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Millionen-Duell: Warum gehen Woods und Mickelson nicht selbst „all in“?

McIlroy quittiert als Gastgeber, Knox rehabilitiert sich, Danny Lee ist spendabel und Will Smith spielt explosiv. Die Back Nine.

Tiger Woods (r.) und Phil Mickelson planen einen gigantischen Show-Kampf. (Foto: Getty)
Tiger Woods (r.) und Phil Mickelson planen einen gigantischen Show-Kampf. (Foto: Getty)

Die Summe macht den Unterschied! Spektakuläre Golfduelle gab‘s zu allen Zeiten, Matches namhafter Spieler als große Show für Fernsehen und Zuschauer: In Shell's Wonderful World of Golf duellierte sich zwischen 1961 und 2003 das Who‘s Who der Golfwelt, Jack Nicklaus, Arnold Palmer, Gary Player, Ben Hogan, Sam Snead, Greg Norman, Nick Faldo, Seve Ballesteros und und und … Auch Phil Mickelson war mehrfach vertreten, so gesehen ist das anstehende Duell mit Tiger Woods vor allem ein Revival großartiger Traditionen, wenngleich „Shell‘s“ 2003 mit Fred Couples vs. Michael Campbell ausgelaufen ist. Woods war übrigens nie dabei, der 14-fache Majorsieger traf sich stattdessen mehrfach mit Rory McIlroy zum Schaukampf in China, samt Mikrofon an jedem Spieler.

Jetzt werden also zehn Millionen Dollar hingeblättert, damit sich die angeblichen einstigen Erzrivalen Woods und Mickelson, die sie übrigens nie waren, in Las Vegas die Bälle um die Ohren hauen. Ehrlich gesagt, das hat was von Wrestling, da sind Spannung und krachende Knochen bekanntlich auch nur das Ergebnis einer guten Choreographie. Der Blogger Tony Korologos von „Hooked On Golf“ sieht das genau so und findet, dass die Kombattanten „all in“ gehen sollten, sprich: jeweils zehn Millionen Bucks aus der eigenen Tasche in den Topf werfen sollten, statt entspannt um anderer Leute Geld zu spielen. Das hätte was, in der Tat, weder Woods noch Mickelson müssten dafür wahrscheinlich einen Kredit aufnehmen, „aber möglicherweise würde es die Spieler etwas mehr anstacheln und kribbelig machen, wenn‘s um die eigene Kohle geht“, schreibt Korologos. Außerdem, so heißt es weiter, könnte man den Batzen Geld irgendwo „cash“ aufhäufen, unter Panzerglas und mit großem Security-Aufgebot etc. Ja, dann wäre es wohl in jeder Hinsicht ein Spektakel sondergleichen.

McIlroy gibt Gastgeberrolle an McGinley ab

Demission: Aller guten Dinge sind… vier, und daher war diese Irish Open die vorerst letzte mit dem Gastgeber Rory McIlroy. Der 29-jährige Nordire übergibt die Rolle an Ex-Ryder-Cup-Kapitän Paul McGinley, der nun für 2019 nach Lahinch einlädt. „Es waren tolle vier Jahre, aber jetzt freue ich mich darauf, die Irish Open nächstes Jahr ohne derart viel Verantwortung und Trubel im Umfeld zu spielen“, sagte McIlroy, der das Turnier 2015 mit seiner Stiftung übernommen und zu einem wirklich tollen European-Tour-Event gemacht hatte. „Es hat einem auch mal die Augen dafür geöffnet, wie viel Zeit und Energie in der Organisation und Austragung eines solchen Turniers stecken.“

Knox wirft Bälle besser als Apfelreste

Rehabilitation: Es brauchte schon den Turniersieg bei der Irish Open, um die Schmach des verunglückten Apfelgriebs-Wurfes zu tilgen. Am Freitag noch hatte Russell Knox mit dem abgenagten Kerngehäuse seines fruchtigen Snacks knapp den Caddie eines Mitspielers verfehlt, am Sonntag dann wetzte er die Scharte mit einem makellosen Wurf seines Siegerballs ins Publikum am 18. Grün von Ballyliffin wieder aus. „Ich habe in den vergangenen zwei Tagen nur noch Sandwiches gegessen, damit mir so ein Missgeschick nicht wieder passiert“, gestand der 33-jährige Schotte nach dem gewonnenen Play-off: „Und mit dem Ball war es wirklich ein schöner Wurf.“

Zwei Strafschläge für Gras-„Bügler“ Mickelson

Die Regel-News: Während Bryson DeChambeau fürderhin nicht mehr mit seinem Winkelmesser in Zirkelversion hantieren darf, um die Flaggen-Positionen zu überprüfen, hat sich Phil Mickelson beim „A Military Tribute at The Greenbrier“ mal wieder um die Regelkunde verdient gemacht. Nach dem Putt-„Skandal“ bei der US Open „bügelte“ er gestern das hohe Gras vor dem siebten Abschlag und verstieß mit dieser Verbesserung der Spiellinie gegen gegen Regel 13-2. „Lefty“ meldete das Vergehen umgehend bei einem Offiziellen und schrieb sich zwei Strafschläge auf.



Frustrierter Danny Lee verschenkt Putter

Des einen Leid, des anderen Freud: Eigentlich hoffte dieser junge Fan nach eigener Aussage „nur auf einen Ball oder so was“, doch dann kam beim „A Military Tribute at The Greenbrier“ ein frustrierter Danny Lee vom Grün, der gerade gar nicht gut auf seinen Putter zu sprechen war. Von Lees Caddie gab‘s dann mit der Bemerkung „Hey, das wirst Du auch brauchen“ übrigens noch die Schlägerhaube; Lee hatte eh den Cut verpasst.

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Golfball-Beschuss aus fahrendem Auto

Driving Range falsch verstanden: In Schwedens Hauptstadt Stockholm haben Unbekannte Samstag Nacht aus einem fahrenden Auto Passanten mit Golfbällen beworfen und dabei mehrere Personen u. a. am Kopf verletzt. Die Polizei hat das Fahrzeug mittlerweile ermittelt, vom Fahrer und eventuellen Insassen fehlt indes bislang jede Spur.

Golf-Feuerwerk mit Will Smith

Explosiv: Am 4. Juli feierten die USA ihren Unabhängigkeitstag, und wer darf da nicht fehlen? Richtig, „Independence-Day“-Star Will Smith. Als begeisterter Golfer zelebriert der Hollywood-Star natürlich mit Schläger und Ball, aber sehen Sie selbst:

Golfen bis zum Weltuntergang

Apokalyptisch: Selbst wenn die Welt untergeht, auf Golf muss man nicht verzichten. So jedenfalls weisen es die Pläne für eine exklusive Wohnanlage außerhalb von Dallas/Texas auf. Das 330 Millionen Dollar teure „Trident-Lakes“-Projekt sieht 532 unterirdische Wohnungen zum Preis von 500.000 bis 1,9 Millionen Dollar vor, in denen die Bewohner nach einem Bericht des Portals „Business Insider.de“ selbst Pandemien oder einen Atomkrieg überleben könnten. Zum Konzept der exklusiven Anlage gehört neben einem Spa und einem Schießstand auch ein 18-Loch-Golfplatz. Der Haken an der Sache: „Trident-Lakes“-Boss John Eckerd wurde vom FBI „hopp genommen“, weil er im Verdacht steht, mit dem Projekt Gelder der kolumbianischen Drogenmafia zu waschen.

Das Spitze muss ins Runde...

Zum Schluss: Golf und Darts haben auf Anhieb nicht all zu viel gemeinsam, abgesehen davon, dass es sich bei beidem um ein Zielspiel handelt. Es sei denn, Joshua Kelley von „holein1trickshots“ legt los. Einmal mehr stellt sich die Frage, wie viele Versuche  dabei drauf gingen, bis das geklappt hat – und vor allem: wie viel Hände?

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