Warum Megastar Robbie Williams beinahe Golfprofessional geworden wäre
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Warum Megastar Robbie Williams beinahe Golfprofessional geworden wäre

Neuer Anlauf mit 45, Koepka und Johnson kassieren, Woods investiert, US-Open-Grand mit Vieren, Golf als Wohlklang. Die Back Nine.

Popstar Robbie Williams wäre beinahe Golfpro geworden. (Foto: Getty)
Popstar Robbie Williams wäre beinahe Golfpro geworden. (Foto: Getty)

Promis, die sich ein veritables Handicap angeeignet haben, gibt es viele: Entertainer Justin Timberlake oder Basketballer Steph Curry fallen spontan ein, sie und andere Celebrities versuchen sich des Öfteren auf der großen Golfbühne. Und dann gibt es da einen gewissen Robert Peter Williams, besser bekannt als Robbie Williams, dem die Karriere im Show-Biz womöglich eine vielversprechende Laufbahn als Golfer verbaut hat. Im Gespräch mit der Sonntagsausgabe der britischen Zeitung „Daily Star“ offenbarte der Megastar jedenfalls, dass er als jugendliches Mitglied auf dem Kurs von Burslem in seiner Geburtsstadt Stoke-on-Trent/England etliche Jahre gespielt habe und vom Golf förmlich besessen gewesen sei. „Mir gefiel es, morgens in dem Gefühl aufzustehen, etwas zu tun zu haben, was mich besser macht. Oder mich damit auseinandersetzen zu müssen, dass es mich frustriert. Wer weiß, wie das weiter gegangen wäre“, sagte Williams. „Aber dann kam ,Take That‘, und die Boygroup hat all meine Zeit in Anspruch genommen.“

Jetzt, mit 45, will Robbie Williams diese Zeit endgültig nach- und aufholen – nach einem weiteren golfintensiven Intermezzo vor zwölf Jahren – und so eine Art „Semi-Pro“ werden; der britische PGA-Coach Rick Shiels soll ihn fit machen. „Ich schaue mir seine Lehrvideos schon seit vielen Jahren an“, erzählte Williams: „Diesmal werde ich nicht wieder aufgeben. Das wird nun definitiv die Jagd aufs einstellige Handicap!“

Koepka und „D. J.“ wieder bei Saudi-Turnier

Lockruf des Geldes: Die Scheichs rufen, Dustin Johnson und Brooks Koepka lassen sich nicht lange bitten. Die US-Stars haben ihre Teilnahme an der zweiten Auflage des umstrittenen Saudi International vom 30. Januar bis zum 2. Februar 2020 bestätigt. Das mit 3,5 Millionen Dollar dotierte Turnier, bei dem Sergio Garcia dieses Jahr im Frust ein Grün zerhackte, steht wegen der Verstrickung von Saudi Arabien in die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi und wegen der generellen politischen und gesellschaftlichen Restriktionen im Königreich in breiter Kritik. Tiger Woods beispielsweise soll eine Einladung gar trotz eines kolportieren Antrittsgelds in Höhe der Gesamtdotierung ausgeschlagen haben; auch UNICEF-Botschafter Paul Casey lehnt einen Auftritt im Royal Greens Golf & Country Club von Riad ab. Titelverteidiger Johnson und Kumpel Koepka („Ich bin begeistert, wieder in Saudi Arabien spielen zu können“) sollen dem Vernehmen nach jeweils eine Million Dollar Gage bekommen – manchmal stinkt Geld halt doch!

Woods kreiert Puttinggrüns fürs Entertainment-Biz

Investment: Tiger Woods hat ein neues Geschäftsfeld entdeckt. Der 15-fache Majorsieger engagiert sich mit seiner Firma „TGR“ bei PopStroke, das – quasi als logische Ergänzung der Driving Range – Golf-Entertainment auf professionell gestalteten Puttingkursen anbietet, samt Speis und Trank. Woods wird für PopStroke entsprechende Puttinggrüns entwerfen und nennt seine Beteiligung „eine nahe liegende Erweiterung meines Golfplatzdesign-Geschäfts und meiner Design-Philosophie“. Derzeit existiert lediglich eine PopStroke-Einrichtung in Port St. Lucie/Florida, aber weitere in Scottsdale und Fort Myers sind bereits im Bau. PopStroke plant auch den Einsatz des „iBall“, der via Elektronik die Scores an eine App übermittelt und so zudem Fernduelle möglich macht.

Rüpelhafter Fan: Rookie blafft zurück

Ansage: Das rüpelhafte und rücksichtslose Verhalten der US-Golffans ist schon lange ein Thema, Danny Willett kann vom Ryder Cup 2016 ein Lied drüber singen, Rory McIlroy hat bereits ein Alkoholverbot gefordert. Jetzt erwischte es bei der Houston Open einen PGA-Tour-Rookie, doch Scottie Scheffler erwies sich in der ungewohnten Atmosphäre des Golf-Oberhauses dennoch keineswegs kleinlaut. Als ihm am Freitag ein Zuschauer auf der Par-3-Neun in seinen Schwung hinein schrie, Scheffler daraufhin zusammen zuckte und seinen Ball so schlecht traf, dass dieser flach nach links in einen Bunker huschte, da platzte dem 23-jährigen Texaner zurecht der Kragen. „Willst Du mich verar...“, blaffte er den Zwischenrufer an: „Kannst Du Blödmann nicht mal für fünf Minuten die Klappe halten!“ Immerhin konnte Neu-Tourmitglied Scheffler dennoch das Par aus dem Sand retten.



Payne Stewarts Sohn als LPGA-Turnier-Direktor

Großer Name: Aaron Stewart ist der Sohn des 1999 auf tragische Weise bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommenen und bis heute für seinen Sportsgeist bewunderten dreifachen US-Majorsiegers Payne Stewart. Nun macht sich auch der Filius in der Golfbranche einen Namen, allerdings auf ganz andere Weise. Aaron Stewart (30) fungiert beim Diamond Resorts Tournament of Champions Mitte Januar 2020 in Orlando/Florida, dem Saisonauftakt der LPGA Tour, als Turnierdirektor. Das Event läuft zweigleisig: als Bewerb für die Siegerinnen dieser Saison und parallel als Stableford-Wettspiel für Promis und Celebritys. Stewart Junior war nach einer kurzen Karriere als College-Golfer ins Golfbusiness gewechselt.

Kriegt die US Open auch eine Rota?

Grand mit Vieren: Die Schauplätze der US Open 2024 bis 2027 stehen fest, es sind Pinehurst, Oakmont, Shinnecock und Pebble Beach, womit sich das Quartett als erklärter Liebling der USGA herausstellt, scheinen diese vier Kurse doch in jeder Dekade als Austragungsorte gesetzt zu sein. Rechnet man Winged Foot noch hinzu, das 2020 wieder mal dran ist, bekommt das Ganze fast den Anschein einer Rota, so wie sie bei der Open Championship existiert und wie es US-Medien angesichts der Belegung auch bereits vermuten. Doch USGA-Direktor Mike Davis wiegelt ab. „Natürlich haben die Vier klare Vorteile: Sie sind echte Golfprüfungen, bieten perfekte logistische Bedingungen und dort können wir auch immer gutes Geld verdienen, immerhin finanziert die US Open alle unsere anderen Aktivitäten“, räumte er ein. „Aber wir müssen uns nicht auf diese Plätze ausschließlich fokussieren. Es gibt immer Optionen, weil kaum jemand abwinkt, wenn wir für die US Open anfragen.“

So klingt Golf

Sound-Check: Die Schweizer Luxusuhren-Manufaktur Audemars Piguet, im Golfsport unter anderem mit Markenbotschaftern wie Xander Schauffele, Bernd Wiesberger oder Ian Poulter unterwegs, hat unter Beteiligung von neun Profigolfern und einem DJ versucht, die Melodie des Golfspiels einzufangen. Entstanden ist daraus ein wirkliches Klang-Erlebnis:

DeChambeau: Umstieg auf Carbonschäfte

Revolution im Geheimen: Die Shriners Hospital for Childrens Open ist schon ein paar Tage vorbei, und kaum jemand hat mitbekommen, dass sich auf dem TPC Summerlin am Rand von Las Vegas Epochales in Sachen Equipment abspielte. Und wer war wohl der Initiator? Klar, Bryson DeChambeau. Als erster Profi „ever“ bestritt der Texaner ein PGA-Tour-Turnier mit einem kompletten Satz carbongeschäfteter Schläger, inklusive Putter. „Ich habe lange getestet und getüftelt und mich jetzt dran gewöhnt“, sagte DeChambeau über den „Rebar“ von „LA Golf“. „Ich war zum zweiten Mal bei einem Turnier mit Graphitschäften unterwegs und zum ersten Mal mit dem vollständigen Satz von 14 Schlägern. Ein Endergebnis von 20 unter Par und ein geteilter vierter Platz zeigen doch, dass es gut funktioniert.“ Der „Rebar“ ist mit 120 Gramm über zehn Gramm leichter als DeChambeaus vorheriger Stahlschaft, dabei aber deutlich steifer. 2002 bereits hatte Rich Beem Carbon-Geschichte geschrieben, als er die PGA Championship mit Kohlefaserschäften an seinen Eisen gewann.



Zur Nachahmung empfohlen: Der „Lob Catch“

Und zum Schluss: … die Übungsaufgabe für den Einstieg ins Wintertraining, der „Lob Catch“. Oder wie auch immer man bezeichnen mag, was uns Golfpro Fredrik Lindblom hier an Kunstfertigkeit vorführt. Gefühl ist halt alles …



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