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Illegale Wetten: „1000 Dollar gewinnen meine volle Aufmerksamkeit“

Trotz Verbots sind Wetten unter Profis auf der PGA Tour nicht unüblich. "Es hilft, um wachsam zu bleiben", berichtet ein anonymer Tour Pro.

Das Geld auf der Runde den Besitzer wechselt ist bei PGA-Tour-Events trotz Wettverbots nicht unüblich. (Foto: Getty)
Das Geld auf der Runde den Besitzer wechselt ist bei PGA-Tour-Events trotz Wettverbots nicht unüblich. (Foto: Getty)

Wetten sind auf der PGA Tour nicht erlaubt. Das heißt nicht, dass sie unter den Pros nicht doch stattfinden. Der Undercover Tour Pro berichtet im Magazin GolfDigest, was wirklich auf dem Platz los ist - von kleineren Beträgen, die eine Proberunde interessant machen bis zu großen Einsätzen von 50.000 Dollar.

"Es gibt mehr Wetten als man denkt"

Das ganze beginnt schon, bevor das Turnier wirklich angefangen hat. "Es gibt mehr Wetten bei PGA-Tour-Proberunden als man denkt", beginnt der Undercover Tour Pro. Bis auf einige Rookies, die sich ernsthaft auf den Platz konzentrieren, hätten die meisten Gruppen Wetten untereinander laufen, mit einem Standardeinsatz von 100 Dollar. Der geheime Pro schließt sich selbst davon nicht aus. "Es hilft, wachsam zu bleiben", gesteht er.

Aber auch während des Turniers seien die Profis nicht abgeneigt, zusätzliche Anreize zu schaffen. Ob es um den Cut oder ein paar Ränge im Leaderboard geht, "der Ruhm einem Kollegen ein paar hundert Mäuse abzunehmen ist interessanter als ein möglicher größerer Anteil am Preisgeld." Aber das sei nichts, was man schon am ersten Abschlag beginne, so der Undercover Tour Pro. "Der perfekte Zeitpunkt ist, wenn Golf zu einem Rennen wird, wer das Loch als schnellstes beenden kann", dass sei meistens auf der Back Nine oder der späten Front Nine. "Denn mit Gleichgültigkeit zu spielen ist gefährlich." Dann haben man nämlich nicht die Chance, den Moment zu finden, an dem der Knoten platzt. Die kleine Wette unter Kollegen schaffe so den Ansporn, auch am Ende einer enttäuschenden Woche noch nicht ganz aufzugeben.

"Die Wetten können unvernünftig werden"

Höhere Einsätze seien seltener, aber auch nicht schwer zu finden und könnten bis zu 10.000 Dollar in einer Turnierwoche erreichen. Die richtig großen Beträge kämen aber abseits der PGA Tour in Spiel. "Die Wetten können unvernünftig werden", schreibt der Tour Pro und spricht von bis zu 50.000 Dollar pro Person. Bei solchen Beträgen werde der Ton dann auch schon etwas rauer. Besonders Ernie Els könne einen zu Tränen treiben, wenn man sich nicht an die Abmachung hält. "1000 Dollar ist die perfekte Menge, um meine volle Aufmerksamkeit zu gewinnen", sagt der Undercover Pro von sich selbst, aber auch um mehr würde er spielen, ob gegen jemanden aus den Top 10 oder jemanden von der Web.com Tour spielt dabei keine Rolle.

Wichtig sei nur, dass man seine Schulden innerhalb von 24 Stunden begleicht und zwar mit Cash. Sonst drohe einem öffentliche Demütigung auf der Driving Range oder sogar den Sozialen Medien. "Wenn ich auf dem Weg zu einem Turnier bin ist mein letzter Stop vor dem Flughafen immer die Bank", so der geheime Pro.

Vorbereitung auf den großen Moment

Nicht nur auf dem Platz, auch bei anderen Sportarten versucht der Undercover Tour Pro gerne Mal sein Glück. Diese Neigung zum Glückspiel begründet er folgendermaßen: "Ich mache es wegen dem Rausch, vielleicht aus dem selben Grund weshalb andere Drogen nehmen oder gefährliche Sportarten ausprobieren. Aber wenn man an diese Hitze nicht gewöhnt ist, wie kann man dann erwarten bereit zu sein, wenn der Moment gekommen ist und man vor einem Schlag steht der eine halbe Millionen Dollar wert ist?"


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