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Tradition geht zu Ende: US Open bekommt neues Playoff-Format

Schon in diesem Jahr wird es ein neues Playoff-Format bei der US Open geben, sofern es zum Stechen kommt. Die 18-Loch-Playoff-Variante ist Geschichte.

Nach einer neuen Welt-Handicap-Regelung, führt die USGA nun auch ein neues Playoff-Format für die U.S. Open ein. (Foto: Getty)
Nach einer neuen Welt-Handicap-Regelung, führt die USGA nun auch ein neues Playoff-Format für die U.S. Open ein. (Foto: Getty)

Erst vor kurzem hat die United States Golf Association (USGA), ein neues Welt-Handicap-System eingeführt. Am Montag gab der US-Verband gleich die nächste Neuheit bekannt. Die USGA kündigte an, dass sie das 18-Loch-Playoff-Format bei der U.S. Open, der U.S. Women's Open, der Senior Open sowie auch bei der Senior Women's Open abschaffen wird. Grund für diese Entscheidung ist, dass man das Major am Sonntag beenden möchte. Diese Regelung wird schon in diesem Jahr greifen, sprich die Golf-Elite muss sich auf kleinere Umstellungen einstellen.

Was ändert sich für die Profis bei der U.S. Open?

Konnte bei vergangenen U.S. Open kein Sieger am Sonntag gekürt werden, so wurde die Entscheidung auf den Montag verlegt, an welchem folglich weitere 18 Löcher auf dem Tagesplan standen. Wurde auch nach weiteren 18 Löchern kein Sieger gefunden, ging es direkt ins Sudden Death. Diese Fallkonstellation trat unteranderem bei der 108. U.S Open im Jahre 2008 in Kalifornien ein, bei welcher Tiger Woods und Rocco Mediate auf Augenhöhe spielten und auch nach dem fünften Umlauf über 18 Loch die berühmte und mächtige U.S. Trophäe nicht übergeben werden konnte. Erst auf dem ersten Sudden-Death-Loch sicherte sich der 14-malige Major-Champion den Titel.

U.S. Open: Nicht nur für Tiger Woods war es bei der 108. U.S. Open nervenaufreibend. Selbst die noch am Montag verbliebenen Zuschauer konnten sich kaum halten. (Foto: Getty)

Nicht nur für Tiger Woods war es bei der 108. U.S. Open nervenaufreibend. Selbst die noch am Montag verbliebenen Zuschauer konnten sich kaum halten. (Foto: Getty)

Diese Konstellation zog schon so manch eine U.S. Open in die Länge und "wir wissen, wie wichtig es für jeden von uns im Golfsport ist, dass Major-Turniere am Sonntag zu Ende gehen und der Sieger seine Trophäe überreicht bekommt", so Mike Davis, CEO der USGA. Davis selbst wollte an der alten Regelung festhalten. Noch im vergangenen Juni sagte er auf einer Pressekonferenz, dass "sich in der nahen Zukunft nichts an dem 18-Loch-Playoff-Format ändern wird". Doch diese Entscheidung lag nicht allein bei ihm. Das USGA Championship Komitte entschied sich dafür, das sogenannte "Aggregate-Playoff" einzuführen, welches dem Spieler erlaubt, auch bei einem schlecht gespielten Loch, am folgenden auszugleichen. Von nun an werden die Profis am Sonntag im Falle einer geteilten Führung zwei extra Löcher spielen müssen. Sollte nach dem "Aggregate-Playoff" kein Sieger feststehen, geht es unmittelbar darauf ins Sudden Death. Mit diesem neuen Format werde automatisch eine unvergessliche und sogar vielleicht eine dramatische Erfahrung für alle Involvierten geschaffen, so Mike Davis.



Jedes Major nun mit ihrem eigenen Playoff-Format

In diesem Jahr, aber auch in den folgenden, haben alle vier Majorturniere unterschiedliche Playoff-Systeme. Das in Kürze anstehende Masters geht nach einer geteilten Führung gleich ins Sudden Death über, während die British Open und die PGA Championship mit dem "Aggregate-Playoff" von drei und vier Extra-Löchern operieren. Somit wahrt jedes Major sein eigenes System, welches zu einer außergewöhnlichen und individuellen Spannung in den letzten Minuten des Turnier führt.

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