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Karriere-Grand-Slam? McIlroy verliert „Masters-Generalprobe“

Uneigennutz bei Casey, Körbchen-Spiele mit Ted Long, große Ryder-Cup-Kulisse in Paris und feine Post für Sharma. Die Back Nine.

Back Nine Rory McIlroy Masters Generalprobe Jeff Knox
Das Match gegen Augusta-Legende Jeff Knox nahm für Rory McIlroy kein gutes Ende. (Foto: Getty)

Eingeständnis: Der verpasste Cut bei der Valspar Championship war nicht der einzige Rückschlag, den Rory McIlroy bei der Vorbereitung auf das Masters und den erneuten Angriff auf den Karriere-Grand-Slam einzustecken hatte. Am Rande des Geschehens in Innisbrook offenbarte der 28-jährige Nordire, dass er unlängst eine Erkundungsrunde über Augusta National gespielt habe – und gegen Lokalmatador Jeff Knox eine derbe Schlappe hinnehmen musste.

Knox hält mit 61 Schlägen von den Members Tees den Clubrekord und ist bekanntlich der sogenannten Marker, der beim Masters immer einspringt, wenn ein Spieler nach dem Cut wegen ungerader Teilnehmerzahl alleine spielen müsste. McIlroy hatte das Vergnügen 2014 und pflegt seither einen guten Draht zu Legende Knox. „Ich habe ihm acht Schläge vorgegeben“, sagte „Rors“ über das aktuelle Duell mit dem Mittfünfziger und fügte grinsend an: „Damit war ich schon ab dem ersten Tee im Hintertreffen.“ Dennoch hat der vierfache Majorsieger seinen Masters-Optimismus nicht verloren: „Ich bin absolut bereit und würde lieber heute als morgen dort antreten, denn ich glaube, dass ich eine gute Chance habe.“

Casey hätte sonst nur Woods den Sieg gegönnt

Orakel: Das Finalgeschehen bei der Valspar Championship hatte was Prophetisches. Schon am Freitag, nach der zweiten Runde, hatte Paul Casey gesagt: „Ich will diese Woche gewinnen. Aber wenn ich es nicht schaffe, dann würde ich es Tiger Woods am meisten gönnen.“ So oder so, die Prognose für den Sonntag hat gepasst. Am Ende war es dann Caseys zweiter Sieg auf der PGA Tour nach der Shell Houston Open 2009 und der erste weltweit seit der KLM Open 2014. Ryder-Cup-Teamchef Thomas Björn wird die Formstärke seines definitiven „Picks“ freuen.

Ball für Ball: Ab ins „Körbchen“

Trickshot mal anders: Vor kurzem noch wurde Ted Long als Trainer des Jahres geehrt, jetzt zeigt sich, dass es bei seinem GC Mannheim-Viernheim nicht nur im Übungsbereich gleichermaßen kreativ wie effizient zugeht, sondern schon am Ballautomaten:



Ryder Cup: Megatribüne für Tee eins

Es geht immer noch größer: Die Atmosphäre am ersten Abschlag einer Ryder-Cup-Bühne ist „Gänsepelle“ pur, das kennen alle, die den Kontinentalwettbewerb verfolgen. Für Paris im September dürfen wir diesbezüglich neue Stimmungshöhen erwarten. Hatte Gleneagles vor vier Jahren 2.148 Plätze in der Galerie und Hazeltine bloß 1.668, so klotzt die European Tour an Tee eins von Le Golf National mit einer Megatribüne für 6.500 Zuschauer – was für ein Chor ist da zu erwarten!

Indiens Shooting Star beim Masters

Geschenksendung: Shubhankar Sharma ist Golfs neuer Shooting Star. Der 21-jährige Inder gewann in dieser Saison bereits zwei Mal auf der European Tour und sorgte mit einer 54-Loch-Führung bei der WGC – Mexico Championship für Furore, auch wenn Flightpartner Phil Mickelson ihn zuerst für einen Reporter hielt… Jetzt bekam die Nummer 64 der Welt Post vom Augusta National Golf Club: Sharma darf mit einer speziellen Einladung beim diesjährigen Masters antreten, die Aufmerksamkeit der Medien auf dem als Golfmarkt fraglos interessanten indischen Subkontinent ist damit garantiert.



Snedeker: Pech mit Tochters Torte

„Dadfail“: Da will man als Vater mal was Besonderes organisieren, und dann geht das mächtig daneben. Brandt Snedeker sollte sich um den Geburtstagskuchen für seine Tochter kümmern und hatte auch eine mächtige Torte in Auftrag gegeben, die dann zur Schule geliefert wurde. Er hätte das Naschwerk in Donut-Form mal besser vorher kontrolliert, denn die Aufschrift lautete „Happy Birthday Billy“, Snedekers Tochter freilich heißt Lily. Na ja, mit einem spitzen und scharfen Messer ließ sich das bestimmt reparieren…

PGA of America: Traum vom Major in Texas

Umzug mit Mehrwert: Bei der PGA of Amerika haben sie den Spediteur bestellt, die US-Profigolfer-Vereinigung zieht von Palm Beach Gardens in Florida nach Frisco/Texas, an die Peripherie von Dallas – und verbindet den Tapetenwechsel direkt mit hochfliegenden Plänen. CEO Pete Bevacqua und seine Mitstreiter denken laut „Golf Digest“ darüber nach, folgerichtig den Ryder Cup nach Texas zu holen und dort nach 1968 auch mal wieder eine PGA Championship zu inszenieren. Die passenden Plätze gibt es bald, 2020 sollen in unmittelbarer Nähe des neuen Hauptquartiers zwei 18-Loch-Layouts aus der Feder von Olympiaplatz-Designer Gil Hanse fertig werden.





Cindy Crawford: Putten, wo einst die Kids spielten

Klischee bestätigt: Man nennt sie „Empty Nester“ oder „Best Ager“, jene Zielgruppe mit entspanntem beruflichem Restleben oder aktivem Ruhestand, Mobilität und Tagesfreizeit, weil die Kinder das Haus verlassen haben; in Deutschland halten die Ü50-Zugänge das Golfwachstum wenigstens bei Nullkommaplus. Und in den USA untermauern Celebrities wie Cindy Crawford diese Tatsache. Das einstige Supermodel und Gatte Rande Gerber haben sich ein Puttinggrün in den Garten ihres Hauses am Lake Ontario gebaut – die Kinder Presley (18) und Kaia (16) brauchen den Rasen nicht mehr, sie haben das elterliche Nest verlassen.

Spiel den Ball, wie er liegt!

Zum Schluss: Schwierige Lagen? Im Zweifel hilft manchmal nur „Augen zu und durch!“ Oder „…drauf“ In diesem Fall aber eher nicht.

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