Caddie mit Schlägerhaube beworfen und auf der Stelle gefeuert
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Caddie mit Schlägerhaube beworfen und auf der Stelle gefeuert

Caddie Brandon Davis wurde bei der Great Abaco Classic wegen eines Fehlers gefeuert - vor laufender Kamera. Aber hatte er überhaupt Schuld?

Rhein Gibson wirft seinen Caddie mit einer Schlägerhaube ab. (Foto: twitter.com/@Nick4Sports)
Rhein Gibson wirft seinen Caddie mit einer Schlägerhaube ab. (Foto: twitter.com/@Nick4Sports)

Rhein Gibson reagierte auf den Verlust seines geteilten zweiten Platzes bei der The Bahamas Great Abaco Classic der Web.com-Tour mit einem Wutausbruch, den er an seinem Caddie auslies und löste mit seinem Verhalten eine Kontroverse aus.

Caddie mit Schlägerhaube beworfen

Folgende Szene ereignete sich an der 18. Bahn am Finaltag: Rhein Gibson lag auf dem geteilten zweiten Platz, einen Schlag hinter dem Führenden und hatte noch alle Chancen, ein Playoff um den Turniersieg zu erzwingen. Sein zweiter Schlag landete aber im Wasser und er hätte von dort einchippen müssen, um das Playoff noch zu erreichen.

Sein Caddie Brandon Davis aber holte den Ball aus dem Wasser und wurde dafür von einem Regeloffiziellen mit einem Strafschlag belegt, weil er gegen die Regel 18-2 verstoßen habe. Diese Regel besagt, dass der Caddie den Ball nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Spielers aufnehmen darf. Dies sei in der entsprechenden Situation nicht geschehen.

Die Folge davon war, dass Rhein Gibson vom geteilten zweiten auf den alleinigen dritten Platz zurückfiel und dadurch insgesamt 12.000 Dollar weniger Preisgeld erhielt. Aus Wut bewarf er seinen Caddie mit einer Schlägerhaube und feuerte ihn noch im selben Augenblick.



Liegt der Fehler beim Caddie oder dem Regeloffiziellen?

Brandon Davis aber verteidigt sein Verhalten. Der Ball habe so zwischen Steinen festgehangen, es wäre unmöglich gewesen ihn zu spielen. Gibson habe die Lage gesehen, sie mit einem "fuck" kommentiert und sei weggegangen. Die beiden hätten sogar schon den Drop-Platz ausgemacht, sagte Davis.



Das würde seiner Meinung nach bedeuten, dass nach Regelentscheidung 26-1/9 kein Strafschlag angemessen sei, weil klar gewesen wäre, dass der Spieler den Ball nicht aus dieser Lage spielen wolle, erklärte Davis sich in einem ausführlichen Video. Der genaue Text der Entscheidung lautet folgendermaßen: "Es fällt keine Strafe nach Regel 18-2 an, wenn es außer Frage steht oder berechtigterweise aus dem Verhalten oder den Äußerungen des Spielers hinreichend anzunehmen ist, dass er seinen nächsten Schlag von außerhalb des Wasserhindernisses machen wird."


Regeloffizieller widerspricht Caddies Schilderung

Der Regeloffizielle bestritt Davis' Regelauslegung. Noch während Rhein Gibson auf den im Wasserhindernis gefundenen Ball zugegangen sei, habe Davis den Ball aufgehoben, woraufhin Gibson gesagt habe: "Tja, jetzt kann ich ihn auf jeden Fall nicht mehr spielen." Die Regelentscheidung besagt außerdem eindeutig, dass " jeder Zweifel gegen den Spieler ausgelegt werden" solle, träte in diesem speziellen Falle also nicht in Kraft.

Ob das Rhein Gibsons Verhalten gegenüber seinem Caddie rechtfertigt ist hingegen eine andere Frage. Er entschuldigte sich auf Twitter bei seinem Caddie für sein unprofessionelles Verhalten.






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