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US Open 2018: Dustin Johnsons Verfolger lassen spät Federn

Vor allem auf den Schlusslöchern der zweiten Runde der US Open 2018 ereigneten sich diverse Dramen. Nur Dustin Johnson blieb unbeeindruckt.

Ian Poulter kam dem Führenden bedrohlich nahe, ehe er auf der zweiten Runde der US Open 2018 einen fatalen Fehler beging. (Foto: Getty)
Ian Poulter kam dem Führenden bedrohlich nahe, ehe er auf der zweiten Runde der US Open 2018 einen fatalen Fehler beging. (Foto: Getty)

Nach der zweiten Runde geht die US Open 2018 langsam aber sicher in die heiße Phase. Das Feld sortiert sich hinter Dustin Johnson, der auch am Freitag mit einer 67er Runde (-3) nichts anbrennen ließ. Seine Verfolger konnten nicht entscheidend nachsetzen, sodass der amerikanische Longhitter mit vier Schlägen Vorsprung ins Wochenende geht.

Besonders bitter ist dieser große Abstand für Ian Poulter, der zwei Bahnen vor dem Ende seiner Runde bis auf einen Schlag an den Führenden herangerückt war. Doch am 17. Loch folgte das, was die US Open so gefürchtet macht - ein kleines Fiasko. Der englische Ryder-Cup-Veteran schoss aus einem Bunker rechts des Grüns hinter dieses, machte einen fürchterlichen Chip, dann noch einen, anschließend zwei Putts und notierte ein Triplebogey. Statt erster Verfolger zu sein, fiel er nach einem weiteren Schlagverlust auf der 18 auf eins über Par zurück. So teilt sich der 42-Jährige nun den vierten Platz mit Tommy Fleetwood, Henrik Stenson, Justin Rose und Brooks Koepka.

"Vielleicht macht es ein paar Leute da draußen glücklich, dass auch wir mal so schlecht spielen wie jeder andere", sagte "Poults" nach seiner Runde. Doch entmutigen lassen wollte er sich nicht: "Wir sind auch nur Menschen. Ich glaube, es ist das Beste für mich, das schnell zu vergessen und auf meine Position am Wochenende zu schauen."

Auch Justin Rose, der am Donnerstag mit einer 71 die erste Duftmarke gesetzt hatte, musste einsehen, dass eine Runde im Shinnecock Hills GC erst dann zu Ende ist, wenn die Scorekarte unterschrieben ist. Der US-Open-Sieger von 2013 lag nach 16 Löchern zwei unter Par für den Tag, doch Bogeys auf 17 und 18 machten die Runde zunichte.

Rory McIlroy: Zu wenig, zu spät

Ganz andere Probleme hatten Rory McIlroy und Jordan Spieth. McIlroy, der mit einer Hypothek von zehn Schlägen in den zweiten Tag der US Open gegangen war, lud sich auf der Front Nine vier weitere Schläge auf. Auf der deutlich schwierigeren Back Nine fand er dann plötzlich zu seinem aggressiven Spiel zurück und lochte vier Birdies ohne einen weiteren Schlag zu verlieren. So blieb es bei einem Gesamtscore von zehn über Par - McIlroy verpasst den Cut. Eine herbe Enttäuschung für den viermaligen Majorsieger, der sich extra mehrere Wochen lang in der Umgebung des Shinnecock Hills GC auf die US Open vorbereitet und sich durchaus Hoffnungen auf den Titel gemacht hatte.

Jordan Spieth verspielt Cut am letzten Loch

Noch schlimmer kam es für Jordan Spieth, zumindest wenn man den Rundenverlauf betrachtet. Auch der 24-Jährige schoss sich zunächst scheinbar aus dem Turnier, setzte dann zu einer Birdie-Serie von vier aufeinanderfolgenden Schlaggewinnen an, um sich dann doch noch mit zwei abschließenden Bogeys von der US Open 2018 zu verabschieden. Dabei war jenes am letzten Loch ein selten von ihm gesehener Fauxpas. Eine zugegeben fürchterliche Lage genau an der Bunkerkante führte zu einem desaströsen Chip, der Dank der extrem harten Grüns noch passabel Richtung Fahne rollte. Doch nicht weit genug, um das Par zu retten. Bei insgesamt neun über Par scheidet auch der dreimalige Majorsieger aus.




Prominente Cut-Opfer bei US Open 2018

Bereits in der Vormittags-Session hatten Tiger Woods und Martin Kaymer versucht, ihre schwachen ersten Runden gerade zu biegen. Beiden misslang dies. Woods spielte eine passable Runde von zwei über Par, doch vorgenommen hatte er sich etwas anderes: "Ich wollte um die 68 oder 67 spielen, das wäre ein guter Score gewesen." Mit einem Gesamtergebnis von zehn Schlägen über Par muss auch er den Heimweg antreten. "Ich bin nicht zufrieden wie ich gespielt und geputtet habe", konstatierte der 42-Jährige. "Ich liege bei zehn über Par. Ich wüsste nicht wie man damit zufrieden sein kann."

Als Martin Kaymer seinen letzten Putt gelocht hatte, stand ein Gesamtscore von 18 über Par hinter seinem Namen. Trotzdem riss er die Arme hoch und das Publikum auf der Tribüne feierte ihn. Das lag jedoch nicht am Gesamtergebnis, sondern daran, dass der Mettmanner auf der letzten Bahn tatsächlich noch zu seinem ersten Birdie im Turnier gekommen war. Galgenhumor ist auch ein Weg, die katastrophale Woche bei der US Open 2018 zu verkraften. Schon nächste Woche teet Kaymer in seiner Heimat bei der BMW International Open im Rheinland auf.


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