Brooks Koepka: Schäferstündchen mit Freundin – und Fotograf
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Dustin Johnsons Kollaps: Keine Major-Schmelze, aber dennoch ein Schock

Masters-Nachlese, natürlich mit Champion Woods, dazu Wortschöpfer Spieth und Koepkas inszeniertes Schäferstündchen. Die Back Nine.

Dustin Johnson in der Finalrunde der RBC Heritage auf der PGA Tour. (Foto: Getty)
Dustin Johnson in der Finalrunde der RBC Heritage auf der PGA Tour. (Foto: Getty)

Er sah aus wie der sichere Sieger, der 21. Turniergewinn auf der PGA Tour war nur noch eine Formsache: Doch dann vergeigte Dustin Johnson, seines Zeichens immerhin Weltranglistenerster, bei der RBC Heritage auf Hilton Head Island die Back Nine der sonntäglichen Schlussrunde mit einer 77 dermaßen, dass es den schlaksigen Longhitter vom Spitzenplatz auf den geteilten 28. Rang zurückwarf. Über 54 Bahnen notierte „D. J.“ lediglich vier Bogeys, um dann im Finale von Loch 11 bis 15 insgesamt sieben Schläge zu verlieren. Und im Netz verloren seine Fans die Fassung: „Ich glaube nicht, dass ich Dustin Johnson jemals so habe spielen sehen“, schrieb einer auf Twitter. „Das muss seine schlechteste Fünf-Loch-Spanne aller Zeiten gewesen sein“, ein anderer. Und ein dritter tweetete gar: „Es wird Zeit, ihn von Platz eins der Weltrangliste zu nehmen.“

Zum dritten Mal seit der US Open 2010 und der WGC – HSBC Championship 2017 verspielt der 34-Jährige mit einem 77er Debakel eine klare Führung nach drei Runden. Ebenso unvergessen ist sein Einbruch bei der US Open 2015 in Chambers Bay. Naturgemäß war von Johnson selbst im Anschluss kein Statement zu bekommen, stattdessen gab‘s im Netz jede Menge Spott:

Tiger Woods in Joggern und „Green Jacket“

Masters-Nachlese die Erste: Als amtierender Champion darf man das „Green Jacket“ ein Jahr lang nach Belieben anziehen und spazieren führen, selbst wenn der Rest des Outfits nicht recht zum berühmten Stöffchen passen will. Und so wurde Tiger Woods in seinem Restaurant in Jupiter/Florida in eben jenem grünen Sakko gesichtet, das er vorvergangenen Sonntag in Augusta zum fünften Mal gewonnen hatte, über einem Sport-T-Shirt und Jogging-Hosen aus der Kollektion seines Lieblings-Football-Clubs Oakland Riders. Kann man mal so machen, als wiedergeborener Golf-Superheld ...

Dann war da noch die englische Fußball-Legende Wayne Rooney, mittlerweile in Diensten des Clubs D.C. United in den USA, der unbedingt das Masters-Finale sehen wollte, sich dafür bei Rory McIlroy drei Tickets besorgt hatte, Samstag Nacht nach einem Auswärtsspiel in Denver/Colorado mit zwei Teamkollegen aufbrach, den Anschlussflug in North Carolina verpasste, daher die Schlussstrecke von Charlotte nach Augusta per fünfstündiger Taxifahrt absolvierte und rechtzeitig zu Woods‘ letzten vier Löchern auf dem Gelände war. „Es war ein höllischer Trip“, sagte Rooney. „Aber um Tiger siegen zu sehen, war es das wert!“


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Unbelievable day at @themasters. Honour to watch @tigerwoods back to his best ⛳️🏆Ein Beitrag geteilt von Wayne Rooney (@waynerooney) am

„Der weltbeste Spieler ist auf Platz sechs“

Masters-Nachlese die Zweite: Der Spruch der vergangenen Woche kam von Paul Azinger. Im „Golf Channel“ kommentierte der siegreiche Ryder-Cup-Teamchef von 2008 am vergangenen Montag die aktuelle Golfweltrangliste und Tiger Woods Sprung in die Top Ten so: „Der derzeit weltbeste Golfer ist aktuell auf Platz sechs.“

Derweil hat Trey Little in Dallas/Texas eine sehr besondere Wette gegen seine zukünftige Frau Denise Coleman, gleichermaßen Mutter seines noch nicht geborenen Kinds, gewonnen. Das Paar hatte sich schriftlich darauf geeinigt, dass der im September erwartete männliche Nachwuchs im Fall eines Woods-Siegs in Augusta auf den Namen Tiger getauft wird.

Und weil es so schön ist, schließlich noch mal das Daumenkino von „The Flippist Flip Books“ über Tigers Triumph 1997 und heute:



Morddrohungen wegen Masters-Unterbrechung

Masters-Nachlese, die Dritte: Das Masters und Tigers Triumph hatten freilich auch unschöne Nachwirkungen. In Katy/Texas müssen sich demnächst ein gewisser Stephen Michael Freeman und drei Mitglieder seiner Familie vor Gericht verantworten, weil sie mit gestohlenen Identitäten aus Mailinglisten etc. in großem Stil versucht haben, bei der Masters-Ticketlotterie Eintrittskarten für Augusta National zu ergaunern, um diese mit hohem Gewinn weiterzuverkaufen. Und Meteorologin Ella Dorsey aus Atlanta erhielt gar Morddrohungen, weil sie in Diensten von CBS die Live-Übertragung der vorgezogenen Schlussrunde am Sonntag morgen für regionale Haushalte unterbrochen hatte, um vor aufziehenden Gewittern und Tornados zu warnen.

Jordan Spieth und die Grün-Umstellung

Wortschöpfung: Jordan Spieth hatte es mal wieder nicht leicht auf dem Golfplatz. Und erneut war es der Putter, der nicht mitspielen wollte. Für die erste Runde der RBC Heritage notierte sich der dreifache Majorsieger 33 Putts. Anschließend gab er an, richtig Mühe gehabt zu haben, sich den im Vergleich zu Augusta National in der Vorwoche deutlich langsameren Grüns auf den Harbour Town Golf Links anzupassen. „Ich habe immer noch im Masters-Modus geputtet“, sagte Spieth und beschrieb das mit einer sehr kreativen Wortschöpfung: „Ich wurde hier draußen regelrecht ,augusta‘t‘.“

Greg Normans Ranch steht zum Verkauf

Bisschen Kleingeld im Osternest gefunden? Für 50 Millionen Dollar ist die fast schon legendäre Seven Lakes Ranch von Greg Norman in Meeker/Colorado zu haben. Das Anwesen hat ein 1.300 Quadratmeter großes Haupthaus mit neun Schlafzimmern, Kino-Saal, Weinkeller, einem Appartement fürs Personal sowie ein Gästehaus mit sechs Wohnungen, Fitness-Center und Pferdeställen und erstreckt sich insgesamt über 4.700 Hektar. Darin enthalten sind ein reines Elch-Jagdrevier von über 3.000 Hektar, und auch ansonsten gibt‘s jede Menge Platz zum Fliegenfischen auf 3,2 Kilometern am White River oder zum Reiten und Wandern. „The Great White Shark“ aus Australien hatte die Ranch in den 1990er Jahren gekauft und ausgebaut; „sie ist ein authentisches Stück des amerikanischen Wilden Westens“, sagt Makler Steven Shane.

Unterdessen rief Norman selbst dieser Tage per Video zur Müllvermeidung, zum Plastikverzicht und zum Mitnehmen der eigenen Hinterlassenschaften nach einem Strandtag auf – man kann‘s nicht oft genug anmerken:

Brooks Koepka: Schäferstündchen mit Freundin – und Fotograf

Tête-à-tête: In der Weltrangliste Dritter, beim Masters Zweiter, bei Jena Sims die Nummer eins: Während viele Kollegen auf Hilton Head Island die Schläger schwangen, machte Brooks Koepka mit seiner Freundin Urlaub auf Virgin Gorda, einer der drei Britisch Jungferninseln. Und natürlich muss die Welt davon möglichst Aufmerksamkeit heischend in Kenntnis gesetzt werden. So entstand, dem Zeitgeist und Sims‘ Drang der Selbstinszenierung folgend, dieses Foto von einem Schäferstündchen im lauen Karibik-Wasser. Traute Zweisamkeit – samt Fotograf halt. Es wird übrigens gemunkelt, dass Koepkas drastischer Gewichtsverlust mit einem baldigen Auftritt in der „Body Issue“ des ESPN-Magazins zusammenhängen soll, wo u. a. schon Sandra Gal, Suzann Pettersen, Camilo Villegas und Gary Player posiert haben.


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Tödlicher Flugzeugabsturz auf Royal Birkdale

Tragisches Unglück: Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs auf dem Linkskurs von Royal Birkdale, als Mitglied der Open-Championship-Rota 2017 zuletzt Schauplatz des ältesten Majors der Welt (Sieger war Jordan Spieth), ist vor einigen Tagen der Pilot ums Leben gekommen. Der Flieger war aus bislang ungeklärter Ursache auf den Boden geprallt und in Flammen aufgegangen.

Der Spaßvogel und die Golfbälle

Zum Schluss: ... haben wir es mit einem echten Spaßvogel zu tun, der entdeckt, wie toll Golfbälle auf hartem Untergrund springen. Das ist mal ein echtes Birdie:



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