Aktuell. Unabhängig. Nah.

48 Minuten, 117 Schläge: So macht sich Tiger Woods für Turniere warm

Von Tiger Woods lernen, heißt siegen lernen. Darum kann man sich auch von seiner Warm-Up-Routine einiges fürs eigene Spiel abschauen.

Tiger Woods verbringt vor einer Turnierrunde viel Zeit auf der Driving Range. (Foto: Getty)
Tiger Woods verbringt vor einer Turnierrunde viel Zeit auf der Driving Range. (Foto: Getty)


Seit seinem Comebach ist Tiger Woods stetig die Weltrangliste hinauf geklettert. Dass er dabei viel mehr Rücksicht auf seinen Körper nehmen muss als früher, ist kein Geheimnis. Das bedeutet auch, dass er vor den eigentlichen Zählspielrunden einige Zeit auf der Driving Range verbringt, um sich einzuspielen. Wie seine Warm-Up-Routine aussieht, zeigt das Video.

Eine gute Dreiviertelstunde verbringt Woods auf der Range, bevor er an den ersten Abschlag tritt. Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie auch 45 Minuten vor der Turnierrunde auf der Übungsanlage aktiv? Oder eher der Typ, der fünf Putts für das Gefühl macht und dann noch schnell zwei Drives? Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel Warm-Up er benötigt, um den "Touch" zu finden. Doch Fakt ist, dass eine behutsam ausgeführte Aufwärmphase das Verletzungsrisiko senkt. Das dürfte wohl niemand besser wissen als der von diversen Operationen gezeichnete Woods.


Wie wärmt sich Tiger Woods auf?

Es ist davon auszugehen, dass Woods, bevor er zum Schläger greift, bereits einige Zeit beim Aufwärmen im Gym verbracht hat. Wer so oft verletzt war, muss zwingend zunächst seinen Körper in Bereitschaft versetzen, um Muskeln und Bänder zu aktivieren. Erst nach der dieser Vorereitung ist es ratsam zum Schläger zu greifen. Wie halten Sie es? Wärmen Sie sich vorab ohne Schläger auf?

Woods beginnt seine Arbeit am Schläger, wie die meisten Golfer, auf dem Puttinggrün. Zunächst macht er hier einhändige Putts mit dem rechten Arm. Nach einigen kurzen und wenigen langen Putts, geht es für den 41-Jährigen aufs Pitching- und Chippinggrün. 14 Pitches spielt Woods, bevor er sein Bunkerspiel erprobt. Dabei schlägt er nicht nur aus für einen Tourprofi einfachen Lagen, sondern wirft den Ball auch hart in den Sand, um sich an einem berühmt-berüchtigten "Spiegelei" zu versuchen.



Die nächste Station in Woods' Aufwärmprogramm ist die Driving Range. Auf lockere Schläge mit dem Sand-Wedge folgen Schwünge mit dem 8er und anschließend mit dem 4er Eisen. Nach Holz 5 und Holz 3 bemüht er seinen Driver, um anschließend noch einmal dieselben Schläger zu benutzen und in anderer Reihenfolge je zwei weitere Schläge mit seinem Equipment zu machen. Nach sechs letzten langen Putts ist Woods gut auf seine Runde vorbereitet.

Video: Das Warm-Up von Tiger Woods