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Golf spielen ohne Verbandslizenz – In der Schweiz wird es möglich

Wer keine Turniere spielt, braucht in der Schweiz künftig keine ASG-Spiellizenz mehr. Migros bietet für seine Golfplätze eine Mitgliedschaft ohne Lizenz an.

Golfen geht in der Schweiz dank Migros demnächst auch ohne Lizenz. (Foto: Getty)
Golfen geht in der Schweiz dank Migros demnächst auch ohne Lizenz. (Foto: Getty)

Die Bedingungen für das Golfspielen sind in der Schweiz ähnlich wie in Deutschland: Um auf den meisten Golfplätzen spielen zu dürfen, braucht man in der Regel eine Clubmitgliedschaft. In der Schweiz erhält man dadurch eine ASG-Spiellizenz (Association Swiss de Golf). Das will der Schweizer Lebensmittelkonzern Migros ändern und bietet ab 2018 eine vergünstigte Golfcard an, mit der das Spiel auf den zum Konzern gehörenden Golfplätzen auch ohne ASG-Lizenz möglich ist. Die einzige Einschränkung: Es können keine offiziellen Turniere gespielt werden.

Die wenigsten Golfer spielen Turniere

Grund für dieses Projekt ist eine Mitgliederumfrage, die ergab, dass nur 27 Prozent der Mitglieder an offiziellen Turnieren teilnähmen. Für die meisten Golfer aber stehe das Golf spielen selbst im Vordergrund. Mit der neuen Auswahlmöglichkeit zwischen einer Mitgliedschaft mit oder ohne Lizenz kommt Migros so den Bedürfnissen seiner Mitglieder entgegen. Die Migros GolfCard ist losgelöst von der ASG und enthält deshalb auch keine Handicap-Verwaltung nach EGA-Norm. Sie eignet sich also für Spieler, die nicht nach einer Verbesserung ihres Handicaps streben, sondern einfach nur ihre Runde Golf spielen wollen und wenig Interesse an Turnieren haben.

Die Migros GolfCard gibt es ab 2018 für 185 Schweizer Franken. Besitzer der neuen Migros Golfcard können ihre Mitgliedschaft aber jederzeit um die ASG-Lizenz für 85 Schweizer Franken erweitern. Für den Erwerb beider Mitgliedschaften ist weiterhin die Platzreife erforderlich.

"Golf für alle"

Mit diesem Projekt verfolgt Migros sein Ziel, den Golfsport einer möglich bereiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen und das Image des Golfsports vom Elitesport zum Volkssport zu wandeln. "Unserem Credo „Golf für alle” kommen wir mit der neuen Mitgliedskarte ohne Lizenz ein großes Stück näher. Golf spielen wird damit noch erschwinglicher und entspricht dem Bedürfnis der heutigen Golfspielern oder solchen, die es gerne werden wollen. Das ist für uns ein Meilenstein in der Geschichte des Schweizer Golfs", sagte Andreas Cadisch, Leiter der Sparte Golf bei der Direktion Koordination Klubschulen/Freizeitanlagen des Migros-Genossenschafts-Bundes gegenüber simplygolf.at.

Golf in Deutschland

In Deutschland ist für die Benutzung der meisten Golfanlagen eine DGV-Mitgliedschaft oder aber eine VcG-Mitgliedschaft notwendig. Es gibt jedoch auch öffentliche Golfplätze, meist Kurzplätze, die gegen eine Gebühr auch ohne Clubausweis spielbar sind.


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