Lücke zwischen Verdienst von Profis und Proetten wird immer größer
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Riesige Unterschiede zwischen Preisgeldern bei Frauen und Männern

Eine Studie zeigt auf, wie groß der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen auf der Tour wirklich ist.

Ariya Jutanugarn (re.) ist die Bestverdienerin auf der LPGA Tour, verdiente aber im Verhältnis zu Martin Kaymer unverhältnismäßig gering. (Foto: Getty)
Ariya Jutanugarn (re.) ist die Bestverdienerin auf der LPGA Tour, verdiente aber im Verhältnis zu Martin Kaymer unverhältnismäßig gering. (Foto: Getty)

Die Golfreise-Firma Golf Travel Centre hat eine Studie durchgeführt, bei der deutlich wurde, wie groß der tatsächliche Unterschied zwischen dem Verdienst der Tourspieler und der der Tourspielerinnen ist. Heraus kam ein deutliches Ergebnis, bei dem die Proetten erschreckend weniger verdienen als die Profis der Touren.

Die Schere zwischen Männern und Frauen wächst immer weiter

Für die Studie wurde der durchschnittliche Verdienst der besten zehn Golfer der Herren- und Damen-Touren pro Schlag ermittelt. Dazu teilten die Studienleiter das gewonnene Preisgeld durch die insgesamt gespielten Schläge und kamen so auf die jeweiligen Werte. Als Ergebnis kam schließlich heraus, dass die Herren innerhalb der Top 10 ganze 82 Prozent mehr verdienen als die Proetten der Touren. Das sind ganze 7 Prozent mehr als der Unterschied zwischen den Geschlechtern im Jahr 2017. Im Jahr 2016 waren es noch 73 Prozent Unterschied zwischen den Verdiensten der Berufsgolfer und Berufsgolferinnen - ein Mann kam auf 7298 Pfund pro Schlag und eine Frau auf lediglich 1955 Pfund. Im Jahr 2018 ist der Unterschied mit 10272 Pfund zu 1840 Pfund deutlich gestiegen, wobei auch klar wird, dass die Verdienste der Frauen gesunken und die der Männer gestiegen sind.


Schaut man auf die Majors wird noch einmal deutlich, wie schlecht die Summen an Preisgeld verteilt sind. Rechnet man alle Majorturniere der Frauen und Männer zusammen, kommt man auf eine Summe von 45,9 Millionen Dollar, von denen nur 25% von den Spielerinnen abgegriffen wurden. Im Schnitt verdiente der Sieger eines Herrenmajors 5648 Pfund pro Schlag, wohingegen eine Frau nur mit 1662 Pfund pro Schlag von dannen zog.

Auch Spielerinnen im Mittelfeld spüren Unterschied deutlich

In der Saison 2018 belegte Martin Kaymer den 54. Rang des Race to Dubais mit 871.713 Punkten, was 871.713 Dollar entspricht. Bei 20 Turnieren gewann er so im Durchschnitt 43.585,65 Dollar. Vergleicht man seinen Verdienst mit dem 54. Rang des Race to CME Globe der LPGA Tour, springt einem sofort die deutlich geringere Summe des Preisgeldes bei mehr gespielten Turnieren ins Auge. Die Spielerin Chella Choi konnte bei 28 Starts 414.135 Dollar für sich beanspruchen und verdiente so im Vergleich zu Kaymer im Durchschnitt knapp 28795 Euro weniger pro Event. Auch wenn dies "nur" 66 Prozent weniger sind als die gleiche Platzierung in der Saisonwertung der Herren, wird der eklatante Unterschied deutlich. Dabei darf man nicht vergessen, dass bei Kaymer die European Tour zugrunde liegt, nicht die PGA Tour, auf der die Preisgelder noch einmal um ein vielfaches höher sind als auf der LPGA Tour.



Das englische Golfmagazin Bunkered zitiert einen Sprecher des Golf Travel Centers, mit folgender Aussage: "Auch wenn die Gespräche [über den Verdienstunterschied - Anm. d. Red.] in den Medien und dem Sport präsent sind, scheint dieser Befund sehr schockierend zu sein." Besonders der Fakt, dass die Schere zwischen den topverdienenden Frauen und Männern auf den Touren immer weiter auseinander zu gehen scheint, sei sehr kritisch zu betrachten.

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