Osterspaziergang über den Platz: Hat nicht überall geklappt!
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Osterspaziergang über den Platz: Hat nicht überall geklappt!

Der lange Winter teilt Golf-Deutschland, der Permafrost lässt vielen Anlagenbetreibern beim Blick in die Kasse die Zähne klappern.

Das schlechte Wetter vermieste einigen Golfplatzbetreibern über Ostern die Laune. (Foto: Getty)

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick,“ beschrieb Goethe im Faust seinen Osterspaziergang. Doch von wegen „im Tale grünet Hoffnungsglück“. Jedenfalls nicht überall: Ostern ist vorbei, die Spielzeit sollte eröffnet sein. Doch in halb Deutschland wurden die Feiertags-Turniere wegen geschlossener Schneedecken auf Fairways und Grüns abgesagt. Die Golfer scharren mit den Hufen, die Anlagenbetreiber warten auf das Ende der Eiszeit.

Feiertags-Turniere hier, geschlossene Schneedecke dort

Der anhaltende Winter spaltet das Golf-Land. Wohl dem, der seine Saison mit den traditionellen Turnieren an Karfreitag und Ostersonntag eröffnen konnte. Wie im Golf Club Syke nahe Bremen. „Es war alles komplett ausgebucht und trotz der Kälte ein schöner Auftakt“, sagt Managerin Janine Enz. „Wir haben aber auch sonst vollen Betrieb, obwohl der Platz wegen des Frosts natürlich noch nicht so weit ist, wie er sein sollte.“.

Bei Baltic Hills Golf auf Usedom beispielsweise haben sie währenddessen mühsam wenigstens ihr Putting-Green und das Mulligan-Loch vor dem 18-Loch-Kurs geräumt, damit‘s ein bisschen nach Golfplatz aussieht.

Buchungen wurden en masse storniert

2010, erinnert sich Jörg Remer, der Geschäftsführer des Golfparks Strelasund nahe Stralsund, habe es schon mal eine solche Kälteperiode gegeben: „Aber da lag kein Schnee, es konnte Golf gespielt werden.“ Mittlerweile hat die Inhaber-Familie Remer zwei Plätze sozusagen vis a vis der Insel Rügen und war mit ihrem Hotel samt Spa-Bereich für Ostern so gut wie nie zuvor gebucht. Doch dann kam der kälteste März seit Gedenken – und mit ihm die Stornierungsflut. „Die Auslastung ist von 70 auf 25 Prozent gefallen“, sagt Remer. Nur die treuesten Stammgäste ließen sich nicht beirren und wurden mit Schnee- und Indoor-Bürogolf bei Laune gehalten, „damit sie nicht ganz frustriert nach Hause fahren“.

In der Kasse tut das trotz aller Kompensations-Findigkeit richtig weh. Und es gilt nicht nur für touristisch ausgerichtete Anlagen wie Strelasund, sondern auch für eher mitgliederorientierte Plätze. "Natürlich haben wir Einbußen“, äußerte sich Flemming Maas vom brandenburgischen Golfclub in Wall dieser Tage in einem Interview mit „Die Mark Online“: „Wir haben null Umsätze im März, die Personalkosten für unsere Mitarbeiter wie die Greenkeeper aber bleiben konstant.“



Jede Geschäftswoche zählt – Hoffnung auf „goldenen Herbst“

Im sensiblen Spannungsverhältnis zwischen Einnahmen und Betriebskosten, das die Golfbranche per se anfällig macht, zählt jede Geschäftswoche. Und jeder Euro, auch bei Plätzen, die sich über Mitgliederbeiträge finanzieren, bei Gäste-Anlagen sowieso: ob an der Bar, im Restaurant oder als Greenfee verdient. Vergangenes Jahr schüttete es im Sommer wie aus Eimern, jetzt herrscht in vielen Landstrichen Permafrost – da klappern einigenorts den Golfplatz-Verantwortlichen auch beim Blick in die Kasse schon mal die Zähne.

Zumal der Verlust schwierig bis kaum aufzuholen ist. „Die Hotel-Belegungen im Frühjahr und Sommer brauchen wir für‘s dann aktuelle Geschäft“, verdeutlicht Jörg Remer. „Der März und das Ostergeschäft sind unwiderbringlich verloren. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen richtig goldenen Herbst als Ausgleich.“



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