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Phil Mickelson hofft auf Regen-Verzug: „Dann spiele ich mit“

Vorfreude bei Rory McIlroy, Warten auf Johnson Junior, Kritik am Rough und eine Major-„Ouvertüre“ mit Justin Thomas. Die Back Nine vor der US Open.

Phil Mickelson hat die Hoffnung auf einen Start bei der US Open noch nicht ganz aufgegeben.
Phil Mickelson hat die Hoffnung auf einen Start bei der US Open noch nicht ganz aufgegeben. (Foto: Getty/Golf Post)

Gewitter, Sturm, Hagelschlag, am liebsten alles zusammen: Eigentlich verkehrte Golfwelt und Kopfschütteln, wenn einer sich ausgerechnet so ‘was wünscht. Außer, er heißt Phil Mickelson. Dann hoffen viele mit ihm, dass es am Donnerstag in Erin Hills nicht pünktlich losgeht mit der 117. US Open. „Ich brauche vier Stunden Verzögerung, dann kann ich mitspielen“, sagte „Lefty“ nach seinem neunten Platz bei der St. Jude Classic in Memphis. Der fünffache Majorsieger, dem nur noch die „Offene Amerikanische“ für den Karriere-Grand-Slam fehlt, hatte bekanntlich seine Teilnahme in Erin Hills in Frage gestellt, weil Tochter Amanda am Auftakt-Donnerstag ihren Highschool-Abschluss begeht und zudem die Festrede hält.

Um 10 Uhr Ortszeit beginnt die Feier in San Diego, eine Stunde später könnte Mickelson im Privatjet sitzen und nach 3:45 Stunden Flugzeit in Hartford/Wisconsin landen, nur 15 Autominuten von Erin Hills entfernt. Die USGA hat Mickelsons Startzeit schon in den Nachmittag geschoben, nachdem seine Fans bereits Amandas Schule vergeblich per Petition gebeten hatten, den Termin der Abschlussfeier zu verlegen. Jetzt fehlt Mickelson nur noch etwas Hilfe von oben: „Dann kann ich es schaffen. Jedenfalls ist es möglich, man weiß ja nie...“ Die Gewitter-Wahrscheinlichkeit für Donnerstag liegt allerdings bloß bei 20 Prozent.

Rory McIlroy: „Ich mag Erin Hills“

Frische Eindrücke: Rory McIlroy schildert im Gespräch mit der USGA seine Sicht der US-Open-Dinge. Der Weltranglistenzweite sagt nach einer Trainingsrunde: „Ich mag den Kurs. Man hat in den vergangenen Jahren viel von Erin Hills gehört, und es erfüllt alle Erwartungen.“ Interessant, dass der vierfache Majorsieger den Platz im Vergleich zu vorherigen US-Open-Schauplätzen als großzügiger empfindet. Diese Einschätzung teilen nicht alle seiner Mitbewerber…

Dustin Johnson wartet auf seinen Sohn

Vaterpflichten: Der eine, Phil Mickelson, kommt wohl nicht wegen seiner Tochter. Der andere kommt noch nicht, weil er auf seinen Sohn wartet. Titelverteidiger Dustin Johnson trifft frühestens am Dienstag bei der US Open ein, zuerst soll seine Verlobte Paulina Gretzky das zweite Kind des Paars zur Welt bringen. Tatums Brüderchen wurde für Sonntag oder Montag ausgerechnet. „D. J.“ kann den Trainingsverlust verschmerzen, er hat nach dem verpassten Cut beim Memorial vergangene Woche bereits zwei Übungsrunden in Erin Hills gespielt.



Erin Hills: Pros hadern mit dem Gras

Heftige Wiese: Das Rough von Erin Hills erhitzt schon jetzt die Gemüter. Graeme McDowell fürchtet, dass Caddies darin verloren gehen. Adam Scott warnt die USGA, dass sie es mit dem Set-up des US-Open-Platzes nicht übertreiben soll, „weil die brutalen Bedingungen ein falsches Zeichen setzen und ein schlechtes Beispiel sind“. Und Kevin Na hat jetzt schon die Nase voll vom extrem dichten, „unspielbaren“ Festuca-Gras. „So was haben wir wirklich an jedem Loch“, beklagt er sich in seinem Video: „Warum können wir nicht ein paar ehemaligen US-Open-Sieger nehmen, und lassen die ein Major arrangieren…“

Herzlich willkommen zur US Open!

Einblick: Die USGA lässt uns daran teilhaben, wie das so ist, wenn man sich bei einer US Open einschreibt. In der Hauptrolle: Justin Thomas. Und danach das, was sonst noch vor dem Major geschah.



Billy Horschel puttet mit dem Holz

Alternativschläger: Es gilt als probates Mittel, wenn der Ball direkt am Grünrand liegt, und der Schläger durch höheres Gras muss: Das Putten mit dem Holz. Billy Horschel freilich musste mit dem Fairway-Holz auch einlochen. Der „Byron-Nelson“-Sieger hatte auf dem vorletzten Grün seiner ersten Runde bei der St. Jude Classic einen Sechs-Meter-Putt vorbei geschoben und seinen Putter wütend gegen das Bag geknallt. Prompt brach der Kopf ab. Da der Schläger nicht durch Spieleinfluss beschädigt wurde, durfte Horschel ihn nicht ersetzen. Aber er rettete das Par mit dem Holz und brauchte auch auf dem Schlussloch nur zwei Putts.

Kevin Kisner dankt Caddie mit Pick-up

Gratifikation: Nach zwei sehr guten Jahren auf der PGA Tour mit zwei Siegen und sechs zweiten Plätzen hat sich Kevin Kisner, unlängst Gewinner des Dean & DeLuca Invitational, ein besonderes Dankeschön für seinen langjährigen Caddie Duane Bock einfallen lassen. Er schenkte dem bulligen „Bagman“ einen schicken Pick-up:





Amateur verletzt Padraig Harrington

Querschläger: Padraig Harrington dachte schon, es sei das Ende seiner Karriere als Profigolfer. Bei einer Golf-„Clinic“ wurde der dreifache Majorsieger aus Irland vom Probeschwung eines Amateurs heftig am Ellbogen getroffen, als er gerade etwas demonstrieren wollte. Der „Querschläger“ verursachte eine klaffende Wunde, die mit sechs Stichen genäht werden musste. Die ersten Befürchtungen bestätigten sich indes nicht: Es gab keine Brüche. Harrington musste dennoch den Start bei der St. Jude Classic in Memphis absagen.

Trump: Spendengelder für Golf-Events?

Das Letzte: Laut eines Berichts des Magazins „Forbes“ soll Eric Trump, der Sohn von US-Präsident Donald Trump, die Nutzung von Trump-Golfplätzen für Wohltätigkeitsveranstaltungen zugunsten der Krebshilfe aus den Spendengeldern bezahlt haben, die dabei eingenommen und ausschließlich für die gute Sache deklariert worden waren. Es geht um rund 1,2 Millionen Dollar. Angeblich soll Trump seine Organisation selbst angewiesen haben, die Nutzungsgebühr zu verlangen. Derweil hat „The Donald“ das Wochenende erneut in seinem Golfclub in Bedminster/New Jersey verbracht – und als „Wedding Crusher“ nebenbei eine private Hochzeitsfeier in Aufruhr versetzt. Man nimmt halt an Zuspruch, was man kriegen kann…

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