Zum neuen Logo der European Tour: Ja, wie wärs denn mit Ballesteros?
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Zum neuen Logo der European Tour: Ja, wie wärs denn mit Ballesteros?

Sohn Javier postet Alternative, in Olympia-Japan wird‘s heiß, „Lefty“ im freien Fall, Norman verrät Geheimnisse. Die Back Nine.

Links: Seve Ballesteros beim Ryder Cup 1987, rechts: ein ihm nachempfundenes Logo: (Foto: Getty und Twitter/@J_Ballesteros)
Links: Seve Ballesteros beim Ryder Cup 1987, rechts: ein ihm nachempfundenes Logo: (Foto: Getty und Twitter/@J_Ballesteros)

Man soll über Geschmack bekanntlich ja nicht streiten. Aber, Hand aufs Herz, gefällt Ihnen das neue Logo der European Tour? So richtig eingängig, emotionalisierend und das Charisma des Golfsports vermittelnd kommt es nicht rüber. Tour-Boss Keith Pelley musste auch schon allerhand Spott und Kritik über sich ergehen lassen, die bis zu „steril und charakterlos“ reicht. Jetzt legte Javier Ballesteros, Sohn des am 7. Mai 2011 verstorbenen fünffachen spanischen Majorsiegers Severiano Ballesteros noch einen nach. Auf Twitter veröffentlichte der 29-Jährige unter der vielsagenden Überschrift „Vielleicht eines Tages?“ eine Logo-Alternative. Die Flagge zeigt unter dem European-Tour-Schriftzug die Silhouette seines Vaters in der berühmten Siegerpose beim Gewinn der Open Championship 1984. Kurz nach Ballesteros‘ Tod im Alter von 54 Jahren hatte die Tour kurz erwogen, ihn ins Logo aufzunehmen; 2012 trat José María Olazábals Team mit der Silhouette auf den Bags zum Ryder Cup in Medinah an und gewann. Und ja, wohl niemand wäre in Summe von Erfolg, Sportsgeist, Fairness, Charisma und Engagement für Golf als Inbegriff des europäischen Golfsports besser geeignet als der große Seve!

Neue Spielstätte fürs Olympia-Turnier im Gespräch

Hot Spot: Was haben sie im Kasumigaseki Golf Club nicht alles für dieses Turnier 2020 im Zeichen der Ringe getan – das Internationale Olympische Komitee umschmeichelt, den US-Präsidenten Donald Trump auf die Wiese und Frauen als Mitglieder in den Club gelassen. Und jetzt soll das alles für die Katz‘ gewesen sein. Der japanische Politiker Shiegefumi Matsuzawa jedenfalls plädiert laut eines Artikels der Nachrichtenagentur „Reuters“ vehement für einen anderen Austragungsort des olympischen Golf-Events der Spiele von Tokio. Wegen der zu erwartenden Hitze. Matsuzawa hat sich sogar mit einem Brief an IOC-Präsident Thomas Bach gewandt und beruft sich auf eine Studie der Universität Tokio, der zufolge die Region um Kasumigaseki auf der Hauptinsel Honshu im Juli und August der heißeste Ort in ganz Japan ist. „Es wäre unverantwortlich, dann dort Outdoor-Veranstaltungen abzuhalten“, heißt es in dem Brief. Laut „Reuters“ sieht sich das IOC für die Marathon- und Geher-Wettbewerbe bereits nach alternativen Austragungsorten auf der nördlich gelegenen Insel Hokkaido um.

Mickelson nach 26 Jahren nicht mehr in den Top 50

„Absturz“: Eine Ära geht zu Ende, zum ersten Mal seit dem 27. November 1993 und 1.353 Wochen ist Phil Mickelson nicht mehr in den Top 50 der Weltrangliste. „Lefty“ wurde in Schanghai beim WGC – HSBC Champions geteilter 28. und im neuen Ranking vom Japaner Shugo Imahira aus dem halben Hundert gekegelt, trotz des gewonnenen Pebble Beach Pro-Am im Februar. „Ich habe danach auch einfach schrecklich gespielt“, attestierte sich der 48-Jährige. „Aber ich werde wiederkommen!“ Zunächst freilich wartet vermutlich der nächste Rückschlag auf Mickelson. Nach 24 Ryder-Cup- und Presidents-Cup-Teilnahmen in Serie dürfte er bei den am Donnerstag verkündeten Picks von Kapitän Tiger Woods für das Duell mit Ernie Els‘ internationaler Auswahl auf Royal Melbourne leer ausgehen.

Rory McIlroy übt sich (schon mal) als Golflehrer

Im Fokus: Es gehört zur Eigendynamik des Boulevards, das alles im oder aus dem Umfeld von Stars eine gewisse Nachrichtenrelevanz hat, weil man ja den Namen zugkräftig in der Schlagzeile platzieren kann. Das machen wir für einen nicht ganz ernst gemeinten Ausblick jetzt auch mal und berichten, dass sich der Pro in Rory McIlroys Heimatclub Holywood Golf Club derzeit vor einem nordirischen Gericht wegen schwerer Körperverletzung verantworten musste. Stephen Crooks (40) war am St. Patricks Day 2018 (17. März)  im Clubhaus mit einem Gast in Streit geraten, diesen tätlich angegangen und hatte ihm bei einem Schlag aufs Auge die Augenhöhle gebrochen. Es könnte also sein, dass im Holywood GC demnächst eine Golflehrerstelle frei wird. Aber es ist bestimmt nur Zufall, wenn der berühmteste Sohn des Clubs, McIlroy eben, in China nicht nur als erster Europäer zum dreifachen Sieger eines WGC-Turniers avancierte, sondern sich mit chinesischen Kids schon mal als Golflehrer übte:

Sörenstam als erste Proette bei Vater-Sohn-Turnier

Damenwahl: Das alljährlich Vater-Sohn-Turnier Anfang Dezember ist Tradition in den USA und auch bei Golf-Altstars wie Jack Nicklaus, Gary Player oder Tom Watson extrem beliebt. Die diesjährige Auflage im Ritz-Carlton Golf Club in Orlando wird allerdings eine historische. Denn mit Annika Sörenstam nimmt erstmals eine Proette teil, die Schwedin teet – natürlich – mit ihrem Vater Tom auf. „Ich kann es kaum erwarten“, sagte die zehnfache Majorsiegerin. „Unser Vater hat meine Schwester und mich zum Golf gebracht und uns darin von kleinauf unterstützt. Jetzt mit ihm dieses Turnier zu spielen, unter so vielen Golf-Weltstars, das bedeutet mir sehr viel.“



Tiger trifft Tiger

Doppelgänger: Mit Halloween ist das so eine Sache, der Vorlage zum eigenen Kostüm möchte man in den meisten Fällen eigentlich ungern begegnen. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Und so traf diese als Tiger Woods „verkleidete“ junge Lady tatsächlich auf den echten Tiger Woods und dürfte das garantiert als ganz besonderes „Trick-or-Treat“-Erlebnis verbuchen:

Greg Norman und die Sinnlichkeit des Golfschlags

Bekenntnisse: Greg Norman hat mal wieder aus dem Nähkästchen geplaudert und im Magazin „Men‘s Health“ Erstaunliches zum Besten gegeben. Beispielsweise, dass er 110 Jahre alt werden will. Oder, dass sich zu seiner besten Zeit ein „richtig guter, sauberer Golfschlag wie ein Orgasmus“ angefühlt habe: „Ja, meine ich total ernst. Die Rotation des Körpers, das Timing, das Gefühl, das Geräusch, dieser Augenblick, wenn der Ball vom Schlägerblatt abhebt – das ist so ein absolut sinnliches Gefühl.“ Vielleicht resultiert diese Beschwingtheit ja aus dem neuesten Geschäftsfeld des „Großen Weißen Hais“ aus Australien, der mit einer kompletten Serie von Pflegeprodukten auf den im Sport allgemein und im Golf besonders grassierenden Cannabidiol-Trend aufspringt. Das aus dem weiblichen Hanf gewonnene Produkt wirkt entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit, ist aber nicht psychoaktiv und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.

Auch der letzte UK-Herren-Club denkt um

Männerbastion geschleift: Wo‘s mit dem Brexit hingeht, weiß so genau niemand, aber in Sachen Golf und Gleichberechtigung steht Großbritannien formal demnächst sauber da. Als letzter Golfclub im Vereinigten Königreich, so vermeldet es die Zeitung „The Scotsman“, lässt künftig auch der Glasgow Golf Club weibliche Mitglieder zu, eine entsprechende Satzungsänderung hat der bislang reine Herren-Zirkel in Aussicht gestellt, der auf einem exklusiven Parkland Club im Glasgower Vorort Killermont und auf den Gailes Links nahe Irvine das Hausrecht hat. Erst kürzlich war Jugendlichen unter 18 Jahren die Club-Zugehörigkeit ermöglich worden. Der Mitgliedschaftsprozess im 1787 gegründeten und damit neuntältesten Golfclub der Welt sah bislang eine förmliche Bewerbung samt einem Bürgen und sechs Befürwortern aus dem Club sowie ein Interview durch das Aufnahmekomitee vor. Der jährlich Beitrag beträgt 2.000 Pfund (rund 2.300 Euro), dazu kommt eine Aufnahmegebühr in unbekannter Höhe.



Wenn aus dem Querschläger eine Attacke wird …

Zum Schluss: Wo will der denn hin mit dem Ball? Abkürzen? Tiger Line? Was Wunder, dass die Kugel vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht und ebenso postwendend wie schnurstracks zurück kommt. Beinahe wäre es ins Auge gegangen – oder zumindest an den Kopf …



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