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Quotenloch: Unfall kostet Dustin Johnson Favoritenrolle

Allerlei vom Masters: Martin Kaymer sorgt für Schlagzeilen, Justin Thomas macht ein Geständnis, Bubba Watson zaubert und Rory McIlroy hilft einem Idol.

Dustin Johnson ist nach seinem Treppensturz bei den Wettanbietern nicht mehr alleiniger Favorit für das US Masters Tournament.
Dustin Johnson ist nach seinem Treppensturz bei den Wettanbietern nicht mehr alleiniger Favorit für das US Masters Tournament. (Foto: Getty)

Er wird auf jeden Fall zu spielen versuchen, aber nicht mehr als Top-Favorit dieses 81. Masters: Der Unfall auf der Treppe seines gemieteten Hauses in Augusta hat Dustin Johnson auch in ein Quotenloch stürzen lassen. Der amerikanische Longhitter war bis gestern Nachmittag Ortszeit bei den „Bookies“ noch ganz klar erster Aspirant auf das „Green Jacket“, doch die Wettbüros reagierten umgehend. Schon eine halbe Stunde nach der News vom Missgeschick des Branchenprimus schraubten die Buchmacher „D.J.‘s“ Quote von 5:1 auf 7:1.

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Damit rangiert nun ein Trio an der Spitze der Setzliste: Jordan Spieth, Rory McIlroy und der in doppelter Hinsicht gefallene Johnson. Aber vielleicht ist das letztlich auch ein gutes Omen: Denn seit Tiger Woods 2005 hat keiner mehr das Masters gewonnen, der vorher als absoluter Top-Favorit gehandelt wurde. Andererseits hat seit Woods 2002 auch kein amtierender Weltranglistenerster mehr das grüne Sakko übergezogen. Also, schau‘n mer mal…

Martin Kaymer und die Trump-Aussage

Schlagzeilen: Martin Kaymer hat der „Bild“-Zeitung vor dem Masters ein Interview gegeben, und die kam mit der Überschrift heraus „Kaymer: Trump ist ein Geschenk für uns“. Das löste etliche heftige Reaktionen aus, wenngleich sich Kaymer auf den Golf-Unternehmer Trump bezog, der „weltweit extrem gute Plätze“ gebaut habe: „Was er im Golf anpackt, ist eigentlich immer ein Riesenerfolg. Als Golf-Fan ist er ein Geschenk für uns.“

Via Facebook beeilte sich Kaymer („Lasst euch nicht von der reißerischen Schlagzeile blenden“) dann klarzustellen, „dass ich mich nicht zu politischen Themen in Bezug auf Donald Trump und meiner persönlichen Meinung zu ihm, die sich im übrigen in keinster Weise in diesem Artikel widerspiegelt, geäußert habe und das auch in einem Interview nicht tun werde“. Auch über Trumps Einstellung zum Golf ließe sich mehr als trefflich debattieren, aber die Chronistenpflicht ist hiermit erfüllt.



Nix Masters: Justin Thomas träumt vom Claret Jug

Geständnis: Justin Thomas kommt mit drei Saisonsiegen und einer 59er Runde bei der Sony Open nach Augusta, spielte Übungsrunden mit Phil Mickelson sowie Club-Champion Jeff Knox und gehört unbedingt zu den Masters-Mitfavoriten. Dennoch ist das „Green Jacket“ nicht die Trophäe seiner Träume. Sondern der Claret Jug! „Um eine Open Championship zu gewinnen, musst du in jeder Hinsicht ein komplettes Spiel zeigen“, bekannte der 23-Jährige aus Kentucky dem Portal „Men‘s Journal“: „Und das würde ich gern beweisen.“

Bälle-Hopsen: Bubba Watson per Driver

Ersatz: Wenn‘s schon keine Fotos vom Par-3-Contest gibt, weil der zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt wurde, dann wenigstens noch ein Nachschlag vom „Bälle-Hopsen“ an der 16 während des Trainings. Der „Natural Born Golfer“ Bubba Watson lässt sich unter dem Gejohle der Patrons nicht lumpen und die Kugel per Driver übers Wasser springen:



Jon Rahm kam ohne schriftliche Einladung

Unerledigte Post: Masters-Debütant Jon Rahm ist ohne Einladung nach Augusta angereist. Nein, der Club hat nicht vergessen, dem als Geheimfavoriten gehandelten Spanier („Wenn ich nicht glauben würde, dass ich gewinnen kann, wäre ich nicht hier“) den begehrten Brief zu schicken. Der viel beschäftigte 22-Jährige hat schlichtweg seine Post noch nicht geöffnet, „weil ich seit Wochen kaum zu Hause war“.

Das Tor zur Magnolia Lane durfte er dank einer E-Mail-Einladung passieren. „Die zu erhalten, war auch ziemlich toll“, sagte Rahm, der sich die Masters-Teilnahme mit dem Gewinn der Farmers Insurance Open im Januar sicherte, „aber ich freue mich darauf, die schriftliche Einladung einzurahmen  und daheim aufzuhängen.“

Alle Patrons sind heute „Arnie‘s Army“

Reverenz an den „King“: Einer fehlt und ist trotzdem auch in Augusta allgegenwärtig, der im September 2016 verstorbene Arnold Palmer. Masters-Chairman William Payne zeigte sich bei seiner traditionellen Mittwochs-Pressekonferenz mit einem Button, der ihn als Mitglied von „Arnie‘s Army“ ausweist. So einen Anstecker erhält heute auch jeder Besucher des ersten Turniertags. Und sowieso werde dieses 81. Masters laut Payne eine „festliche Würdigung der Lebensgeschichte von Arnold Palmer“.





Das Masters-Sandwich leicht gemacht

Bedienungsanleitung: Ein Masters ohne „Pimento Cheese Sandwich“ ist wie Wimbledon ohne Erdbeeren mit Sahne. Und das gilt auch für alle, die das Geschehen auf der Couch verfolgen. Nachdem wir vergangenes Jahr schon das Rezept beschrieben haben, gibt‘s jetzt dank „Golf Digest“ die Machweise auch im Bewegtbild:

Rory McIlroy schraubt an Jack Nicklaus‘ Driver

Heimlicher Helfer: Wenn Jack Nicklaus heute bei der zeremoniellen Eröffnung des 81. Masters seinen Drive weiter schlägt als Gary Player, dann darf sich auch Rory McIlroy auf die Schultern klopfen. Der Nordire hat dem „golden Bären“ nämlich das Holz eins richtig eingestellt, als sich die beiden vor einigen Tagen im „The Bear‘s Club“ in Florida über den Weg liefen: „Jack ist halt alte Schule“, erzählt McIlroy über die Begegnung: „Ich habe das Gewicht in seinem Driver neu justiert, weil er immer leicht nach links schlug. Jetzt spielt er perfekte kleine Fades.“ 2016 war Nicklaus von Player ausgespielt worden, und der Südafrikaner hatte ihn noch vor kurzem damit aufgezogen.

Ein Rapper beim Golf

Das Letzte: Rapper Snoop Dogg ist kein Golfer, wäre es aber gern. Also versuchte sich der Fan von Arnold Palmer, Jack Nicklaus und Tiger Woods kurz vor dem Masters im benachbarten Forest Hills Golf Club zu Augusta an ein paar Schlägen. Sein Fazit: „Im TV sieht Golf so einfach aus, aber es ist wirklich schwierig.“ Unsereins wünscht sich angesichts des ganzen Getues und der Theatralik bloß, so einen Flight auf der Runde nie vor sich zu haben:

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