Vokey Wedges überzeugen mit Spin, Kontrolle und Vielseitigkeit
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Vokey Wedges überzeugen mit Spin, Kontrolle und Vielseitigkeit

Einzigartiges Fitting, die ersten Schläge mit Backspin und viele Birdies - die aktuellen Vokey Wedges konnten im Produkttest auf ganzer Linie beeindrucken.

Der beste Fitter, die beste Zusammensetzung und die besten Vokey Wedges? (Foto: Golf Post, Getty)
Der beste Fitter, die beste Zusammensetzung und die besten Vokey Wedges? (Foto: Golf Post, Getty)

Nachdem die Vokey Wedges von Bob Vokey höchstpersönlich gefittet wurden, konnte die Testphase nicht abgewartet werden. Da sogar noch individuelle Stanzungen auf der Rückseite des Schlägers vorgenommen wurden, war die Vorfreude noch viel größer. Als der Paketbote klingelte, der Karton geöffnet wurde und die Schläger zum ersten Mal in den Händen waren, musste es direkt zum Golfplatz gehen.

Hier können Sie sich den Bericht zum Wedge-Fitting mit Bob Vokey durchlesen.

Der erste Eindruck war bereits durch das Fitting positiv, aber der Blick auf die frischen Wedges, die genau auf die eigene Spielweise angepasst wurden, erfüllten unseren Tester mit Stolz. Auf die Driving-Range hat er es gar nicht geschafft, schon am Chipping-Grün wurden die Wedges zum ersten Mal aus der Tasche gezogen. Folie abstreifen und erstmal im Sonnenlicht begutachten.

Nachdem noch frische Bälle ausgepackt wurden, gingen die ersten Schläge vom Blatt. Selbst bei den kleinen Bewegungen rund um das Chipping-Grün zuckten die Bälle ein klein wenig, wenn diese auf dem Grün landeten. Das macht natürlich Spaß und lässt auf mehr hoffen - jetzt stehen aber volle Schläge an.

Die armen Range-Bälle...

Mit neuen, frischen und aggressiven Grooves steil auf die Bälle drauf, um einen soliden Kontakt beizuführen - Schlag um Schlag. Nach den ersten Bällen ein prüfender Blick auf die Schlagfläche. Teile der Range-Bälle verteilten sich über das Blatt, so bissig sind die Vokey Wedges. Daran erkennt man übrigens auch gute und qualitative Bälle, denn mit den ProV1-Bällen ist dieses Phänomen auf dem Platz nicht aufgetreten. Da kam es gelegen, dass der Heimatclub neue Bälle für die Range geordert hatte.

Als letzte Station der Übungsanlagen stand nämlich der Bunker an. Hier wurde besonderes Augenmerk auf das 60° Lob Wedge gelegt, dass mit dem K-Grind versehen ist. Im Fitting mit Bob Vokey hat dieser Schläger wahre Wunder vollbracht. Und auch im ersten realen Test überzeugte das Vokey Wedge vom ersten Schlag an. Die Bälle fliegen ungewöhnlich hoch aus dem Sand heraus. Dies liegt unter anderem am hohen Bounce und dem speziellen Sohlenschliff.

Leider gibt es hier aber auch einen Kritikpunkt, denn Sand verträgt sich nicht sonderlich gut mit dem Finish des Schlägers. Das "Brushed Steel", das zwar genial aussieht und mit pinken individuellen Stanzungen versehen wurde, nutzte sich im Sand auf den Trefferflächen und an der Sohle direkt ab. Auf die Rillen hatte dies zum Glück keinen Einfluss und die Wedges spinnen wie gewohnt, aber die Optik ist leicht verändert.

Erster Einsatz im Feld

Auf dem Platz kommt es an, sodass die anschließende 9-Loch Runde in den Sonnenuntergang von großem Wert für den Test war. Trotz der niedrig stehenden Sonne haben die Wedges das Sonnenlicht nicht nervig reflektiert. Zugegeben die Abschläge wurden gerne einige Meter nach vorne mit dem Leder-Wedge gekickt, damit die Distanz zum Grün nicht zu groß ist, um immer volle Wedges ins Grün zu schießen. Der hoffnungsvolle Blick gen Kurzgemähtes enttäuschte nicht, denn dies wurde offiziell zum "Dancefloor". Die Bälle landeten steil, sprangen wenige Meter nach vorne und rollten dann zurück - der Walzer für Golfer.


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So lief es dann die gesamte Runde ab. Abschlag, Ball in Wedge-Distanz gelegt und ab damit auf's Grün mit ordentlich Rückwärtsdrall. Am neunten Loch wurde das Grün kurzerhand zum Pitching-Green erklärt, da auf den vorausgegangen acht Löchern kein einziger Chip, Pitch oder Bunkerschlag benötigt wurde. Auch hier überzeugten die Vokey Wedges besonders durch den enormen Spin, sodass die Fahnen direkt angespielt werden konnten.

Vokey Wedges - erfolgreich im Langzeittest

Nicht nur beim ersten Eindruck überzeugten die Vokey Wedges. Über den Zeitraum des Frühlings und der ersten Sommer-Monate konnten sich die Schläger bei jeglichen Bedingungen präsentieren. Die regenreichen Wochen im Frühling stellten keine Probleme für die dicken Sohlenschliffe dar. Das für diese Bedingungen übliche fette Treffen der Bälle fiel aus. Auch bei hartem Untergrund während der Hitzeperiode konnte die volle Vielseitigkeit der Schläger ausgenutzt werden, ohne dass die Bälle dünn vom Blatt gingen.

Besonders erfreulich waren die vielen gespielten Birdies, die fast alle aus einem Schlag mit einem der Vokey Wedges hervorgingen. Volle Schläge bei kürzeren Par 4 Bahnen oder gelungene Annäherungen, bei in zwei Schlägen erreichbaren Par 5 Löchern, landeten häufig direkt neben den Fahnen. Die anschließenden gelochten Putts zum Birdie bereiten die größte Freude.

Im Fitting und zu Beginn des Tests wurde das 46° Wedge noch mit Skepsis betrachtet. Diesen Schläger als weiteres Wedge und nicht wie üblich als Eisen zu spielen, ist schlichtweg ungewohnt. Doch der erste Eindruck täuschte. Denn im kurzen Spiel wird eine zusätzliche Alternative geboten, sodass flache und längere Pitches oder Chips spielerisch einfach ermöglicht werden. Hier laufen die Wedges jedem Eisen den Rang ab.





1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das noch als Produkttest durchgeht, oder nicht einfach nur als Werbung deklariert werden müsste!? Die Marketingabteilung hätte es nicht besser schreiben können! Auch wenn beim Satz: „Besonders erfreulich waren die vielen gespielten Birdies, die fast alle aus einem Schlag mit einem der Vokey Wedges hervorgingen.“ so ist es, zumindest in meinem Spiel, auch sehr üblich, dass die meisten Birdies nach einem Schlag mit einem Wedge fallen. Hierfür würde ich jedoch nicht die überragende Qualität meiner inzwischen 3 Jahre alten Nike Engage Wedges verantwortlich machen, vielmehr ist es der Tatsache geschuldet, dass die Distanz zwischen Ball und Grün geringer war. Klar spiele ich aus 100m öfter ein Birdie als aus 150m! Ach und nebenbei, nach einem vollen Schlag mit meinem 56 Grad findet sich immer Abrieb auf meinem Schläger, wenn es wirklich an der Qualität der Bälle liegen sollte, dann muss sich Titleist Gedanken machen, warum der ProV1X soviel „schlechter“ in der Qualität ist als der ProV1 😜. Lange Rede kurzer Sinn, ich will keine glorifizierung, keinen Lobgesang auf ein Produkt, getarnt unter dem Deckmantel eines „Tests“. Wenn ich sowas lesen will, lese ich die Werbeanzeige des Herstellers.

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