Patrick Reed gefundenes Fressen beim Presidents Cup
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Patrick Reed gefundenes Fressen beim Presidents Cup

Captain America, Patrick Reed, sorgt mal wieder für Aufsehen und leidet unter Spätfolgen des Regelverstoßes bei der Hero World Challenge.

Patrick Reed hatte am ersten Tag beim Presidents Cup keinen leichten Stand. (Bildquelle: Getty)
Patrick Reed hatte am ersten Tag beim Presidents Cup keinen leichten Stand. (Bildquelle: Getty)

Es ist circa eine Woche her, als Patrick Reed sich einen folgenschweren Regelverstoß bei der Hero World Challenge geleistet hat. Zwei Strafschläge, das Abrutschen aus der Spitzengruppe und jede Menge verlorenes Preisgeld sind die Folge. Doch was noch viel schwerer wiegt, sind die Folgen seines anschließenden Interviews. In diesem wehrt er sich gegen die Vorwürfe des Regelverstoß und leugnet ihn regelrecht, gibt dem Kamerawinkel die Schuld. Dass "Captain America" polarisiert ist keine Frage, doch jetzt hat er sich zur Zielscheibe entwickelt, die die Fans beim Presidents Cup schamlos ausnutzen.

Presidents Cup: "Wirst du deinen Caddie 14 Schläger und eine Schaufel tragen lassen?"

Natürlich blieb dem Golf-Publikum im australischen Melbourne der Regelverstoß von Patrick Reed nicht verborgen und ist dementsprechend in aller Munde, wenn nicht gar Thema Nummer eins. Im Kampf der Nationen setzen die Fans des internationalen Teams alles ein, um das amerikanische Team zu verunsichern. So schreit einer aus dem Publikum, während Patrick Reed Tee Nummer eins betritt: "Wirst du deinen Caddie 14 Schläger und eine Schaufel tragen lassen? Ein weiterer schreit: "Verbessere deine Lage vom Tee!" Weitere weniger qualifizierte Äußerungen lauten einfach strikt "Sand-Wedge!", "Sag mir wo die Bunker sind!" und  klassisch "Betrüger!". Reed, der eher teilnahmslos die Schmähkritik über sich ergehen lässt, platziert auf dem ersten Abschlag seinen Ball passend zur Thematik auch noch im Bunker. Auch dazu hat ein Zuschauer eine Meinung und brüllt: "Patrick, da draußen sind auch Kameras!"

Doch auch während der gesamten Runde musste Reed ordentlich einstecken. Reed bot auf den ersten drei Löchern ein gefundenes Fressen, da er drei Bunker auf diesen Löchern mitnahm. Fans auf der Runde meldeten sich wie folgt zu Wort: "Er ist ein Teufel, mit einem Sand-Wedge" und "Pass auf den Rückschwung auf, Reedy!" Nach einem verpassten Birdie-Putt an einem Par 4 bekam der 29-jährige noch eine kostenlose Beratung: "Schreib doch einfach eine 3 auf!"

Cameron Smith beschuldigt Patrick Reed der Schummelei

Gegenüber der australischen Nachrichtenagentur AAP äußerte sich der Australier Cameron Smith vor dem Presidents Cup bezüglich des Regelverst0ßes von Patrick Reed äußerst kritisch. "Ich kenne Patrick jetzt schon ein bisschen und er war immer korrekt zu mir, also will ich auch nichts Schlechtes über ihn sagen. Aber ich bin mit niemanden konform, der die Regeln nicht einhält. Ich habe kein Mitleid mit jemanden, der betrügt." Smith führt weiter aus: "Wenn man mal einen Fehler macht, ist das ja noch verständlich. Aber den Kamerawinkel als Begründung für seinen Fehler zu nehmen, ist keine gute Idee."