Izki Golf
liegt in der Region Alava und grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Izki.
Der bergige Waldplatz – designed von Seve Ballesteros - ist sehr grün, die
Trockenheit des Sommers war kaum zu spüren. Die Bahnen sind abwechslungsreich
und spannend, mit mindestens 2 Signature-Holes: Bahn 13 als Par 4 über 3
unterschiedliche Höhenebenen und Bahn 6 als Par 3 ins tief gelegene Grün vom
erhöhten Abschlag. Wir als hügelgewohnte Oberberger fühlten uns die meiste Zeit
auf dem Course „wie zuhause“.
Der Platz in
Logrono (im La Rioja) bietet komplett andere Voraussetzungen. Aufgrund seiner
Länge ein sehr fordernder Platz, der auf den hinteren Neun zwar auch ins
Gebirge führt, allerdings mit deutlich weniger Baumbestand. Abseits der
Fairways lauert trocken-brauner Boden mit niedrigem, dichtem Bewuchs, der Bälle
frisst, wie das Krümelmonster Kekse. Hervorzuheben ist sicher der Abschlag auf
Bahn 6, der von einer Felskante gefühlte 100 Meter hinunter Richtung Fairway
fliegen soll.
Die Abende
& Nächte haben wir in gemütlichen Altstädten mit Pintxos, Wein &
entspannter, authentischer Atmosphäre genossen. Bereits am ersten Abend war der
Kopf schon im Urlaub. Die Leute strahlen ihre Gastfreundschaft geradezu aus und
die Region versprüht einen provinziellen, entschleunigenden Charme.
Unter dem
Strich sind die Regionen Alava und La Rioja bisher kein wesentlicher Faktor auf
der europäischen Golf-Landkarte, sondern bekannter für tolle Weine und den
Jakobsweg. Die touristische Erschließung steckt in den Kinderschuhen (und
bleibt hoffentlich dort!), aber genau diese Situation macht die Region zu einem
authentischen Erlebnis. Wer also in das Leben vor Ort eintauchen möchte anstatt
eines fußläufigen-rundum-sorglos-Pakets a la Robinson zu haben, dem sei Izki
Golf als Hidden Champion wärmstens empfohlen. Kurztrips wie unserer können
aufgrund der Distanzen und Zeiten entspannt in Angriff genommen werden – der Flug
von Köln nach Vitoria-Gasteiz dauert nur 2 Stunden.