Claus Kobold bleibt Präsident des Deutschen Golf Verbandes
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Claus Kobold bleibt Präsident des Deutschen Golf Verbandes

Auf dem 100. Verbandstag des Deutschen Golf Verbandes stand die turnusgemäße Wahl des Präsidiums an. Claus Kobold erzielt deutliches Ergebnis.

Claus Kobold (3.v.r.), Präsident des Deutschen Golf Verbandes. (Foto: Deutscher Golf Verband)
Claus Kobold (3.v.r.), Präsident des Deutschen Golf Verbandes. (Foto: Deutscher Golf Verband)

Claus Kobold ist auf dem 100. ordentlichen Verbandstag des Deutschen Golf Verbandes (DGV) als Präsident im Amt bestätigt worden. Der 57-Jährige tritt nach dem Votum seine zweite Amtszeit an. Auch Kobolds Stellvertreter, Achim Battermann, wurde wiedergewählt. Beide erhielten in den Abstimmungen über 90 Prozent Zustimmung. "Ich habe mir ein bestimmtes Ergebnis gewünscht, sie haben es weit übertroffen", kommentierte Kobold seine Wahl und bedankte sich für das Vertrauen der Verbandsmitglieder.

Zuvor hatte Kobold bereits zufrieden im Jahresbericht des Präsidiums auf die zurückliegenden vier Jahre geblickt und festgestellt, dass diese "lehrreich und anstrengend" gewesen seien, aber dennoch "Spaß gemacht" hätten. "Wir haben viel erreicht", bilanzierte der in Dresden tätige Rechtsanwalt seine erste Amtszeit. "Gerade bei den Nicht-Golfern hat sich die Einstellung geändert", freute sich Kobold über das bessere Image des Golfsports. So sei eine negative Einstellung gegenüber dem Golfsport unter der nichtgolfenden Bevölkerung von 54 Prozent (2013) auf derzeit 38 Prozent gesunken. Zurückzuführen sei dies unter anderem auch auf die Werbekampagne "Golf ins Glück", die 2015 und 2016 für rund fünf Millionen Euro mit TV-Spots und weiteren Aktionen durchgeführt wurde. Auch die Bewerbung um die Austragung des Ryder Cups 2020 sei positiv zu bewerten ("Wir waren gut vorbereitet, die Finanzierung stand."), wenngleich sie "dem unmoralischen Angebot aus Italien" unterlegen hätte. Die Entwicklung des Spitzensports sei mit "so vielen Spielerinnen und Spielern auf den großen Touren wie nie zuvor", erfreulich. Die Umsetzung und Einführung der neuen Golfregeln sei ein dreijähriges Projekt gewesen - allen Beteiligten gelte großer Dank.

Claus Kobold: "Wir haben vieles bewegt"

Auch auf die kommenden vier Jahre als Präsident des DGV blickte Kobold voraus: "Wir sind der festen Überzeugung, in unserer ersten Amtszeit vieles bewegt und in Gang gebracht zu haben. Vieles davon ist gelungen, anderes beginnt gerade, sich zu entwickeln. Das Projekt Golf und Umwelt wird weitergeführt, das Image des Golfsports weiter verbessert", versprach er. Zudem solle der digitale DGV-Ausweis eingeführt und der Einsatz digitaler Scorekarten etabliert werden. Auch die Erhebung der Mitgliederzahlen zum Stichtag 30. September solle auf den Prüfstand. "Achim [Battermann] und ich gehören zu den Menschen, die gerne beenden, was sie begonnen haben", konstatierte Kobold. Daher freue er sich auf die Unterstützung der Verbandsmitglieder in den nächsten vier Jahren.

Der Deutsche Golf Verband kommt zur Ruhe

Nimmt man die Stimmung auf den Verbandstagen seit Kobolds Amtsübernahme als Grundlage, muss man ihm eine positiven Einluss bescheinigen. Während kurz nach seiner ersten Wahl noch erbittert über Grundsätzliches (z.B. Abschaffung der Vereinigung clubfreier Golfer) gestritten wurde, blickt man nun gemeinsam voraus und konzentriert sich auf zukunftsweisende Projekte (Golf und Natur, Golf und Gesundheit), die zur allgemeinen Förderung des Images und damit auch zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den einzelnen Golfclubs beitragen sollen. Auf dem 100. Verbandstag war in diesem Zuge gleich mehrfach von einer regelrechten "Aufbruchstimmung" die Rede.

Natürlich sehen das nicht alle Golfclubs so. Einige hadern mit Billigangeboten und Fernmitgliedschaften und würden das Rad der Zeit gern zurückdrehen. Anderen wünschen sich noch mehr Öffnung und eine progressivere Verbandspolitik. In diesem Spannungsfeld hat es das Präsidium um Claus Kobold bei stagnierenden Mitgliederzahlen auf deutschen Golfanlagen geschafft, sachlich zu moderieren und zu vermitteln. Die Zeiten der Grabenkämpfe scheinen vorbei. Der Deutsche Golf Verband bewegt sich nach vier Jahren mit Claus Kobold in ruhigeren Fahrwassern. Dies dürfen sich der Präsident und seine Kollegen als Verdienst auf die Fahne schreiben.

Das Präsidium des Deutschen Golf Verbandes

Präsident: Claus M. Kobold
Claus M. Kobold ist seit 2015 Präsident des Deutschen Golf Verbandes. Der 57-Jährige stammt aus München, lebt aber seit vielen Jahren in Dresden und ist hier als Rechtsanwalt tätig. Sein Heimatclub ist der Golfclub Dresden Elbflorenz, dessen Präsident Kobold ebenfalls ist.

Stellvertretender Präsident: Achim Battermann
Achim Battermann ist seit 2015 stellvertretender Präsident des Deutschen Golf Verbandes. Der 70-Jährige führt ein Chemieunternehmen in Eschborn und ist seit 49 Jahren Mitglied des Frankfurter Golf Clubs.

Hinzu kommen mit Wilhelm Fumy, Eicko Schulz-Hanßen, Yasin Turhal, Gerd Kohns, Otto Leibfritz und Thomas Leimbach sechs Vizepräsidenten.
Brita Hankammer, geschäftsführende Gesellschafterin des Hofgut Georgenthal, hatte auf Vorschlag des Präsidiums ebenfalls kandidiert, konnte sich in der Abstimmung aber nicht durchsetzen. Sie wäre nach Marion Tannhäuser und Martina Koch erst die dritte Frau im Präsidium des über einhundert Jahre alten Verbandes gewesen.



Der 101. ordentliche Verbandstag des Deutschen Golf Verbandes findet am 25. April 2020 statt.



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