Schubs für Schleicher, Footballs für Fans, ein Nest für Amateure
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Beschleunigung für Schleicher und Football für Fans

US-Verband plant Programm gegen Slow Play und in Deutschland wie in Südafrika herrscht Mangel an Sponsoren - die Back Nine.

Kick it like Harrington. Der Ire weiß wie er sich die Gunst des Publikums sichert. (Foto: getty)

Der US-Golfverband USGA will die Schleicher auf Trab bringen: Nachdem Tiger Woods im Finale der Farmers Insurance Open in Torrey Pines wegen des Schneckentempos der Gruppe vor ihm „ein wenig die Konzentration“ und fast die Nerven verloren hat, plant die USGA nun in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden, Industrie, Klubmanagern und Medien ein umfangreiches Anti-Slow-Play-Programm. Der Verband möchte das hochwissenschaftlich aufziehen: Bei den Tour-Pros freilich, die ja auch Vorbild für alle Hobby-Golfer sein sollten, würden Strafschläge gewiss schon mal mehr Wirkung zeigen als die bisherigen Geldbußen für Slow Play, die sie zumeist eh aus der Portokasse bezahlen.

Fans bejubeln Football-Kicker Padraig Harrington

Dass die Spieler den Fans am Party-Loch in Scottsdale allerlei Geschenke mitbringen, ist auf dem TPC-Stadium-Course schon gute Tradition. Auf sehr originelle Weise sicherte sich Padraig Harrington den Jubel der Menge: Der dreifache Major-Sieger aus Irland, schließlich geteilter Neunter, kickte am Drittrunden-Samstag mehrere Footballs auf die Tribünen. Immerhin gilt die Waste Management Phoenix Open als „Warm up“ für den nationalen Ausnahmezustand anlässlich des Endspiels der Football-Liga um den Super Bowl.

Besucherrekord knapp verfehlt

Den Publikumsrekord hat die diesjährige Auflage freilich trotz einer Bestmarke von 179.022 Fans für den Samstag nicht geschafft: Am Sonntag kamen nur 58.791 Fans zur Waste Management Phoenix Open, das macht insgesamt 525.821 fürs Turnier. Der Rekord datiert mit 538.356 Besuchern aus 2008.

Leichter Autounfall: Clarke musste Dubai absagen

Die Dubai Desert Classic musste ohne Darren Clarke auskommen: Der Nordire hatte seine Teilnahme wegen eines mysteriösen leichten Verkehrsunfalls daheim in Portrush, bei dem er zwar angeblich nicht am Steuer saß, sich aber einen verrenkten Nacken zuzog, kurzfristig abgesagt. Das Gefährlichste am Fliegen ist halt der Weg zum Flughafen.

Von Hennef auf die European Senior Tour

Simon Brown, Pro im Golf-Club Rhein-Sieg in Hennef, hat sich für die European Senior Tour 2013 qualifiziert. Der mehrfache deutsche PGA-Meister sicherte sich die volle Spielberechtigung mit einem zweiten Platz bei der finalen Q-School-Runde in Portugal. Die „Altersberechtigung“ kommt dann am 12. April hinzu, wenn Brown 50 wird.



Zuwachs für Europas 500er-Klub

Der Spanier Ignacio Garrido und der Franzose Thomas Levet, beide ehemalige Ryder-Cup-Spieler, sind Mitglied Nr. 23 und 24 im exklusiven 500er-Klub der European Tour. Garrido machte das halbe Tausend Turnierteilnahmen in Katar perfekt, Levet stieß jetzt in Dubai dazu.

Hoffnungen aufs Tournament of Hope geplatzt

Es sollte das höchstdotierte Turnier außerhalb der USA werden: Doch das vollmundig mit einem Gesamtpreisgeld von 8,5 Millionen Dollar angekündigte Tournament of Hope in Südafrika zum Saisonende wurde jetzt wegen der unsicheren Sponsoren-Situation auf unbestimmte Zeit vertagt. Schon 2012 waren die Hoffnungen auf ein Debüt der Veranstaltung, die der Aids-Problematik gewidmet sein soll, geplatzt.

Ladies German Open demnächst ohne Titelsponsor

Nach dem Rückzug von Schüco verliert das Profi-Golf in Deutschland weiter an Unterstützung: Die Bankengruppe UniCredit beendet mit der diesjährigen Auflage vom 30. Mai bis 2. Juni im Golfpark Gut Häusern ihr Titelsponsoring der Ladies German Open.

14 Dollar fürs Krähennest, unbezahlbares Erlebnis inklusive

Wie war das noch in dieser Kreditkarten-Werbung? Irgendwas kostet dies, was anderes das, aber das Beste ist dann eh mit Geld nicht aufzuwiegen. So ergeht es auch dem 22-jährigen Alan Dunbar aus Portrush (Nordirland), der als amtierender britischer Amateur-Champion traditionell zum Masters nach Augusta eingeladen wird und auf jeden Fall in dem legendären spartanischen Kämmerchen auf dem Dach des Klubhauses übernachten will. „Crow‘s Nest“ ist seit jeher als billige Unterkunft für die Amateur-Teilnehmer vorgesehen. Also, frei nach der Werbung: Flug von London nach Atlanta, rund 1.000 Dollar; Kost und Logis im Krähennest von Augusta, pro Nacht 14 Dollar; das Erlebnis Masters, unbezahlbar!