Bernhard Langer kehrt auch 2026 nach Augusta zurück, nur diesmal in einer ungewohnten Rolle. Nach seinem emotionalen Abschied als Turnierspieler im vergangenen Jahr ist der zweimalige Masters-Sieger beim US Masters nun erstmals als Zuschauer und Ehrengast vor Ort. Ganz ohne Termine verläuft die Woche für den 67-Jährigen aber trotzdem nicht. Zwischen Champions Dinner, Par-3-Contest und Zeit mit der Familie bleibt der Kalender gut gefüllt.
Dass ihm der Wechsel vom Teilnehmer zum Beobachter nicht ganz leichtfällt, machte Langer im Interview mit Mercedes-Benz offen deutlich. „Dieses Jahr ist ein bisschen bittersüß, das muss ich zugeben, weil es mein erstes Jahr als Zuschauer ist und ich nicht mehr mitspiele“, sagte Langer. Gerade im April habe er sich immer besonders auf Augusta gefreut. Rückblickend habe er sogar kurz überlegt, ob sein Abschied vielleicht etwas zu früh gekommen sei. „Manchmal denke ich, vielleicht habe ich etwas zu früh aufgehört. Vielleicht hätte ich noch ein oder zwei Jahre spielen sollen, vor allem, weil ich zuletzt gut gespielt habe.“ Trotzdem steht für ihn fest, dass die Entscheidung insgesamt richtig war. Der Platz sei extrem lang geworden. Und wenn er auf einem Golfplatz nicht mehr das Gefühl habe, gewinnen zu können, dann sei für ihn der Moment gekommen, mit diesem Turnier abzuschließen.
US Masters 2026: Augusta bleibt für Langer ein Stück Zuhause
Auch ohne Wettkampfdruck wird die Masters-Woche für Langer alles andere als ruhig. Bereits am Sonntag vor Turnierbeginn spielte er den Platz noch einmal, diesmal von den Member-Tees und damit deutlich kürzer als sonst. „Das hat viel mehr Spaß gemacht, mit kürzeren Eisen in die Grüns zu schlagen“, sagte Langer. Danach folgten die nächsten festen Programmpunkte: das Champions Dinner am Dienstag, der traditionelle Par-3-Contest am Mittwoch und verschiedene Sponsorentermine, unter anderem für Rolex, Mercedes-Benz und Berenberg.
Gerade der Par-3-Contest dürfte für Langer in diesem Jahr einen besonderen Reiz haben. Seine fünfjährige Enkelin soll dort für ihn die Tasche tragen. Dazu kommt die Zeit mit seiner Familie. Langer sprach davon, sich besonders darauf zu freuen, mit seinen vier Kindern und vier Enkeln über das Gelände zu gehen, gemeinsam zu essen und ihnen Orte zu zeigen, die sie vielleicht noch nie so erlebt haben.
Dass Augusta für ihn längst mehr als nur ein Turnierort ist, formulierte Langer sehr klar. „‚Willkommen zu Hause‘ beschreibt meine Gefühle perfekt, wenn ich die Magnolia Lane hinunterfahre“, sagte er. Wenn er sein Schließfach öffne und dort das Green Jacket sehe, fühle es sich genauso an: wie eine Rückkehr nach Hause.
Viele Erinnerungen begleiten ihn dabei bis heute. Langer denkt an seine beiden Masters-Siege, an die Eagles auf der 13 in den Jahren 1985 und 1993, an den emotionalen Gang über das 18. Grün im vergangenen Jahr und an viele Begegnungen mit Größen wie Jack Nicklaus, Arnold Palmer oder Gene Sarazen.
Auch abseits des Platzes bleibt Augusta für ihn in diesen Tagen präsent. Als langjähriger Mercedes-Benz Botschafter sprach Langer im Interview auch über besondere Geschenke seines Partners. Schon die maßgeschneiderte S-Klasse aus dem Vorjahr habe für ihn einen hohen emotionalen Wert. In diesem Jahr überraschte ihn Mercedes-Benz zusätzlich mit einem eigens gestalteten Masters-Stuhl. „Auf der Rückseite steht sogar ,Mr. Consistency‘, einer meiner Spitznamen“, sagte Langer. Den Stuhl wolle er direkt am 18. Grün oder an einem anderen Lieblingsplatz nutzen, bequem mit einem Getränk in der Hand.

