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US Open Finale: Erin Hills schlägt zurück – Kaymer und Jäger straucheln

Der Wind und die USGA sorgen dafür, dass Martin Kaymer und Stephan Jäger die 117. US Open mit gemischten Gefühlen beenden. 

Zum Abschluss der US Open mussten Martin Kaymer und Stephan Jäger nochmal gehörig kämpfen. (Foto: Getty)
Zum Abschluss der US Open mussten Martin Kaymer und Stephan Jäger nochmal gehörig kämpfen. (Foto: Getty)

Pünktlich zum Finaltag der 117. US Open in Erin Hills wusste sich der Platz "endlich" in dem von der USGA gewollten und von vielen erwarteten Zustand zu präsentieren. Die Fahnenpositionen waren eines Finaltags würdig und der Wettergott spielte den bereits ins Schwitzen geratenen Verantwortlichen der USGA in die Karten, indem er Winde blasen ließ, die niedrige Score kaum möglich machten.

Damit zu kämpfen hatten aus deutscher Sicht leider auch die beiden Profis Martin Kaymer und Stephan Jäger. Die beiden an den ersten Tagen noch stark aufspielenden Deutschen hatten bereits am Moving Day zu kämpfen und wurden pünktlich zum Finale noch mal richtig in die Mangel genommen.

Martin Kaymer bei US Open um Schadensbegrenzung bemüht

Nachdem Martin Kaymer der Moving Day bei der 117. US Open einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und die Chancen auf eine Topplatzierung vor der Finalrunde schon extrem gering waren, galt es für die deutsche Nummer eins, Schadensbegrenzung bei den schweren Bedingungen zu betreiben. Hier wurde Kaymer auch direkt nach Loch 4 gefordert, als es galt einem Doppelbogey hinterher zu laufen.

Gesagt, getan stopfte er zwei Löcher später zum Birdie, nur um direkt im Anschluss wieder zurück auf zwei über Par für den Tag zu gehen. Ab diesem Moment besann sich der 32-Jährige dann auf das Spiel, das ihn in den ersten beiden Runden auszeichnete. Konstant lochte er Par um Par und notierte auf Loch 18 sogar noch ein versöhnliches, abschließendes Birdie. Damit steht also ein Ergebnis von insgesamt eins über Par zu Buche, das Kaymer nicht zufrieden stimmen wird, ob der teilweise starken Leistungen in dieser Woche. Bleibt also nur zu hoffen, dass er die guten Stunden in Erin Hills mit zum Heimspiel nach Eichenried nimmt und bei der BMW International Open um den Sieg mitspielen kann.

Stephan Jäger kapituliert vor dem Platz in Erin Hills

Wir hatten ihn in den ersten beiden Runden so sehr ob seiner Konstanz gelobt und uns wahrlich mit Stephan Jäger gefreut, dass er im Zirkus der ganz Großen mitmischen kann. In Runde drei bröckelte die Konstanz des frischgebackenen PGA-Tour-Karten-Inhabers schon auf der Back Nine leicht, ehe sie heute auf der Finalrunde zur Gänze zum Einsturz kam.

Nicht nur die Back Nine sollte zum Abschluss hart werden für Jäger, auch die Front Nine erwischte ihn mit voller Breitseite. Ganze fünf Bogeys bei lediglich einem Schlaggewinn wurden es auf den ersten neun Löchern. Nach dem Turn sollte es nicht minder besser werden und Jäger sammelte drei weitere Rückschläge in Form von Bogeys. Bei neun Schlägen über Par angekommen wurde er so weit nach hinten durchgereicht und erlebte einen Finaltag, den er so nicht verdient hatte. Wir bleiben trotz der Finalrunde dabei, dass Stephan Jäger in die Riege der PGA-Profis gehört und vollkommen zurecht und teilweise sehr gut bei dieser US Open agiert hat.

Jordan Spieth mit "Unter-Par-Runde" zum Finale der US Open

Mit dem extrem harten Setup zum Finaltag und dem peitschenden Wind war vielen Zuschauern und Experten schon vor Rundenbeginn klar, dass es zu ganz wenigen Runden unter Par kommen wird. Eine solche zauberte der Ex-US-Open-Champion Jordan Spieth aus dem Hut.


Der Chambers-Bay-Bezwinger von 2015 spielte, für ihn natürlich deutlich zu spät, seine beste Turnierrunde und konnte erstmals in den 60ern das Clubhaus erreichen. Seine drei unter Par hat ihn dementsprechend auch nochmal im Leaderboard nach oben gespült, wobei eine Top-40-Platzierung in keinster Weise den Ansprüchen eines Jordan Spieth genügen wird.


Leaderboard Top-5 Spieler

Rank Spieler To Par Loch Today
1 Brooks Koepka -16 F -5
T2 Hideki Matsuyama -12 F -6
T2 Brian Harman -12 F 0
4 Tommy Fleetwood -11 F 0
T5 Xander Schauffele -10 F -3


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Robin Bulitz
Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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