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Rory McIlroy: „Ohne Green Jacket wäre ich nicht komplett“

Champions beehren Talente, Augusta National hat eine neue „Schreibstube“ und Schuhe mit Käse-Image. Die Back Nine vor dem Masters.

Back Nine Rory McIlroy nicht komplett ohne Green Jacket
Damit sich Rory McIlroy vollständig fühlt, muss das Green Jacket her. (Foto: Getty; Glenda Ortiz/clipartfest.com)

Der Mann hat alles, wovon man laut Klischee so träumt: eine Herzdame, die er bald heiratet, beruflichen Erfolg samt Rampenlicht, bereits vier Majorsiege in der Bilanz, dazu Geld wie Heu. „Aber wenn ich kein 'Green Jacket‘ habe, dann würde ein winziges Teilchen fehlen“, sagt Rory McIlroy. Der Nordire hat vor dem Masters mit „ESPN“ gesprochen und aus seinem Herzen wieder mal keine Mördergrube gemacht.

„Ich wünschte, ich könnte sagen, mein Leben ist erfüllt. Mit all dem, was passiert ist, mit allem, was passieren wird, mit der Gründung einer Familie und so weiter“, erzählt „Rors“ dem TV-Sender: „Aber ja, ich wäre nicht komplett, wenn ich es [das Green Jacket] nicht bekommen würde.“ Diese Woche unternimmt der 27-Jährige den neunten Anlauf auf einen Triumph beim Masters und den nunmehr dritten Versuch in Sachen Karriere-Grand-Slam.

Apropos Geld wie Heu: McIlroy hat seinen Vertrag mit Bekleidungsausrüster Nike verlängert, laut eigenem Tweet offenbar um mindestens zehn Jahre und ganz sicher äußerst lukrativ. Der „Swoosh“-Konzern hat dazu passend ein neues Werbevideo mit seinen Top-Testimonials McIlroy und Jason Day veröffentlicht.

Leichte Veränderungen im Favoritenfeld

Aufgemischt: Kurz vor dem Beginn der Masters-Woche ist bei den Buchmachern noch mal Bewegung ins Feld der Favoriten gekommen. Nach wie vor rangiert Dustin Johnson an der Spitze der Titelaspiranten. Hinter „D.J.“ folgt Jordan Spieth mit leichtem Abstand vor Rory McIlroy. Auf Platz vier liegt dann schon der Spanier Jon Rahm, dem nicht nur die „Bookies“ einiges zutrauen. Jason Day ist lediglich Sechster hinter Hideki Matsuyama, es folgen Justin Thomas und Altmeister Phil Mickelson. Martin Kaymer ist auf Platz 42 gesetzt.



Talent trägt „Green Jacket“ schon mal zur Probe

Besondere Ehre: 80 Talente traten gestern wieder zum Finale des landesweiten Wettbewerbs „Drive, Chip & Putt“ im Augusta National Golf Club an, dem stets auch zahlreiche Masters-Teilnehmer zuschauen. Acht von ihnen hielten am Ende Pokale in den Händen, einer jedoch fühlte sich besonders ausgezeichnet: Quinn Thomas. Der Elfjährige aus Missouri durfte beim Warten auf die Siegerehrung das „Green Jacket“ von Fred Couples überziehen. Quinn‘s Kommentar: „Ein bisschen zu groß.“ Noch, aber wer weiß…



Bubba Watson favorisiert sich selbst

Gesundes Ego: Siegerprognosen sind vor einem Major an der Tagesordnung, und auch die Spieler selbst werden nach ihren Favoriten gefragt. Bubba Watson hat einen speziellen Tipp an der Hand: „Webb Simpson, er puttet derzeit sehr gut.“ Aber eigentlich setzt der zweifache Masters-Sieger vor allem auf sich selbst: „Danny Willett wird der härteste Gegner, weil er die Trophäe hat, die wir unbedingt zurück haben wollen“, grinst Watson: „Und mit „wir“ meine ich mich!“

Steifer Tiger Woods: Nur fünf Minuten mit dem Driver

Ergänzung: Der wie üblich gut informierte US-Golfjournalist Tim Rosaforte hat noch ein paar Hintergrundinformationen zur Masters-Absage von Tiger Woods geliefert. Demnach soll der erneut seit acht Wochen pausierende Superstar gerade mal zwei Trainingseinheiten in seinem Heimatclub The Medalist in Jupiter/Florida absolviert haben. Laut Rosafortes Quellen dauerte die letzte am vergangenen Donnerstag mit dem Driver gerade mal fünf Minuten, und Woods habe sehr steif gewirkt.





Augusta National mit neuem Medien-Center

Arbeitsplatz: Da kommt zusätzlicher Neid auf, lieber Peter Auf der Heyde. Der „Golf-Post“-Reporter beim Masters darf sich auf eine besonders schicke „Schreibstube“ freuen, denn Augusta National hat am westlichen Ende der Driving Range ein neues Medien-Center gebaut, passend zum Selbstverständnis des Clubs imposant und mit allem Zipp und Zapp:

Millionen-Zocker Phil Mickelson

Zocker: Dass Phil Mickelson gern wettet, nicht nur auf dem Golfplatz, ist hinlänglich bekannt. Beim Prozess gegen Mickelsons Golf-Buddy Billy Walters, der wegen Insiderhandels vor Gericht steht, wurden jetzt Spielschulden von 1,92 Millionen Dollar bekannt, die „Lefty“ an Walters bezahlt haben soll. In dem Prozess sollte Mickelson eigentlich als Zeuge aussagen, doch der Golfstar machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Mickelson stand ebenfalls unter Verdacht, von Insidertips profitiert zu haben, zahlte seine Erlöse aus Aktiengeschäften allerdings bereits mit Zinsen zurück.

Coup für Parsons: Will Smith spielt PXG-Driver

Kostenlose Werbung: PXG macht seit 2015 ziemlich Furore in der Golfszene, die hochpreisigen Schläger stecken mittlerweile in den Bags unter anderem der Majorsieger Zach Johnson und Charl Schwartzel. Die freilich kriegen Geld dafür. Einen weitgehend kostenlosen Coup landete PXG-Gründer Bob Parsons dagegen, als er mit Will Smith eine private Runde spielte, und der Hollywood-Superstar auf Facebook werbewirksam mit Parsons und dem PXG-Driver posierte und verkündete: „Neue Schläger, neue Freunde… Danke Bob.“

Adidas lässt sich vom Masters-Sandwich inspirieren

Zum Schluss: Das berühmte „Pimento Cheese Sandwich“ von Augusta National inspiriert sogar die Schuhdesigner. Adidas hat zum Masters in limitierter Auflage von 100 Stück und für 180 Dollar den „Pimento Cheese Crossknit Boost“ herausgebracht. Da kriegt der Begriff „Käsemauke“ eine völlig neue Bedeutung…

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