warum sollten sie im August unbedingt in Hamburg bei der Porsche European Open dabei sein?

Steeb: Ich kann nur sagen: Kommen Sie vorbei! Es wird ein großes Zuschaueraufkommen auf einem Golfplatz, der ein wahres Golfhappening verspricht. Wenn zudem viele skandinavische Fans kommen, sehe ich ein spektakuläres Golffestival vor mir.

(Das Interview führte Lars Kretzschmar)


Neben zahlreichen nationalen Akteuren wie Marcel Siem, Maximilien Kieffer oder Bernd Ritthammer dürfen sich die deutschen Golffans auch auf hochkarätige internationale Stars bei der Porsche European Open freuen. Jimmy Walker, Patrick Reed und Charl Schwartzel haben ihr Kommen zugesagt. Darüber hinaus wird im großen Public Village auch abseits der Fairways und Grüns für viel Unterhaltung gesorgt.

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