Waden wie Mickelson: "Lefty" präsentiert sein Workout
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Ein „schmerzfreier“ Luke Donald als heimlicher zweiter Valspar-Sieger

Hend vom Pechvogel zum Glückspilz, „Leftys“ Wadentraining, Sandra Gal im Vintage-Look und das Lächeln des Tigers. Die Back Nine.

Nach langwierigen Problemen findet Luke Donald wieder zu alter Stärke zurück. (Foto: Getty)
Nach langwierigen Problemen findet Luke Donald wieder zu alter Stärke zurück. (Foto: Getty)

Als Paul Casey gestern Abend seine Titelverteidigung bei der Valspar Championship feierte, da gehörte einer zu den Geschlagenen im Innisbrook Resort, der sich dennoch wie ein Sieger fühlen durfte: Luke Donald. Der 41-Jährige Engländer, einst Nummer eins der Welt, war mit drei Schlägen Rückstand auf seinen Landsmann Casey in den Sonntag gestartet, und wenn‘s am Ende nach einer 73er Runde auch nicht zum ersten Sieg seit sieben Jahren, sondern nur zu Platz T9 reichte, so war er dennoch glücklich. „Ich bin einfach nur froh, hier sein und schmerzfrei spielen zu können. Und das bleibt auch weiterhin Ziel Nummer eins“, sagte Donald, der 2012 ausgerechnet an selbiger Stelle das Playoff gewonnen hatte, damals hieß das Turnier noch Transitions Championship.

In der Folge hatte der elffache Sieger auf beiden Touren vor allem mit Formschwäche und anschließend mit enormen Rückenproblemen zu kämpfen, fiel in der Weltrangliste bis auf Platz 609 ab. Die letzte Top-10-Platzierung schaffte Donald bei der RBC Heritage 2017, als er geteilter Zweiter war; das Jahr 2018 musste er wegen des Rückens ab April komplett aussetzen; die aktuelle Saison bestreitet er mit einer „Medical Exemption“ der PGA Tour; die „Valspar“ war sein erst zweites Turnier heuer, nachdem er bei der Sony Open auf Hawaii den Cut verpasst hatte. „Ich schiele momentan absolut nicht auf Resultate“, hatte Donald als Parole für den gestrigen Finaltag ausgegeben. „Mein Spiel schaut ganz gut aus, alles weitere wäre ein Bonus.“ Manchmal ist halt erstmal der Weg das Ziel.

Hend und die Widrigkeiten auf dem Weg zum Sieg

Ende gut, alles gut: Es gibt weitaus positivere Vorzeichen, als die für Scott Hend zu Beginn der Maybank Championship. Beim Pro-Am bekam der Australier zwei Mal Vogeldreck von oben ab, wurde von einer Wespe geschossen und verlor zudem sechs Bälle. „Es hätte bloß noch gefehlt, dass mir ein Affe das Handy klaut“, machte er sich via Twitter über seine Missgeschicke lustig. Und in der Finalrunde zwang Nacho Elvira den 45-Jährigen nach der Gewitterpause, die ausgerechnet auf dem 72. Loch noch eingelegt werden musste, mit einem Monsterputt zum Birdie über zehn Meter ins Play-off. Dafür hatte Hend dann auf dem ersten Extraloch zum Ausgleich jede Menge Glück: Er traf zwei Mal einen Baum, lochte trotzdem zum Birdie, feierte so den dritten Sieg auf der European Tour und legte damit auch das Trauma vom Omega European Masters 2016 und 2017 in der Schweiz ab, die er beide jeweils im Stechen verloren hatte.

Lincicome übt schon mal mit Windeln

Vorgeschmack: Eine besondere Aufgabe wartete beim Bank of Hope Founders Cup auf LPGA-Proette Brittany Lincicome. „Bam Bam“, die ihren Spitznamen dem ungewöhnlich starken Sohn von Betty und Barney Geröllheimer aus dem Flintstones-Comic verdankt und im September das erste Kind erwartet, sollte am Beispiel einer „Bam Bam“-Puppe beweisen, dass sie das Wickeln der Babywindeln bereits beherrscht. Check! Und auch das Anlegen des Schlafsacks klappt schon sehr gut. Dieser Tage hatte sich die 33-Jährige noch sehr darüber gefreut, dass sie sich auch während der Babypause keine Gedanken über den Verlust von Sponsoren machen muss: „In einer Million Jahren hätte ich das nicht erwartet.”.

Mickelson lüftet erst die Waden, jetzt ihr Geheimnis

Enthüllung: Was hat uns Phil Mickelson doch neulich überrascht, als „Lefty“ anlässlich der Freigabe von Bermudashorts für Einspielrunden und Pro-Am-Turniere ziemlich ausgeprägte Wadenmuskeln präsentierte. Nachdem er erst seine Hosenbeine gelüftet hatte, machte der 48-Jährige selbiges nun mit dem Geheimnis seiner Mega-Waden. „Ich habe Euch zugehört und mitbekommen, dass Ihr alle ebenfalls Waden wie Adonis wollt, eröffnet Mickelson das entsprechende Video; in der Folge gibt‘s eine fünfteilige Anleitung des fünffachen Majorsiegers – natürlich nicht ohne ein gehöriges Maß an Reklame für seine Werbepartner:

Mrs. Reed bucht Nachhilfe für den Gatten

Damen-Wahl: Patrick Reed kommt derzeit nicht so richtig in Schwung. Und das ausgerechnet, wenn in wenigen Wochen die Masters-Titelverteidigung ansteht. Von der Players war der 28-Jährige am vergangenen Sonntag mit einer 78 abgereist und zum Auftakt der Valspar Championship traf er bloß vier Fairways und vier Grüns in Regulation. Da mochte die Gemahlin nicht mehr zusehen und sann auf Abhilfe: Die tatkräftige Justine Reed rief bei David Leadbetter an, der eh in der Gegend wohnt, und bestellte den Coaching-Guru für eine Übungsstunde mit dem Gatten auf die Driving Range des Innisbrook Resort: „Kannst Du bitte mal nach Patrick schauen. Er plagt sich gerade etwas herum und findet keinen Ausweg.“ Reed und Leadbetter hatten noch nie zuvor zusammen gearbeitet, kannten sich nicht mal. „Wir haben versucht, den Schwung mal aus einer anderen Perspektive zu sehen“, sagte der Masters-Champion zur Initiative seiner Frau. „Ich habe das Gefühl, der Schläger ist nun in einer erheblich besseren Position, als er es je zuvor war.“ Geholfen hat‘s dennoch nicht: Reed verpasste nach Runden von 77 und 75 mit 10 über Par den Cut um neun Schläge.

LPGA-Nostalgie mit Sandra Gal

Vintage-Look: Aus Anlass der 70. Spielzeit der LPGA Tour ist Sandra Gal beim Bank of Hope Founders Cup ins Outfit der Proetten zur Zeit der Tour-Gründung 1950 geschlüpft und hat mit deren historischem Schlägermaterial ein paar Bälle geschlagen. Ein ganz besondere Note hatte das, weil „La Gal“ ihren Auftritt unter den Augen der drei letzten noch lebenden LGPA-Mitgründerinnen Shirley Spork (91), Marilynn Smith (89) und Marlene Bauer Hagge (85) absolvierte. Herausgekommen ist ein sehenswertes Filmchen, in dem die deutsche Profigolferin, der die Rolle auf den Leib geschneidert scheint, die Geschichten und die Neuzeit des Damengolf miteinander verschmelzen lässt:

Tiger Woods und das Lächeln über sich selbst

Begegnung mit dem anderen Ich: Eine Szene geistert seit der dritten Runde der Players Championship durch die sozialen Medien – der Aufritt von Tiger-Woods-Fan Thomas Wesling, der im Spalier der Zuschauer stand, als sein Idol im TPC Sawgrass vom 17. Grün zum 18. Abschlag marschiert und dem Superstar sogar ein Lächeln entlockte. Nämlich, weil er ein T-Shirt trug, auf dem das Polizeifoto aus jener Nacht gedruckt ist, in der Woods 2017 schlafend in seinem Auto aufgefunden und wegen Verdachts auf Drogen- und Arzneimittelmissbrauch verhaftet wurde. Wesling hatte sich bewusst an dieser Stelle positioniert und gehofft, dass er mit dem Shirt eine Reaktion auslöst. „Ich bin ein Riesen-Tiger-Fan, und die 20 Dollar für das T-Shirt waren die beste Investition meines Lebens“, sagte Wesling später. „Sein Lächeln zu sehen, war unbezahlbar.“ So ist er, der neue Tiger Woods, der längst sogar über sich selbst lachen kann.

USGA vs. Spieler: Beziehungspflege durch Tour-Pro

Zweite Karriere: Vor 14 Jahren hat Jason Gore mal um die US Open in Pinehurst mitgespielt, seither ist es still geworden um den Mann aus Kalifornien, der seit einiger Zeit zwischen Auftritten auf der PGA Tour und einem Job als Versicherungsvertreter pendelt. Jetzt hat der amerikanische Verband USGA den 44-Jährigen als Leiter einer neuen, eigenständigen Abteilung zur Pflege der Beziehungen zwischen Spielern und Verband engagiert, die nicht erst durch die neuen Golfregeln einigermaßen strapaziert sind – siehe z. B. US-Open-Set-up. Gore und sein vierköpfiges Team sollen vor allem bei Verbandsmeisterschaften auf Profi- wie Amateurebene eine Art Bindeglied bzw. Vermittlerrolle darstellen. Mit der Verpflichtung eines Tour-Spielers anstatt der Entsendung eines Verbandsfunktionärs sendet die USGA diesbezüglich ein klares Signal an die Aktiven.

Golf auf schwankendem Boden

Das Letzte: Wer den Schaden hat, spottet bekanntlich jeder Beschreibung. Das dürfte im Wortsinn auch optisch auf diesen Sportkameraden zutreffen, der seinen Ball partout nicht verloren geben wollte und dann etwas den Boden unter den Füßen verliert. Er hätte wohl tatsächlich besser mal den Strafschlag genommen…



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