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Ryder Cup 2018: Ebenfalls eine Bühne für die Hersteller?

Obwohl die Profis keinen Cent am Ryder Cup verdienen, ist dieser ein Millionengeschäft. Selbstverständlich wollen auch die Hersteller ihr Stück vom Kuchen abbekommen.

Die Equipment-Hersteller um TaylorMade und Co. schicken zum Ryder Cup ihre
Die Equipment-Hersteller um TaylorMade und Co. schicken zum Ryder Cup ihre "Schlachtrösser" ins Rennen und wollen sich präsentieren. (Foto: Getty / PGA Tour)

Der Kontinentalvergleich, den alle Golf-Fans lieben, steht endlich wieder an. Alle zwei Jahre treffen im Ryder Cup die besten Golfer aus den Vereinigten Staaten von Amerika auf ihre direkten Kontrahenten aus Europa. Die namhaften Equipment-Hersteller nutzen diese riesengroße Plattform gerne, um ihre besten "Schlachtrösser" ins Rennen zu schicken.

Besondere Ballregel beim Ryder Cup

Bei normalen Profi-Turnieren gilt fast immer die "One Ball Rule". Das bedeutet, dass nur ein Ballmodell über das ganze Turnier gespielt werden darf. Werden Bälle ins Wasser gedonnert oder erleiden Kratzer, dürfen diese nach dem gespielten Loch selbstverständlich ausgetauscht werden. Trotzdem muss immer exakt das selbe Modell gespielt werden.

Dustin Johnson vertraut beispielsweise auf den TaylorMade TP5x Golfball. Es ist nicht nur entscheidend, dass er nur diese Bälle spielt, sondern es muss sogar ein Ball aus dem selben Jahr sein, also darf er keine älteren Modelle spielen. Wenn er bei einem Par-3 lieber auf den TaylorMade TP5 zurückgreifen wollte, darf er das nicht. Beim Ryder-Cup sieht das in den Vierern etwas anders aus.


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Im klassischen Vierer wird immer abwechselnd geschlagen, deswegen ist nur ein Ball im Spiel. Hier steht es den Spielern im Ryder Cup frei, ob nur ein Ballmodell gespielt wird, oder die Bälle von Loch zu Loch gewechselt werden. Viele Partner sprechen sich so ab, dass jeweils der Schlag ins Grün mit dem "eigenen" Ball gespielt wird, weil man dafür das meiste Gefühl benötigt. Bei Drives und Putts sind die Top-Modelle sehr ähnlich, sodass es hier nicht so entscheidend ist.



Aufgrund dieser Problematik blicken wir auch gespannt auf die Team-Zusammensetzungen. Werden die Captains die Profis auch nach den gewohnten Ballmodellen setzten, oder darauf weniger Wert legen? Tiger Woods und Matt Kuchar spielen zum Beispiel den selben Ball von Bridgestone, auf Seiten der Europäer sind Rose, Rahm und McIlroy mit den gleichen Bällen, ebenfalls die TP5-Variante von TaylorMade, unterwegs. Letztlich bleiben diese "Luxus-Problemchen" den Captains und den Spielern überlassen.


Weltrangliste spricht für die Amerikaner

Auf dem Papier sind die Amerikaner mal wieder der Favorit. Die durchschnittliche Weltranglistenposition spricht für die US-Boys, aber das ist in fast jedem Duell der Fall gewesen. Die aktuelle Statistik (seitdem die Kontinentaleuropäer auch mitmachen dürfen) sagt jedoch etwas anderes. Dort liegen die Europäer knapp vorne. Aber zum Glück wird Golf auf Rasen und nicht auf Papier gespielt.


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Die aktuelle Nummer 1 der Welt ist jedoch kein Amerikaner sondern mit Justin Rose ein Brite. Der in Südafrika geborene und im Laufe seiner Kindheit nach Großbritanien gezogene Rose, hatte einen steinigen Weg zur Spitze der Welt.

Aktuell feiert er immer mehr Erfolge und Spitzenpositionen. Für den Ryder Cup hat er sich spielerisch leicht qualifiziert. Er ist außerdem der aktuelle Olympia-Sieger. Kurzum: Für Justin Rose läuft es! In dieser Saison gelang ihm ein Sieg in Fort Worth und zahlreiche zweite Plätze. Sein Equipment hilft ihm natürlich, weswegen wir einen Blick darauf werfen wollen:

Comeback von Tiger Woods

Manche in der Golfwelt haben es ihm fast schon nicht mehr zugetraut, aber Tiger Woods kommt zurück in den Ryder Cup. Und dies nicht als Teambetreuer, "Maskottchen" oder als einer der Captains, sondern als vollwertiges Mitglied des Teams. Zum ersten Mal wird er nicht den "Swoosh" über den Golfplatz jagen, sondern mit neuem Equipment unterwegs sein:

Equipment Modell
Ball Bridgestone, Tour B XS Golfball
Driver TaylorMade, M3 Driver (8,5°)
Holz 3 TaylorMade, M3 Holz (15°)
Driving Eisen TaylorMade, Gapr Lo (2)
Eisen 3-PW TaylorMade, TW-Phase 1 Proto Eisen
Sand Wedge TaylorMade, Milled Grind Raw Wedge (52°)
Lob Wedge TaylorMade, Milled Grind Raw Wedge (56°)
Putter Scotty Cameron, Newport 2 Putter
Textilien und Schuhe Nike

Wie sich Tiger mit seiner neuen Ausrüstung bei seinem insgesamt achten Ryder Cup als Spieler macht, werden wir ab Freitag dem 28.09.2018 verfolgen können. Wir hoffen auf einen spannenden und fairen Wettkampf. Wenn Sie wissen wollen, wer an der Seite von Rose und Tiger mit in die Schlacht zieht, empfehlen wir Ihnen unsere Fotostrecken der Teilnehmer des diesjährigen Ryder Cups.


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