"Earth"-Kurs von Jumeirah: Bühne für das Finale im Race to Dubai 2012
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„Earth“-Kurs in Dubai: Großes Design auf irdischem Terrain

Greg Normans Schmuckstück ist einer der längsten Plätze der Welt und ein angemessener Schauplatz für das Finale des Race to Dubai.

Rory McIlroy, Jumeirah
Rory McIlroy auf dem Jumeirah Earth Course: Der Nordire und Ttelverteidiger des Race-to-Dubai-Titels startet dieses Jahr von 46. Stelle ins Finale. (Foto: Getty)

Es ist im Wortsinn irdisches Terrain: Nach einem fast globalen Saison-Höhenflug treffen sich die 60 besten Profis der European Tour auf dem „Earth“-Kurs in Jumeirah, Dubai, um am kommenden Wochenende das 2013er Finale auszuspielen. Es wird ein spannendes Finale in einer weißen Bunkerlandschaft.

102 meist enorme Bunker und ein „gefühltes“ Par von 77,5

Der Ort ist dem Ereignis angemessen: „Earth“, der mit „Fire“, „Wind“ und „Water“ das nach den Elementen benannte Platz-Quartett in den Jumeirah Golf Estates bildet, zählt bei 7.018 Metern für's Turnier zu den längsten Kursen der Welt und ist auch sonst ein ziemlicher Brocken – nicht nur wegen seiner 102 meist enormen Bunker. Das Course Rating z. B. bescheinigt der Par-72-Anlage aus der Feder des Australiers Greg Norman ein „gefühltes“ Par von 77,5.

Man kann trefflich über den ökologischen Aspekt eines eher nordisch anmutenden Parkland-Kurses mit 3.500 eigens angepflanzten Bäumen inmitten einer ockerfarbenen Wüstenei debattieren. Aber auch in Dubai hat der zweifache British-Open-Sieger Norman bewiesen, dass er die hohe Schule der Golf-Architektur beherrscht. „Earth“, 2009 zum ersten Finale des damals neuen Race to Dubai eröffnet, hat alles, was einen exquisiten, anspruchsvollen Golfplatz ausmacht: Einen gefälligen Auftakt zum Warmwerden, ein anschließendes Bahnen-Ensemble, das schon mal die Spreu vom Weizen trennt, insgesamt viele strategische und belohnende Arrangements sowie einen Schluss-Akkord mit vier Löchern, die zusammen exakt eine Meile (1,61 Kilometer) lang sind.

Als krönendes Design-Finale wird das Fairway der 595 Meter langen Par-5-Achtzehn auf ganzer Länge von einem Wasserlauf geteilt; nur die schmalere rechte Seite belohnt den risikofreudigen Spieler mit einem guten Winkel zum Grün. Ein echtes Matchplay-Loch, das Turniere entscheiden kann. So soll‘s sein!


Norman-Version des berühmten Inselgrüns vom TPC at Sawgrass

Direkt davor hat sich Norman vom berühmten „Signature Hole“ des Players-Championship-Schauplatzes TPC at Sawgrass inspirieren lassen und auch seinem Jumeirah-„Earth“-Kurs ein Inselgrün als Siebzehn spendiert. Auf dem Weg dahin stimmen die ersten beiden Bahnen der „Norman Mile“, ein kurzes Par 4 (339 Meter), das genaue Abschläge fordert, und ein 444 Meter langes Par 4 mit seitlichem Wasser vom Fairway-Anfang bis zum Grün-Ende, auf das spektakuläre Schluss-Duo ein.



Aber auch vorher geht‘s beim „Earth“-Kurs richtig zur Sache. Zum Beispiel auf der Fünf, einem kürzeren Par 4, das bergauf führt und überall da Bunker hat, wo man gern hinschlagen würde. Oder die Sechs, das zweite Par 3: Zwar sind es nur 170 Meter bis zum Grün, aber links bestraft das Wasser verzogene Schläge, rechts lauert ein Bunker. Und auf der Neun reizt Norman den Par-4-Standard komplett aus: 456 Meter sind woanders schon ein kurzes Par 5. „Hier Par zu spielen, fühlt sich an wie ein Birdie“, sagt der Meister selbst: „Für mich ist dieser ,Earth‘-Kurs der Himmel auf Erden.“