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Bernhard Langer: „Ich muss vom Driver bis zum Putter in Bestform sein“

Bernhard Langer und Martin Kaymer verraten im Vorfeld des Masters, was das Major ihnen bedeutet, wie sie ihre Chancen einschätzen und mehr.

US Masters Tournament 2018 Interview Martin Kaymer Bernhard Langer
Martin Kaymer und Bernhard Langer im Gespräch mit "Nur Golf" über das erste Major des Jahres. (Foto: Getty)

Im "Nur Golf"-Podcast vom meinsportradio.de gibt es die Interviews des Radio-Service der European Tour mit dem deutschen Duo Martin Kaymer und Bernhard Langer zu hören, die am Donnerstag beim US Masters an den Start gehen. Hier erzählten sie, wie sie in Form sind, welche Bedeutung das erste Major des Jahres für sie hat was es für einen Sieg in Augusta braucht.

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Martin Kaymer: "Ich werde den Platz genießen"

Sein erstes Masters, so Martin Kaymer gegenüber der European Tour, sei "sehr überraschend, sehr hübsch, sehr ungewohnt" gewesen "gegenüber dem, was man normalerweise auf Golfplätzen. Ich denke, der Ort ist sehr deutsch, sehr organisiert. Ich habe es wirklich genossen, beim ersten Mal ist man überwältigt, aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran."

Auf die Frage hin, was den Europäern hier bis dato besonders gelungen wäre, antwortet der Mettmanner, sie hätten hier nicht nur "ein paarmal gewonnen", sie hätte auch "einige unglaubliche, erinnerungswürdige Schläge gemacht in der Vergangenheit." Besonders die Golflegende Seve Ballesteros und der diesjährige Titelverteidiger Sergio Garcia fallen ihm da sein - "besonders die spanischen Jungs offenbar." Auch, wie es zu solch beeindruckenden Schlägen kommt, weiß der zweifache Majorsieger aus eigener Erfahrung zu beantworten: "Manchmal hat man Schläge, da hat man keinen Ausweg. Entweder, man versemmelt es komplett, oder man macht einen unglaublichen Schlag."

"Sehr niedrige Erwartungen" an das diesjährige US Masters

Zu seiner aktuellen Form sagt Martin Kaymer: "Ich weiß nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich habe im Winter sehr hart gearbeitet, und ich war dabei, es mit meinem Spiel auf ein gutes Level zu schaffen, ich habe mich bei meinen Schlägen sehr wohl, sehr selbstsicher gefühlt und dann ist vor vier, fünf Wochen das mit der Verletzung passiert, sodass ich drei Wochen lang kein Golf spielen konnte. Letzte Woche war eine Gelegenheit, wieder in den Wettkampf-Modus zu kommen, also sind meine Erwartungen sehr niedrig, aber ich werde den Platz definitiv genießen." Generell, so meint er, sei er auf einem guten Weg, sich "hier in Augusta gut zu schlagen."

Seine Fitness sei gut, zu schaffen gemacht habe ihm allem voran die Zwangspause, welche die Entzündung im Handgelenk verursacht hatte, die in einem verschobenen Knochen begründet lag, der wieder eingerenkt werden musste und die ihn trotz des anstehenden Masters zum Warten und Ausruhen zwang. Er müsse sich nun auf seine Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten zurückgreifen, so die deutsche Nummer eins.



Bernhard Langer: "Ich habe immer noch eine Chance"

Zweimal schon hat Bernhard Langer das Masters für sich entschieden, seit 1982 ist er ein regelmäßiger Gast. Wie das ist? "Es ist immer phänomenal, sich einfach umzuschauen, es ist fantastisch. Es ist das einzige Major, das jedes Jahr am selben Ort stattfindet und dieser Golfplatz ist so gut und so gepflegt, es ist sehr einzigartig," so Langer im Interview mit der European Tour. Dass die Spieler beispielsweise auf dem Platz selbst nicht nach Autogrammen gefragt werden dürfen, sei zwar "seltsam", täte "einigen Spielern aber gut." Das Champions Dinner, die separaten Umkleiden für Sieger, dass es keine Zelte gebe, "und die Liste geht immer weiter." Das Event sei "so perfekt, wie es nur sein kann."

Hier zu siegen, sei "etwas sehr Besonderes" gewesen, "zu wissen, dass man Jahr für Jahr wiederkommen kann und nicht auf diese spezielle Einladung warten muss." Er sei "sehr dankbar" dafür. Die Frage, ob er denke, er könne hier nochmal gewinnen, beanwortet der 60-Jährige mit einem klaren Ja: "Wenn mir alles in die Karten spielt, habe ich immer noch eine Chance. Ich denke, ich habe das vor zwei und vor vier Jahren bewiesen, als ich unter den Verfolgern war. Ich muss  nur vom Driver bis zum Putter in Bestform sein." Allerdings könne er es sich "nicht leisten, Fehler zu machen," dafür sei er "nicht lang genug."

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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Juergen Schumann

    Wie schon prognostiziert muss das Handgelenk nach dieser Leistung wieder herhalten. Wann merkt Kaymer endlich daß er sich schon lange in einer golferischen Krise befindet ?

    Antworten