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Nach Eklat um Lexi Thompson: USGA und R&A beschränken Videobeweis

Mit sofortiger Wirkung erlassen USGA und R&A Regeländerungen zum Einsatz von Videobeweisen. Verantwortliche erhoffen sich dadurch einen faireren Wettbewerb.

Der Moment der Enttäuschung. Lexi Thompson (USA) verliert nach vier nachträglich auferlegten Strafschlägen das Stechen bei der ANA Inspiration.
Der Moment der Enttäuschung. Lexi Thompson (USA) verliert nach vier nachträglich auferlegten Strafschlägen das Stechen bei der ANA Inspiration. (Foto: Getty)

Immer wieder sorgt der Einsatz von Videobeweisen im professionellen Golf für Kontroversen. Zuletzt war Lexi Thompson bei der ANA Inspiration betroffen, die als führende in den Finaltag ging.

Einem Fernsehzuschauer war aufgefallen, wie die Amerikanerin tags zuvor ihren Ball an anderer Stelle als zuvor markiert niedergelegt hatte. Thompson musste vier Strafschläge in Kauf nehmen und verlor das anschließende Playoff gegen So Yeon Ryu.

Regeländerungen beschränken Videobeweis

Um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden haben R&A und USGA mit sofortiger Wirkung die Regelergänzung 34-3/10 verabschiedet, die den Einsatz von Videobeweisen beschränken soll.

Demnach werden Regelverstöße, die unter normalen Umständen nicht mit bloßem Auge zu sehen gewesen wären, in Zukunft nicht mehr per Videobeweis geahndet. Ein Beispiel hierfür wäre ein Bunkerschlag, in dem der Spieler im Rückschwung unbewusst den Sand berührt.



Des Weiteren sind Situationen von der Regeländerung betroffen, in denen der Spieler eine spezifische Position, Lage oder einen Standort durch die Anwendung der geltenden Regeln bestimmen soll. Dies beinhaltet beispielsweise die Position, an der ein Ball gedropt wird oder an der ein Ball die Grenze zum Wasserhindernis überschreitet.

Sollte ein Videobeweis hier einen Regelverstoß aufdecken wird dieser in Zukunft nicht mehr geahndet, falls der Spieler eine nachvollziehbare Entscheidung zur Positionsbestimmung getätigt hat.

USGA-Chef erwartet positiven Effekt

Der Geschäftsführer der USGA Mike Davis gibt sich mit der Entscheidung zufrieden: „Dieser wichtige Schritt rüstet die Offiziellen mit Instrumenten aus, die einen positiven Einfluss auf das Spiel haben werden. Wir wissen, dass wir in diesem Bereich noch mehr tun müssen. Fortschritte im Videobereich fördern das Erlebnis für Fans, aber können auch den Wettbewerb beeinflussen. Wir müssen die richtige Balance zwischen dem Fortschritt und einem fairen Wettbewerb für alle Spieler finden.“



Die LPGA, welche durch den Vorfall mit Lexi Thompson, viel mediale Aufmerksamkeit bekam, begrüßt die umgesetzten Regeländerungen in einem Statement. Zudem erhoffe sich die Organisation, dass die bestehenden Regeln über den Umgang mit Informationen von Externen weiter geprüft werden.

Die R&A und USGA planen darüber hinaus weitere Regeländerungen im Jahr 2019 zu implementieren, die momentan von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet werden. Die aktuellen Regeländerungen kommen für Lexi Thompson allerdings drei Wochen zu spät.

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